Müll

Unsere Vorfahren lebten in der Stein-, Bronze- oder Eisenzeit. Wir leben im Plastikzeitalter, auf dem Plastic Planet. Vom Schnuller und kunterbuntem Kindergeschirr über Zahnbürsten und Outdoorjacken bis hin zu Plastikflaschen, Plastiktüten und dem plastifizierten Verpackungswahn jedes erdenklichen Gegenstandes, ob in der Drogerie, Apotheke, Supermarkt, Kaufhaus oder Boutique. Nicht nur, dass wir uns damit zumüllen – schon jetzt ließe sich unsere Erde sechsmal in den Kunststoff einpacken, den wir seit 100 Jahren produziert haben –, wir muten auch der Umwelt extrem viel zu. Zu viel. Die Meere sind inzwischen so von der Plastikpest verseucht, dass einige Fischer mehr Plastikmüll als Fisch in ihren Netzen haben. Seevögel füttern ihre Jungen mit Plastikfetzen, die daran kläglich zugrunde gehen. Fische verwechseln Plastikpartikel mit Plankton und vergiften sich. Im nordöstlichen Pazifik treibt eine Plastikinsel, »The North Pacific Gyre« genannt, die jetzt schon achtmal so groß ist wie Deutschland. Und wächst. Und wächst. Und wächst. Derartige schwimmende Plastikmüllhalden entstehen in allen Weltmeeren – auch im Mittelmeer. Plastik ist aber nicht nur eine Müllseuche, sondern zuallererst ein Ölprodukt. Die Ölmenge, die für die Produktion der nur in Deutschland jährlich verwendeten Plastikverpackungen benötigt wird, entspricht jener Menge Öl, die 2010 bei der Deepwater-Horizon-Katastrophe in den Golf von Mexiko geflossen ist.

Obendrein verursacht allein der Boom der Einwegplastik- respektive Polyethylenterephthalat (PET)-Flaschen zusätzliche CO2-Emissionen von 1,4 Millionen Tonnen. Pro Jahr. Tendenz steigend. Doch Einweg ist ein so herrliches Milliardengeschäft für die Verpackungsindustrie – in Deutschland werden jährlich zehn Milliarden PET-Flaschen verkauft –, dass die alles daransetzt und immer neue Marketingstrategien austüftelt, um es weiter voranzutreiben. Unterstützt wird sie in Sachen PET-Flaschen leider durch das gut gemeinte und im Hinblick auf sortenreines Recycling auch gut funktionierende Pfandsystem; denn viele Menschen, die ihr Wasser aus den ach so praktischen Plastikflaschen trinken, haben dabei sogar ein gutes Gewissen, schließlich werden die Flaschen ja, wenn sie zurückgegeben wurden, recycelt. Das stimmt. Zumindest teilweise. Allerdings machen insbesondere die Discounter, die voll und ganz auf Einweg setzen, damit gleich noch einmal einen Batzen Geld, indem sie die brav zurückgegebenen Einweg-PET-Flaschen an die Recyclingindustrie verkaufen. Und bei einer Rücklaufquote von erfreulichen 98,5 Prozent in Deutschland kommt da so manche Tonne Einwegplastik zusammen. Besonders hoch ist der Plastikbedarf in China, wo man aus unserem PET-Einwegplastik unter anderem Pullover, Trainingshosen und Jacken herstellt. Bei rund 16 Flaschen je Pullover rechnet sich das schnell … Nur leider nicht für unsere Umwelt: Forscher warnen vor dem Mikroplastik, das bei jedem Waschen erst ins Abwasser, dann ins Meer und schließlich in die Nahrungskette gerät.

Die Abgabe von Kommentaren auf dieser Website war in der Zeit von Mai bis Dezember 2013 möglich. Wir haben uns sehr über die vielen engagierten Beiträge gefreut. Aus zeitlichen Gründen können wir eine dauerhafte redaktionelle Betreuung nicht mehr aufrechterhalten, so dass wir die Blogfunktion ausgesetzt haben. Wir bitten um Verständnis.

  1. Online-Red.

    Gestern bekam ich von einer Freundin eine schöne Tragetasche geschenkt: Tragetaschen aus alten Zeitschriften
    Die Tasche wird aus alten indischen Zeitungen gefertigt und ist absolut fair.
    Ich werde sie jetzt immer dabei haben und mich daran freuen, dass ich damit wieder etwas zum Abtragen des Müllbergs getan habe ;-))

  2. Sehr geehrter Herr Jaenicke,
    vielen Dank für ihre deutlichen Worte. Was mich u.a. ärgert, ist der tägliche Papiermüll. Ich finde es sehr schade, dass immer noch so viele Menschen meinen, es sei „nur“ Papier. z.B. Briefkastenwerbung: „80% dieser Briefkastenwerbung landet ungelesen im Müll. Da ich nicht genug Zeit habe, auch gar nicht genau weiß wie ich zu diesem Thema mehr recherchieren kann, habe ich einfach mal geschätzt, das täglich circa 100g in jeden Briefkasten landen. Bei 41 Millionen Haushalten in Deutschland sind das täglich circa 4,1 Millionen Tonnen Papiermüll. Das auf die Industrieländer hoch gerechnet ist es der absolute Wahnsinn. An Hand der Menge lässt sich berechnen, wie viel Bäume dafür gefällt werden mussten. Und das für hauptsächlich MÜLL!!“

    1974 betrug der weltweite Papierverbrauch 8,7 Millionen Tonnen, 2009 alleine in Deutschland der Verbrauch von neu produziertem Papier mehr als 18 Millionen Tonnen. Dazu kommt noch ein ähnlich hoher Altpapierverbrauch. Ein deutsches Kind verbraucht in seinem ersten Lebensjahr bereits so viel Papier wie manch ein Bewohner der Dritten Welt sein ganzes Leben lang nicht. Dieser Vergleich lässt erahnen, wie stark die weltweite Papierproduktion noch ansteigen wird.
    Trotz umfangreicher Altpapiersammlung ist es nicht möglich, unsere Papierproduktion alleine durch Recycling zu bestreiten. Da die Fasern beim Recyceln immer kürzer werden, muss vor allem bei hochwertigen Papieren, zum Beispiel für Hochglanz-Zeitschriften und grafische Papiere, rund 80 bis 85 Prozent Zellstoff zugegeben werden. Für die Herstellung von einer Tonne Zellstoff werden aber bis zu 2,5 Tonnen Holz benötigt. Diese stammen in Deutschland zumeist aus skandinavischen und weltweit zumeist aus nordamerikanischen Nadelwäldern. Die in diesen Ländern abgeholzten, teilweise sehr alten Urwälder sind für immer verloren.

  3. Stellt Euch vor…

    In einer Großstadt deutschlands wird wöchentlich die Mülltonne vor der Tür eines Mietshauses geleert…
    Reingeschmissen wird von den Bewohnern dort alles was nicht zum Sperrmüll gehört… eben alles. Grüner Punkt, Papier und Pappe, Plaste und auch schon mal Batterien sind in der Regel dabei.
    Die Müllgebühren werden pauschal über die Hausverwaltung abgerechnet… was kümmert es da was in die Tonne kommt. Recyclebare Stoffe spielen da keine Rolle.

    Auf dem Lande in Ostdeutschland beispielsweise sieht es folgendermaßen aus:

    Ein Zwei-Personen-Haushalt hat eine 60L Mülltonne die alle zwei Wochen geleert wird. Die ersten vier Leerungen im Jahr sind in der Grundgebühr enthalten. Alle folgenden Leerungen schlagen je Leerung extra zu Buche…

    Die Schlussfolgerung ist folglich jene, dass der Gelbe Sack hoch frequentiert ist. Weiterhin wird Papier und Pappe sowie Glas in die „Iglus“ gesteckt, da es die Mülltonne entlastet und somit die Geldbörse. Der „Grüne Punkt“ ist schon beim Einkauf bezahlt, bzw. die Entsorgung der Verpackung…

    Leider ist es auch hier wieder einmal so, dass alles nur über das Geld geht…

    Gruß Peter Seifert

    • Man kann den Restmüll enorm reduzieren, wenn man will: Indem man so viel wie möglich unverpackt einkauft (Wochenmarkt, Hofladen oder selber im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen) und wenig wegwirft, also nur nach Bedarf einkauft und evtl. doch auftretende Reste einfriert.
      Die Küchenabfälle kompostiert man selber. Dafür braucht man keinen Garten, es gibt auch Wurmboxen aus Holz für den Keller. So produziert man selber wertvollen Kompost, den man auch gut für Terrasse und Balkon oder auch seine Blumen auf der Fensterbank nutzen kann, und braucht sich keinen uranhaltigen Kunstdünger zu kaufen.

  4. Sehr geehrter Herr Jaenicke,
    bin seit über einem Jahr Vegetarier, weil mir die Verarschung der Fleischindustrie auf die Nerven ging. Ausgegangen ist dies über Yahoo, wo mir ein netter junger Mann anbot bei YouTube in den oberen Balken „Earthlings“ einzugeben. Das tat ich dann auch sofort und schaute mir den 1,5 Stunden langen Film an. Es war erschreckend für mich mit anzusehen, wie brutal und mit welcher härte und Eiseskälte einige Menschen unsere Übernächsten, die Tiere behandelt. Danach war für mich klar Finger weg vom Fleisch essen.
    Mit der Müllindustrie verhält es sich genauso. Denen geht es doch immer nur um Ihren eigenen Profit, und wie sie noch mehr aus den Endverbrauchern rausquetschen können.
    Nicht mehr und nicht weniger. Außerdem bin ich auch seit einem knappen Jahr bei einer US Webseite gelandet, diese nennt sich Care2.com, und dort kann man Petitionen unterschreiben gegen die Verschmutzung der Meere, das abholzen der Regenwälder und natürlich gegen die Tierquälerei und das unnötige töten der Tiere weltweit.
    Zur selben Zeit fand ich über eine Broschüre „Esst kein Fleisch, Warum?“ eine Webseite, wo in der Nähe von Würzburg ein Stück Land aufgebaut wurde für die heimischen Tiere und Pflanzen mit etwa einer Fläche von mehr als 400 Hektar. Schaut Euch doch die Seite selbst mal an, Internationale Gabriele-Stiftung
    Dort leben mittlerweile wieder über 40 Schmetterlings- und Libellenarten, sowie fast 90 Vogelarten, auch einige die auf der roten Liste stehen.
    Die produzieren auch eigene Lebensmittel alles ökologisch versteht sich. Sehr lecker habe dort auch schon das Ein oder Andere mal bestellt.
    Plastik kaufe ich weitestgehend nicht mehr, nur noch sehr selten. Und die P & G Produkte von all den großen und namhaften Unternehmen kaufe ich auch nicht mehr, weil die dazu beitragen den Regenwald in Indonesien zu zerstören.

  5. Hallo Herr Jaenicke!
    Durch Ihr Buch bin ich sehr motiviert worden, auch mehr gegen die Umweltverschutzung zu tun.Unter anderem bin ich inzwischen eine strikte Plastiktaschen(-tüten)-Verweigerin geworden. Zum Einkaufen nehme ich immer meine große, stabile Einkaufstasche (war mal von Lidl) und meinen Rucksack, der mir schon lange sehr gute Dienste leistet und viel aushält. Mit ihm transportiere ich dann immer die Getränke. Außerdem versuche ich das Obst+Gemüse ohne Plastiktüte mitzunehmen. Und in meiner Handtasche befindet sich immer eine faltbare Tragetasche die auch relativ viel Gewicht aushält. Somit bin ich immer gewappnet, falls ich unterwegs doch noch spontan was kaufen will (Rossmann bietet die sehr günstig an!).
    Mittlerweile schaue ich auch öfter Reportagen und Verbraucher-Infosendungen an, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ich rege mich dadurch zwar manchmal ziemlich auf, weil es einfach so unglaubliche und ungerechte Dinge gibt, aber nach ein paar Tagen legt sich das dann wieder.
    Alles in Allem bin ich sehr viel kritischer geworden und hake nach, wenn mir etwas nicht gefällt oder ich mich ungerecht behandelt fühle. Nach dem Motto:“Ich lasse mich nicht mehr verarschen“.
    Man sollte immer um sein Recht als Verbraucher und Bürger kämpfen, und nicht nachlassen bis es zum Ziel führt.
    Naja. Das ist vielleicht nur ein kleiner Beitrag, um Müll zu vermeiden aber zumindest mal ein Anfang.
    An dieser Stelle vielen Dank, Herr Jaenicke, für das aufklärende Buch und die guten Tipps.
    Weiterhin viel Erfolg mit dieser Initiative.
    Beste Grüße aus Mannheim

  6. In der Sendung „Könnes kämpft“ im WDR vom 23.06.13 war das Thema Werbeflut im Briefkasten. Sehr viele von uns kennen doch sicher das Blättchen „Einkauf aktuell“, in Folie eingepackt mit einem Päckchen Werbeprospekte, das jeden Samstag von den Briefträgern der Post bei uns im Briefkasten landet. Ich wußte nicht, dass „Einkauf aktuell“ eine Auflage von 12 Millionen hat. Ich dachte immer nur, das wäre bei uns in der Region. Nee, falsch gedacht. Von diesen 12 Millionen fliegen garantiert mindestens 50 % ungelesen sofort in den Müll. Und das jede Woche. Jeden Monat und jedes Jahr. Ich finde das unfassbar. Bei mir klebt seit zwei Wochen ein Aufkleber auf dem Briefkasten „Keine Einkauf aktuell“. Wenn das viele machen würden, die diese Werbeblättchen – speziell dieses – sowieso nicht lesen, vielleicht würde dann auch weniger davon gedruckt und weniger Müll produziert. Und hoffentlich die armen Briefträger entlastet. Andere Werbung kann auch nerven, aber die ist nicht in einer so hohen Auflage und nicht jeden Samstag.

  7. Hallo Herr Jaenecke,
    ich als zweifache Mutter bin letzte Woche fast von den Socken gewesen als ich Windeln für meinen Sohn kaufen wollte. Ich habe meine beiden Kindern mit den berümten Pampers-Windeln großgezogen. Der kleine Mann (fast zwei) ist noch „Pampers-Verbraucher“ und das nicht zu wenig.
    Nun stehe ich also vor dem Regal bei Müller-Markt und wundere mich, daß die von gewohnte und bisher gekaufte Großpackung (zwar auch in Kunststoff aber ich kann die Windeln ja nicht einzeln nach Hause tragen also lebe ich damit) nicht mehr im Regal ist sondern stattdessen riiiiesige Kartons dort liegen (natürlich passen viel weniger davon in dieses Regal als die Kunststoffpackungen was das Personal dazu drängt öfter nachzufüllen) die man kaum in seinen Einkaufswagen bekommt geschweigeden ingerdwo auf oder unter seinen Kinderwagen wenn man zu Fuß dahin geht um die Umwelt zu schonen. Nach Rückfrage sagte man mir, daß er bei Pampers die „alten “ Großpackungen nicht mehr gibt sondern nur noch diese Kartons. Ich kaufe also zwei (wollte mehr aber die passen nicht in mein Auto) und Zuhause packe ich den ersten Karton aus und muß was feststellen…. darin befinden sich zwei (jaaaa zwei) Kunststoffpackungen mit Windeln.
    Was bisher also eine große Kunststoffpackung war ist nun einen Kartonverpackung mit zwei Kunststoffpackungen darin geworden. Das ist doch unfassbar oder ? Soviel zu Thema Müllreduzierung.
    Ich brauche nicht zu erwähnen, daß ich P&G dazu angeschrieben habe bisher aber noch keine Rückantwort dazu erhalten habe.

  8. Wenn wir uns nicht endlich ändern, wird es irgendwann nur noch Müll auf der Erde geben, aber keine Menschen mehr …
    Es gibt einen tollen Text von Jörg Zink, der schon etwas älter ist (der Text … naja, Jörg Zink inzwischen auch ;-)…), den ich aber jedem gerne ans Herz legen möchte:

    Die letzten sieben Tage der Schöpfung

  9. Lieber Herr Jaenicke,
    wie wäre es, wenn sie noch eine Rubrik eröffneten, in der Vorschläge gesammelt und veröffentlicht werden, in der einfache und für jeden umzusetzende Dinge gepostet werden können, um Konsumverhalten zu ändern.?
    Ich fang mal an:
    – statt Duschgel, Haarwaschmittel etc. einfach ein Stück Seife, das nicht mit Plastik umhüllt ist.
    Das spart schon mal eine Menge an Müll, und Haare waschen geht auch mit Seife, die
    werden dadurch sogar fülliger.
    – grundsätzlich Einkaufskorb mitnehmen
    – auf dem Markt oder im Bioladen einkaufen
    – selber Brot backen
    – Glasbehälter kaufen
    usw. usw.
    Und: diese einfachen Verfahrensweisen als nächstes Buch herausbringen, denn viele wissen einfach nicht, was sie im Einzelnen tun können.
    Toodles

    • Hannes Jaenicke

      Liebe Susanne Konziella,
      das ist eine gute Idee. Ich werde mich mit der Online-Redaktion meiner Seite einmal darüber beraten. Viele Tipps sind natürlich schon im Buch zu finden, aber wie ich hier immer lesen kann, gibt es noch unzählige mehr.
      Viele Grüße,
      Hannes Jaenicke

      • Die sollten doch übersichtlich gesammelt werden, hm?!
        Gruß
        Susanne

    • -Glasbehälter mit Schraubverschluß eignen sich zum Einkochen von Lebensmittel

      -Ketschup kann man wunderbar und schnell selbst zubereiten nach eigenem Geschmack, ohne Zucker und schlimmere Zusatzsstoffe….und in den aufbewahrten und gereinigten Glasbehältern einwecken.
      Hier ein Rezept von vielen: Gewürzlexikon.de

      -Lebensmittel selbst anbauen soweit möglich, aber es lohnt sich auch in Gartensiedlungen einen Bedarf daran am „schwarzen Brett“ anderen mitzuteilen.

      -nicht nur selber Brot backen, auch für Nachbarn und Bekanntenkreis (Energiesparen, aufheizen des Backofens)

      Ist mir gerade mal so spontan eingefallen. Wird mit Sicherheit noch ergänzt.

      Viele Grüße

      Jan

    • Tja, mit Editfunktion wäre das ein Beitrag geworden.

      Passend zum jetzigen Wetter. Es gibt doch Duschgel was erfrischt wenn es warm wird. Anderes Duschgel oder Flüssigseife, oder diese selbst herstellen, und ein paar Tropfen Minzöl in das „Duschgel“. Schon hat man sich das selbst gemacht.

      Mein Duschgelspender in der Dusche ist schon über 10 Jahre alt.

      Bei diesem Wetter braucht man einen Zeckenschutz für Haustiere wie auch Insektenschutz für Menschen. Ich nutze dazu Teebaumöl. Ein Paar Tropfen Olivenöl (damit das Teebaumöl besser am Fell haftet) mit etwa 10 Tropfen Teebaumöl, mach ich bei einem mittelgroßen Hund (15 kg, mittellanges Fell), entsprechend sollte man das anpassen, und dies in das Fell einreiben. Keine Zecken mehr, mache ich 1 mal täglich. Das hilft auch beim Menschen gegen alle Insekten. Das Teebaumöl muss die Pest sein für Insekten.

  10. Beim letzten Mineralwasserkauf in einer grossen Getränkekette konnte ich das von mir bevorzugte Wasser nicht mehr in Glasflaschen kaufen. Auf Nachfrage teilte man mir mit, die Kunden würden verstärkt nach den Kunststoff-flaschen fragen, daher würde man den Vertrieb mit den Glasflaschen nach und nach einstellen. Toll! Noch mehr Kunststoffmüll. Ich kann daher nur an alle appelieren: Kauft Mehrweg-Glasflaschen!

    • JAWOLL !!!

    • Haben die bei euch das Wasser abgestellt?

      Mineralwasser kaufe ich auch, allerdings nur unterwegs, wenn ich anders nicht kann. Eher klingle ich bei Anwohner und frage nach Wasser. Das ist aber eher die Ausnahme bei mir. Ansonsten hat das gekaufte Mineralwasser oft eine schlechtere Qualität als Trinkwasser aus der Wasserleitung. Wer Mineralwasser kauft, obwohl er zu Hause Trinkwasser aus der Leitung zur Verfügung hat, hat meiner Meinung zu viel Geld und kann mit Geld nicht umgehen. Ökologische Aspekte lasse ich hier mal außen vor.

      Egal ob Glasflasche oder anders, der Transport kostet Rohstoffe ebenso wie die Herstellung und Reinigung von Mehrwegflaschen. Wenn man eine Wasserleitung zu Hause hat ist das ökologischer Wahnsinn. Fahrt mal in andere Teile der Welt, wo die Menschen bis zu 20 km zu Fuss zurücklegen um das Wasser nach Hause zu tragen. André Heller hatte mehr als Recht, als er uns Deutsche als Wohlstandscholeriker bezeichnete.

      Viele Grüße

      Jan

      P.S. Nichts für Ungut, ich war auch mal so. Wer denkt zu sein hat aufgehört zu werden!

  11. Seit geraumer Zeit lese ich die Artikel von Herrn Jaenicke in der alverde-Zeitung und bin sehr froh darüber, dass endlich mal jemand sich mit dem Thema Müll auseinander setzt. Ich kann Menschen nicht verstehen, die sich beim Einkaufen keine Gedanken über die Müllentstehung machen (z.B. muss man Bananen unbedingt in eine Platiktüte legen?) Gut finde ich, dass einige Geschäfte Platiktüten nur verkaufen (die müßten allerdings 5 € statt 0,10 € kosten!) anstatt dass man ungefragt immer eine „hinterhergeschmissen“ bekommt! Unglaublich übrigens auch das Video von Herrn Jaenicke über den Joghurtbecher (kein Mensch dürfte mehr dieses Produkt kaufen, doch das wird leider nicht passieren)
    Weiter so Herr Jaenicke, ich finde das große Klasse, wie Sie sich angagieren!

  12. Sehr geehrter Herr Jaenicke,
    soeben erhielt ich das Buch „Die große Volksverarsche“. Hierbei viel mir sofort auf, daß das Buch ebenfalls in Plastik verpackt ist. Wäre es nicht eine Alternative diese durch eine Papierbanderole zu ersetzen? Das Gütersloher Verlagshaus sollte sich einmal Gedanken machen, ob dies wirklich nötig ist.

    Liebe Grüße und besten Dank für ein hervorragendes Buch

    Helmut

    • Online-Red.

      Lieber Helmut,
      zu diesem Thema hat sich das Gütersloher Verlagshaus unzählige Gedanken gemacht und sich dann in enger Absprache mit den Buchhändlern darauf geeinigt, eine zu 100% recycelbare Folie zum Schutz und lauter zertifizierte Naturmaterialien im Buch (und Umschlag) zu verwenden. Dies entsprach dem dringenden Wunsch der Buchhändler, das Buch unbedingt einzuschweißen, weil es ansonsten vom Kunden nicht gekauft wird, der eben ein einwandfreies und nicht angeschlagenes Buch will.
      Wenn Sie die Folie in den Gelben Sack geben – das hat uns das Duale System bestätigt – kann sie zu 100 Prozent recycelt werden (s. S. 20 im Buch).
      Herzliche Grüße,
      die Online-Redaktion

      • Vielleicht sollte man (auch wenn recyclebar) Kunststoffe generell vermeiden, da wir schon mehr als genug davon auf diesem Planeten haben. Soviel wie hier an Kunststoffen produziert wird, kann man gar nicht mehr recyceln, das reicht bestimmt noch für 20 Generationen aus. Hierzulande wird alles in Plastik eingepackt unnötige Blister, die Diebstahl vorbeugen sollten etc. In meiner Jugend verpackte man das Gemüse in alten Zeitungen. Heute wird jede Salatgurke begradigt gezüchtet und in Folie verschweißt klar recyclebar – aber brauchen wir das? – Ebenso ist es nicht notwendig, daß ein Buch vor dem Kauf durchgeblättert wird und somit nicht mehr gekauft. Man könnte kurze Hörproben als MP3 in den Buchhandlungen bereitstellen oder einen Buchhändler fragen worum es in diesem oder jenem Buch geht; ein kurzer Abriss ist idR auch meist auf der Rückseite eines Buches zu lesen. – Also Kunden darauf hinweisen oder ein Musterexemplar „opfern“.

        • Hallo Helmut,

          wie sollte man Kunststofffolien Recyceln? Die müssten erst mal gereinigt werden und nicht jede Folie ist für jeden Einsatz geeignet.

          Laut meinem Wissensstand werden die, auch wenn man die im grünen Sack entsorgt, verbrannt.

          Zu den Büchern und anderen Konsumgütern ist das ein Problem des Transportes und der Lagerung. Allein die Transportversicherung der Spediteure haben da entsprechende Vorschriften. Nicht jede Buchhandlung, gerade in Innenstädten, haben Laderampen und es kann Regnen bei Lieferung. Auf Ladeflächen von Lkw´s sind Kondenswasser nicht unüblich.

          viele Grüße

          Jan

        • Die Gurken werden nicht begradigt gezüchtet. Wie kommen Sie denn darauf?
          Nein, die krummen Gurken schaffen es erst gar nicht in den Laden, die werden vorher aussortiert und vergrößern die Lebensmittelabfälle. Oder sie landen in der Lebensmittelindustrie, die dann Gurkensalat daraus produziert (wenn das deren Maschinen zulassen!).
          Oder sie landen in Restaurants. Vincent Klink sagte mal: Ob Obst oder Gemüse mal Makel hatten, sieht man nicht mehr, wenn man es geschnitten und gekocht auf dem Teller hat.

      • Wie setzt sich denn das zu 100% recyclebare Zeug zusammen und wieso ist das recyclebar? Ist das diese von ICI in Wilhelmshaven zufällig gefundene und entwickelte Geschichte mit den Bakterien????
        Mit neugierigen Grüßen
        Susanne

  13. Statt Plastikflaschen in der heißen Jahreszeit bei Unternehmungen anzusammeln, kann man auch auf die ultraleichte immer wiederverwendbare gute alte SIGG-Fahrradflasche zurückgreifen. Gibt´s in vielen Größen und Designs:
    Sigg.com

    • Tja, Sigg-Flaschen sind aus Aluminium. Wenn man etwas Saures wie Apfelsaftschorle (das wird ja für Hobbysportler empfohlen) einfüllt, löst sich das Aluminium ab. Und Aluminium ist kein Spurenelement, sondern im Bauplan des Körpers nicht vorgesehen. Mit anderen Worten: es ist schädlich!
      Und auch eine mögliche Beschichtung (meist Epoxydharz, also Bisphenol A (BPA)) ist keine wirkliche Alternative!

      Um seine Entscheidung richtig zu treffen, muß man also gut informiert sein.

  14. Hallo !
    Habe das Buch gelesen.Die Grosse Volksverarsche.Ein sehr informatives und gelungenes Buch .Grosses Lob an Hannes Jaenicke.
    Habe einen Bericht im NDR mal gesehen wie die Menschen in Indien Kleidungen unter unmenschlichen Bedingungen herstellen müssen für die Firma KIK. Der Reporter hat versucht eine Stellungnahme vom Management zu bekommen. Die sollten doch mal erklären warum die Mitarbeiter schwer Krank werden. Also ein Wahnsinns Bericht . Welche Löhne gezahlt werde und so weiter.Ja zu einer Stellungnahme war keiner bereit. Und dann haben die auch noch die Frechheit sich hinter das Label .Code of Conduct“ zu verstecken.Mir kamen die Tränen als ich den jungen Mann gesehen habe gerade mal Anfang dreißig und tot Lungenkrank.

    • Junger Mann und lungenkrank.
      Das war wohl ein Arbeiter, der eine Jeans sandgestrahlt hat, damit man hier die ach so hippe abgewetzt aussehende Jeans kaufen kann.

      Wie kann so etwas hipp sein?!
      Machen sich die Leute keine Gedanken darüber, wie etwas hergestellt wird? Ob das für andere Leute schlimme Konsequenzen hat?
      Nein, die Waren werden so angeboten, daß man deren „Kauf mich!“ zu hören meint.
      Dann wird nicht länger überlegt, sondern gekauft.

      Es muß noch sehr viel Information für weite Bevölkerungskreise erfolgen.
      Leider erreicht man die nicht, für die es wichtig wäre.
      Man erreicht fast immer nur die, die es sowieso schon wissen.

  15. Hallo,
    bin neu hier und hätte mal eine Frage zum Thema Müll vermeiden ins besondere Kunststoffmüll. Welche Putzmittel außer Soda, Natron und Essig kennt ihr noch die nicht in Plastik verpackt sind und vorallem finde ich nichts zum Spülen. Leider ist ja Neutralseife auch in Kunststoffflaschen oder weiß jemand wo man Neutralseife anderst verpackt bekommt?
    Zum Wäschewaschen benötige ich keine Infos. Hauptproblem sind Spülmittel und Toiletten- reiniger. Lieben Dank für alle Antworten im vorraus.

    Bianca

    • Gute Frage, aber Essig geht doch auch für’s WC!? Zitronensaft?
      Backpulver ist gut gegen Verkalkungen und andere Sachen, die sich festsetzen. Ich hätte auch gern eine Seite, wo ich solche Dinge nachlesen kann.
      Liebe Grüße

    • Hallo Bianca,

      grundsätzlich vermeiden lässt es sich meiner Meinung nach nie. Wegen Wäsche, ich hoffe du nutz nicht indische Waschnüsse. Die hatte ich auch eine Zeit lang, bis ich durch Indien eine Radreise hatte. Dort habe ich mich selbst davon überzeugt, dass unsere Nachfrage, vom fragwürdigen Transport mal abgesehen, zu einem Preisanstieg dort geführt hat, weshalb viele in Indien sich diese Nüsse nicht mehr leisten können. Für mich war das ein Grund diesen Konsum in Frage zu stellen.

      Putzmittel: Wasser und Mikrofasertücher reicht zu 90% im Haushalt. Tücher werden nass in der Mikrowelle desinfiziert (50 Sekunden bei 800 Watt). Gallseife nutze ich noch.

      viele Grüße

      Jan

      • Naja, Mikrofasertücher entstehen und bestehen ja aus Kunststoff. Dieser Kunststoff löst sich Fädchen für Fädchen ab und landet, da ihn die Kläranlagen nicht zurückhalten, da zu klein dafür, im Meer und letztenendes im Fischmagen.

        Nein, wenn, dann müßte man Naturfasen wie Baumwolle (z.B. alte, zerschlissene Handtücher, Tischtücher, Unterwäsche etc.) nehmen. Anstatt diese Dinge in die Altkleidersammlung oder den Restmüll zu stecken, könnte man sie als Putzlappen nutzen, bis sie wirklich „hin“ sind.
        Oder einen Luffaschwamm. Das ist der verholzte Teil einer bestimmten Gurke. Also echt natürlich und nachwachsend. Leider braucht die Luffagurke wohl viel Wärme, läßt sich hier also nur im Sommer im ungeheizten Gewächshaus anbauen.
        Aber immerhin: man baut sich seine eigenen Schwämme an. Das hat doch was!

        • Hallo Herr Hans,

          vielen Dank für ihren Einwand bezüglich der Mikrofasertücher. Sie haben Recht. Den Umstand kenne ich, habe ich aber bisher vernachlässigt, da ich auch noch als Ganzjahresradler auch auf Funktionskleidung nicht verzichten möchte. Wer bei -20°C schon mal das Fahrrad genutzt hat, eine Steigung mit Gepäck bewältigen musste, wird die Vorzüge nicht mehr missen wollen. Bei allen extremen Wettersituationen ist Funktionskleidung vorteilhaft. Auch im Sommer macht eine Regenjacke keinen Sinn, die nicht atmungsaktiv ist, da es sonst egal ist ob man von innen oder von außen nass wird. Von daher ist es sinnlos auf Mikrofasertücher zu verzichten, das ist meine subjektive Situation. Alle anderen Textilien sind Naturfasern.

          Meine Idee hinter den Tüchern war die Tatsache, wenn man damit nur mit Wasser Fenster sauber bekommt, ist das auch für alle anderen abwaschbaren Flächen geeignet. Für alles andere gibt es Waschmaschine und Staubsauger.

          Ich habe vorhin eine Mail an meinen Abwasserzweckverband geschrieben mit folgendem Inhalt:

          Sehr geehrte Damen und Herren,

          ich erbitte Auskunft, ob die für mich zuständige Kläranlage Mikroplastik, bspw. Kunststoffasern aus der Wäsche wie auch aus Kosmetik, von dieser Kläranlage zurück gehalten wird und wenn ja mit welcher Technik.

          Mit freundlichem Gruß

          Jan Bujok

          Ich werde berichten. Sollte die Antwort negativ ausfallen werde ich mir Gedanken machen. Kennt jemand vielleicht einen Filter für Waschmaschinen, den man an den Abwasserschlauch zwischenschalten kann, gibt es sowas auf dem Markt oder hat bzw. kennt wer jemanden der versucht hat so einen Filter selbst zu bauen? Ein Kontakt zu einem Menschen der mit so was Erfahrung hat bzw. das technische Wissen wäre auch toll.

          Es ist klüger eine Lampe zu entzünden als sich über Dunkelheit zu beklagen (sagt man in Asien).

          Für andere Anregungen/Ideen wäre ich ebenso dankbar.

          Viele Grüße

          Jan

          • Hallo,

            mein Abwasserzweckverband hat mir geantwortet wie folgt:

            „Sehr geehrter Herr Bujok,

            zu Ihrer Anfrage vom 04.11.2013 können wir folgendes mitteilen:

            Ein Rückhalt von Mikroplastik in der KA ist auf Grund der Größe der Partikel nicht möglich. Bei Faseranteilen aus Kleidungsstücken kann davon ausgegangen werden, dass diese zum Teil an den Grobstoffen haften bleíben und über das Rechengut entfernt werden.
            Ein Großteil der Mikroplastik kann jedoch nicht durch die Kläranlage zurückgehalten werden.

            Im Internet gibt es zahlreiche Artikel zum Thema „Mikroplastik“, dort können Sie sich auch gern weitere Informationen einholen.“

            Dachte ich mir zwar, allerdings kann es nicht von Nachteil sein wenn wir da Interesse zeigen. Ohne öffentliches Interesse wird sich nichts ändern. Zum Thema Mikroplastik habe ich mich informiert, dazu werde ich aber einen extra Beitrag machen mit neuem Faden.

            Viele Grüße
            Jan

  16. Leider habe ich keine Rubrik gefunden wohin mein Thema passt. Aber Müll ist schon ganz schön. Entweder ist es mein Thema oder der Sachverhalt dass es nicht hier her gehört.
    Also. Meine Gedanken schwirren immer wieder um das Thema CO2. Davon haben wir zuviel und es ist an unserem Klima schuld.
    Warum gibt es eigentlich höherqualifizertes Leben und seit wann ist es außerhalb vom Wasser möglich. Ich vermute, das hängt ein bisschen mit dem Sauerstoff zusammen.
    Jetzt ist es doch ein einzigartiges Geschenk, dass es auf der Erde Lebewesen gibt, die ihr Dasein der Photosynthese verdanken. Die einen, weil sie in ihrem Körper direkt davon leben und die anderen als Nutznieser. Als winziger Nebeneffekt: CO2 wird reduziert. Genau der ‚Stoff der durch alle anderen Vorgänge auf der Erde massenhaft produziert wird. Sei es Verbrennung, Vulkane, Atmen usw..
    Jetzt frage ich mich immer wieder können wir uns eigentlich Leisten auch nur einen einzigen BAUM zu entfernen ohne Ersatz zu schaffen? Und wie lange machen wir das schon? Wie viele Bäume hat die Welt verloren seit es den Menschen gibt? Außerdem heizt sich eine bewaldete Fläche bei Sonneneinstrahlung nicht so auf, wie eine unbewachsene Ebene. Wie lange wachsen denn die Wüsten schon und wie viele Bäume sind dadurch nicht mehr da? Wie lange wolle wir noch Regenwälder roden.
    Wann fangen wir endlich an, diesen milliardenfachen Schaden zu beheben ? Wenn der Sauerstoff alle ist? Nicht nur das CO2 ist zuviel da. Wahrscheinlich auch O2 zuwenig.
    Wie viele Milliarden Menschen hat die Erde? Was wäre wenn jeder in seinem Leben ein oder zwei Bäume pflanzt und pflegt?
    Hast du dir was raus genommen, musst du pfiffig sein. Soll es keiner mitbekommen – leg es wieder rein.

    • Hannes Jaenicke

      Lieber „Schamberger“,
      … dieselbe Idee hatte schon der mittlerweile 15-jährige Felix Finkbeiner mit seiner Aktion „Plant for the planet“. Dies ist unbedingt unterstützenswert!
      Link zu Plant for a planet
      Viele Grüße,
      Hannes Jaenicke

      • Werter Herr Jaenicke,

        dieser Beitrag entstand, weil ich mich mit dem Thema Klimaerwärmung und Co2 – Diskussion von der Politik verarscht fühle. Eins ist wohl auch richtig: um CO2 zu bekommen muss ich O2 verbrauchen. Darüber redet keiner. UND!!!!: ALLE RECOURCEN SIND ENDLICH.

        • Sehr geehrte „Schamberger“,

          das größte Problem für den Regenwald ist nach meinem Wissensstand unser Konsumverhalten. Da muss man auch unsere Mobilität kritisch betrachten (E10).

          Hauptproblem ist die Sojaproduktion für unser Tierfutter gefolgt von Palmfett für Treibstoffe, Kosmetik und Nahrungsmittel.

          2006 (?), wo die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland war, hat unserer Kanzlerin erst in Brasilien entsprechende Verträge abgeschlossen um den Bedarf an E 10 zu sichern.

          Einen Baum zu pflanzen ohne seine Gewohnheiten in Frage zu stellen halte ich für naiv.

          Viele Grüße
          Jan

  17. Bin im Internet per Zufall auf eine sehr interessante Mitteilung gestoßen:An der Kenianischen Pazifikküste recycelt die Unternehmerin Julie Church aus . verotteten Flipflops-Abfällen Kunstgegestände,Hasuhaltsartikel und Kinderspielzeug, was sie vor Ort und weltweit verkauft.
    Nachzulesen bei feelgrenn.de. Gute Nacht und schönes Wochenende.Gruß Petra Koschnik

  18. Lieber Herr Jaenecke,
    ich glaube wir könnten ein Buch wie Ihres hier in Norwegen auch gebrauchen. So das uns mal wieder jemand daran erinnert wieviel Müll wir eigentlich produzieren.
    Ich habe zufällig bei meinen letzten Besuch in Deutschland die Talkshow gesehen u mir Ihr Buch am nächsten Tag gleich gekauft (hatte Glück und bekam das letzte Exemplar) . Als ich wieder in Oslo war habe ich festgestellt das es Mineralwasser in Glasflaschen im Supermarkt gar nicht mehr gibt ! Und auch Joghurt in Gläsern sind nirgens aufzutreiben, ich habe beim Produzenten nachgefragt.
    Wir sortieren zwar den Müll fleissig, aber man denkt dann leicht das es damit dann in Ordnung ist.
    Also wenn Sie mal nichts zu tun haben können sie Ihr Buch ja auch hier rausgeben…
    Viele Grüsse aus Oslo
    Ulrike

    • Hi Ulrike,
      danke für die Infos aus Norwegen!
      Es ist mein Lieblingsland, ich spreche die Sprache – und natürlich interessiert mich auch von dort, was sich umwelttechnisch tut.
      Wenn es ein spezielles „Norwegenthema“ gibt, worauf Du hinweisen möchtest, wäre ich für Infos dankbar. (z.B. was ist anders als in Deutschland, was machen die Norweger besser/schlechter… was wäre ein spezielles norwegisches Thema).
      Die Welt isst global und arbeitet global, da kann Austausch nicht schaden.
      Mange hilsener
      Angelika

      • Hei Angelika,
        also ich habe mich, bevor ich das Buch von Herr Jaenecke gelesen habe, noch nicht so sehr mit dem Tema beschäftigt . Beim Müll ist es hier so das wir den sortieren: Plastik in blaue Tüten, Bio Abfall in grüne, Restabfall in andere. Glas u Metall wird in Containern gesammelt. Aus dem Bio Afall wird Bio Diesel gemacht, Plastik wird recycelt (ich glaub der wird nach Schweden zur weiterverarbeitung geschickt) und der Restabfall wird verbrant u wärmt somit unsere Wohnung an kalten Wintertagen . Auch hier ist absolut alles in Plastik verpackt, ich finde noch mehr als in Deutschland..Aber das ist hier irgendwie kein Tema. Alle kaufen ihre Plastiktüten wenn sie eingekauft haben . Die Tüte kostet 1 kr u das schreckt keinen ab Tüten zu kaufen..

  19. Ich glaub`s ja nicht! ARD-Panorama 3-Doku:Atommülltransporte auf der Fähre der Ostsee,ohne
    das die Passagiere es Wissen!Unglaublich,aber leider wahr!

  20. Hallo Herr Jaenicke,
    erst mal alle Hochachtung für Ihr Engagement. Ich wünsche mir mehr Personen des öffentlichen Interesses, die so motiviert an diese Themen rangehen. Nun noch zum Thema Plastik. Vor einigen Jahren habe ich durch Zufall Wasser aus einem Glasbecher, statt wie jahrelang vorher aus einem Plastikbecher getrunken und mich gewundert, warum das anders schmeckt. Nach entsprechenden Recherchen gibt es bei uns seit Jahren keine Flüssigkeiten aus Plastikflaschen mehr, der Tupperschrank wurde radikal ausgemistet und durch Glasware ersetzt. Als passionierte Biertrinker finde ich den Gedanken mein Bier aus einer Plastikflasche zu trinken inzwischen schlicht ekelhaft (wobei ich durchaus weiß, das Zusatzstoffe die zur Herstellung des Bieres verwendet werden, aber anschließend im Endprodukt nicht mehr nachweisbar sind, auch nicht deklariert werden müssen). Und wer sich noch ein wenig gruseln möchte, dem empfehle ich den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote (sein Großvater war in der Plastik produzierenden Industrie). Näheres findet sich auf der Internetseite Link zu Plastic Planet . Der Film wird auch vom Nabu und Bund empfohlen.

    Viele Grüße
    Michaele

    • Hallo Michael, halte es seit vielen Jahren so wie Du/Ihr-werde oft müde belächelt-was mich nicht im Geringsten stört oder davon abhält.Sah den Film und war beeindruckt. Wir Menschen können richtige Ferkel sein,eigentlich eine Beleidigung an das Tier. Noch mehr beeindruckt war ich von der Familie aus Österreich.Bin bei einer sehr altmodischen und konservativen Haltung meiner Großeltern stehengeblieben,welche sich jedoch bewährt hat:Esssenreste in Schüsseln usw.Teller drauf-hält natürlich nicht ewig!doch selten Schimmelbildung, wie im Plastik!
      Im Winter, bei entsprechender Kälte nutzte ich den BALKON als Kühlung.
      Dies zu diesem Thema.Und Du hast vollkommen Recht,ein kühles Bier aus einem Glaskrug, ein lecker Wein aus einem schönem Glas oder gar Prosecco aus der Flöte und Kaffee aus einer schönen Porzellantasse und erst Tee aus einer Schale,sind doch RITUALE!
      Herzliche Grüße und weiter so.Man tut, was man tut, in allererster Linie für sich selbst-und mitunter für sein gutes Gewissen, und wennn es dann noch einen Sinn ergibt,prima!

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