Lebensmittel

Dass unsere Lebensmittel oft eher Krank- oder Fettmacher, Chemiekeule oder Giftmüll heißen sollten, ist nichts Neues. Teilweise steht das sogar im Kleingedruckten auf den Verpackungen. Daraus werden allerdings nur studierte Chemiker schlau. Den längst überfälligen Versuch, die mysteriös verschlüsselten Inhaltsstoffe per simpler Ampel-Kennzeichnung für uns Verbraucher endlich verständlich zu machen, hat die EU mit tatkräftiger Unterstützung des deutschen Verbraucherschutzministeriums abblitzen lassen. Warum wohl? Weil die Lebensmittellobby, allen voran Konzerne wie Nestlé und Kraft Foods, nichts mehr fürchten als Transparenz und aufgeklärte Esser und Trinker …

Deshalb zahlen die Foodmultis populären Fußballnationalspielern und Sportstars gern üppige Werbehonorare, um ihren ungesunden Junk-, Süß-, Fertigfraß unters Volk zu bringen. Wenn so topfitte Idole Nutella, Milka und Bifi bewerben, dann muss das ja wohl gesund und leistungsfördernd sein … Wie sehr unser Verbraucherschutzministerium mit Marionetten der Lebensmittel- und Agrarlobbys besetzt ist, beweist der neueste Coup der Ministerin im März 2013: Dieser nennt sich vollmundig »Bündnis für Verbraucherbildung «, mit dem Ziel »Konsumkompetenzen von Schülern [zu] stärken«, v. a. im Bereich Ernährung. Die Sponsoren sind, jetzt kommt’s: McDonald’s, Edeka und Metro.Wie bitte?!? Mit dieser Kooperation ebnet das Ministerium dem größten Junkfood-Hersteller der Welt den Weg in deutsche Schulen und zu unseren Kindern. Na wunderbar! »Unverfrorener kann man den Bock nicht zum Gärtner machen«, sagt ein Foodwatch-Geschäftsführer. Und wer immer noch denken sollte »ach, so ungesund kann der Kram von Mäcky nicht sein«, der möge sich bitte einmal die US-Kino-Doku »Supersize Me« anschauen.

Ähnlich verlogen und korrupt wie das Verbraucherversch(m)utzministerium agiert Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB): Er startet eine Schulsport-Initiative, eigentlich eine gute, wichtige Sache. Aber wer ist der Sponsor? Richtig, der Weltmonopolist der Zuckerbrause, Coca-Cola! Aber Herr Bach hatte ja auch keine Probleme damit, die Olympiade 2008 entgegen jeglichen olympischen Grundsätzen im kommunistisch-diktatorischen China abzuhalten. Vermutlich schielt er auf den Posten von Jacques Rogge, dem derzeitigen Vorsitzenden des Internationalen Olympischen Komitees IOC, das genau wie die FIFA ihre Spiele an diejenigen Länder vergibt, die am meisten zahlen. Doch glücklicherweise berichten die Medien seit Jahren immer wieder ausführlich über Gammelfleisch, Schweinepest, Diabetes  anstieg, Etikettenschwindel, Massentierhaltung etc. Und auch Verbraucherschutzorganisationen wie foodwatch machen der Lebensmittelmafia das Lügen zunehmend schwerer.

Die Abgabe von Kommentaren auf dieser Website war in der Zeit von Mai bis Dezember 2013 möglich. Wir haben uns sehr über die vielen engagierten Beiträge gefreut. Aus zeitlichen Gründen können wir eine dauerhafte redaktionelle Betreuung nicht mehr aufrechterhalten, so dass wir die Blogfunktion ausgesetzt haben. Wir bitten um Verständnis.

  1. Guten Tag, ich habe mir die Links auf Ihrer Seite angeschaut und möchte nur anmerken, dass der „Lebegesund.de Versandhandel“ von der Sekte „Universelles Leben“ betrieben wird. Evtl. sollte man überdenken ob man durch einen Einkauf die Sekte wirklich unterstützen möchte.

    Gruss

    MR

    • Mir ist es egal in welche Kirche mein Bauer geht und zu welchem Gott er betet.

    • Online-Redaktion

      Das ist ein guter Hinweis. Danke für die Info. Wir schauen uns das gerne mal näher an.
      Wer mehr über diesen Hinweis erfahren will, sollte sich einmal den Wikipediaeintrag zur „Sekte“ anschauen:
      Universelles Leben
      Viele Grüße
      die Online-Redaktion

  2. Bevor noch jemand das Buch in den Müll wirft: schickt es lieber mir, denn ich versuche es seit Wochen in der Bibliothek auszuleihen! Leider ist es bereits mehrere male vorbestellt, ich weiß nicht ob ich es überhaupt noch in diesem Jahr lesen kann!

  3. Hallo Zusammen!
    In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass alle paar Wochen z.B. die Lebensmittelpreise drastisch steigen. Z.B. kostet die Butter, die ich immer kaufe und die schon recht günstig ist, inzwischen auch 1,19 € (250 g). Vor etwa einer Woche waren es noch 1,15€. Oder es wird angeblich sehr günstiges Hackfleisch (gemischt) angeboten. Bei näherem Hinschauen stellt man aber fest, dass der Angebotspreis zwar konstant geblieben ist, dann aber plötzlich keine 500 g mehr drin sind sondern nur 400 g. Oder auch WC-Papier. Gleicher Angebotspreis (angeblich Sparpack) aber nur noch 8 Rollen Inhalt, statt wie bisher 10 Rollen.
    Was ist denn da los? Meint die Industrie, wir merken nicht, dass wir täglich verarscht werden?
    Essen und Trinken muss ich ja wohl noch. Aber Manches, das ich gerne mal essen würde, muss ich von meinem Speiseplan streichen, weil ich es mir einfach nicht mehr leisten kann. Wie soll das eigentlich weitergehen? Und warum wundern sich dann Industrie und unsere Ministerin Aigner, dass viele Verbraucher überwiegend zu billig einkaufen und/oder Manches keinen Absatz mehr findet?
    Für mich z.B., die ich jeden Cent umdrehen muss, kann einkaufen bald zur Bedrohung der finanziellen Existenz werden. Und wer dann billiges „Zeugs“ essen muss und auf Lebensmittel zum Erhalt der Gesundheit vielleicht ganz verzichten muss, hat dann die A…..karte gezogen oder was?
    Es dauert hoffentlich nicht mehr lange und die Leute werden endlich auf die Barrikaden gehen, und diesem Wahnsinn den Kampf ansagen. Ich wäre auf jeden Fall dabei!
    Ihr auch???
    Viele Grüße aus der Kurpfalz

    • Hallo Sandra,

      die Preiserhöhungen haben viele Fassetten. Auf der einen Seite eine schöngerechnete Inflation, auch durch die Krise, wie auch Spekulationen bei den Rohstoffen. Weiterhin ist zu erwähnen das Nahrungsmittel immer mehr nachgefragt werden durch weltweiten Bevölkerungsanstieg. Nicht nur in meinem Garten hatte ich dieses Jahr durch Wetterkapriolen die schlechteste Ernte seit Jahren, auch die Bauern haben ähnliche Probleme (weniger Angebot).

      Eine weitere Fassette ist die Tatsache das Nahrungsmittel mit Treibstoffen konkurrieren. In allen Treibstoffen an der Tankstelle sind mindestens 5 % Biotreibstoffe aus ursprünglichen Nahrungsmitteln. Ackerflächen für Nahrungsmittel konkurrieren mit Ackerflächen für Biogasanlagen. Für Bauern ist es oft lukrativer Mais für Biogasanlagen anzubauen als Nahrungsmittel. Das hat Auswirkungen auf die Pachtpreise der Anbauflächen.

      Eine weitere versteckte Steuer auf alle Produkte ist die LKW-Maut. Die Spediteure legen diese Maut um auf ihre Preise, die Produzenten der Produkte legen diese erhöhten Transportkosten auf die Produkte um, die wir letztendlich mit dem Kauf der Produkte bezahlen.

      Sicher wollen auch die Hersteller wie auch die Händler immer mal ihren Gewinn erhöhen. Ich denke aber das ist das kleinste Problem.

      Viele Grüße
      Jan

      • Hallo Jan!
        Was möchtest Du mir mit Deinem Kommentar denn mitteilen?
        Das meine Aufregung unberechtigt ist?
        Hoffentlich nicht.
        Viele Grüße aus der Kurpfalz

        • Hallo Sandra,

          ich dachte mir nur das es hilfreich sein kann, wenn man weiß worüber man sich aufregt. Welche Konsequenzen man daraus zieht ist sicher jedem selbst überlassen.

          Das war ja auch keineswegs vollständig von mir, nur das, was mir spontan eingefallen ist.

          Bspw. was die Fassette der Spekulationen mit den Rohstoffen betrifft, bei Foodwatch war diesbezüglich erst eine Petition, welche auch hier erwähnt wurde. Proteste in Form von Demonstrationen gibt es auch dazu. Während die einen sich aufregen sind andere tätig, weil sie die Ursachen hinterfragen. 😉

          Viele Grüße

          Jan

          • hallo Jan,
            ich verstehe Sandra und finde Deine Antwort wirklich nicht soo besonders hilfreich, auch wenn es stimmt, dass die Ernten schlechter waren etc.
            Was soll man denn für „Konsequenzen“ daraus ziehen, wenn alles teuerer wird? Was für eine Wahl hat man dann?
            Selber anbauen ist auch nicht für jeden eine Lösung.
            Trotzdem sollte man, wenn man schon antwortet, mehr auf die Fragen eingehen und man macht es sich auch relativ einfach, mit dem Finger per Mausclick zu demonstrieren.. das kann jeder machen, so oft er will, aber man muss es nicht als soo toll hinstellen.
            ich glaub, in dem Moment des Einkaufens interessiert das „warum“ relativ wenig und man ist etwas „angesäuert“, weil alles teuerer geworden ist. Ich finde, es sollte okay sein, dass man sich auch mal aufregt.. damit haben leider ganz viele Leute ein Problem.
            Und manchmal ist es auch ein grundsätzliches Frau/Mann Problem. Wir wollen uns aufregen (dürfen), ohne dass man uns sachlich erklärt warum Dinge sind, wie sie sind – das ist uns nämlich manchmal in dem Moment „völlig egal“ – das schmälert es überhaupt nicht, dass man mal kurz wütend ist.
            Ich glaube, Sandra hat einfach gemeint, Lebensmittel sind teuerer geworden und der Inhalt der Packungen kleiner und sie kann sie sich bald so nicht mehr leisten. Wenn das alle paar Wochen, Monate.. passiert, fühlt man sich halt irgendwann verarscht.
            Ich trank wegen manchmal Eisenmangels einen bestimmten Saft. Der war mal bei 1,29 und man konnte zusehen, wie er alle paar Monate teuerer wurde – jetzt bei 1,89. Ich kauf den nicht mehr. Ich könnte ihn mir noch „leisten“, aber ich mag nicht. Dann halt nicht. Aus Prinzip. Ich versuche den Mangel anders auszugleichen. Das geht aber bei manchen Dingen nicht… wenn die finanzielle Lage generell schwierig oder eng ist und man sparen muss. Deswegen nützt es dann wenig, die Gründe dafür aufzuzählen. Also: ja Sandra hat recht, es ist oft in den Packungen weniger drin als vorher und die Preise steigen. Das mit den Packungen ist ziemlich dreist. Darüber soll man sich also nicht aufregen? Ich könnte auch noch mehr und andere Aspekte schreiben, aber ich tu´s nicht.
            Viele Grüße,
            Angie

          • Hallo Angie,
            ich dachte das ist ein Konsumentennavi wo wir gegenseitig uns mit Informationen ausgleichen. Für Frust abzubauen gibt es anderes.

            Konsequenzen sind doch ganz einfach. Am Sonntag sind Wahlen bspw. Einfluss kann man auch nehmen mit seinen Kaufentscheidungen. Mit jeder Tankfüllung sorgt ihr dafür dass eure Lebensmittel teurer werden. In anderen Ländern hat das dramatische Auswirkungen! Da hungern bzw. verhungern Menschen. Egal, verzichten auf Bequemlichkeit sollen doch die andren. Immer schön weiter ignorant und borniert durchs Leben gehen.

            In der Kirschenzeit waren hier im Supermarkt Kirschen aus Südafrika im Angebot. Ich habe einige gesehen die diese gekauft haben. Ich nicht. Ich musste die auch nicht anbauen. Die Bäume standen am Wegesrand keine 500 m weg vom Supermarkt. Ich hatte 4 Wochen etwa jeden Tag eine kostenlose Mahlzeit. Derzeit esse ich fast jeden Tag eine Mahlzeit mit Brombeeren die ich weder anbaue noch kaufe. Man muss nur mit offenen Augen seine Umwelt wahrnehmen.

            In keinem Land in Europa wird so wenig für Lebensmittel ausgegeben im Verhältnis zum Einkommen wie in Deutschland. Auto muss sein, Kleidung, wo das Etikett für den 10 fachen Preis sorgt muss sein, immer das neueste Smartphone muss sein. Aber wenn es um das geht, was wirklich wichtig ist, da wollt ihr auf die Barrikaden gehen. Mein Beileid! Wohlstandscholerik nenne ich das!

            Ihr seit so geizig für eure Lebensmittel das unsere Bauern sich mit einem 2. Job über Wasser halten müssen um über die Runden zu kommen. Bäcker sterben aus weil Aufbackdiscounter billiger sind. In Schlachtereien sind feudalistische Zustände zurückgekehrt um euch mit billigen Tierleichenteilen zu versorgen. Egal, Hauptsache weiter billig, damit genug Geld für das Unwichtige übrig bleibt.

            Jeder gibt sich selbst seinen Wert.

            Viele Grüße
            Jan

          • 11% geben wir heute von unserem Einkommen durchschnittlich für unsere Lebensmittel aus.

            Unsere Großeltern mussten noch 47% ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. (Quelle: Terra X, Deutschland, wie wir leben.)

            Aus der Erinnerung, Quelle unbekannt, eine Tankfüllung E10 enthält so viele ursprüngliche Lebensmittel, um eine 3 köpfige Familie 2 Monate lang zu ernähren. Anderes Benzin entsprechend die Hälfte.

  4. Hallo,

    Fukoshima ist ja nun in der Presse wie auch im öffentlichem Interesse verblasst. Leider wohlgemerkt. Damals, es aktuell war, ich kann mich an die Quelle nicht erinnern, wurde in unseren Medien angemerkt, dass man Fische aus den Fischfanggebieten 61 wie auch 67 meiden sollte.

    Wie sich das im Meer verdünnt kann ich sicher nicht beurteilen. Ich zweifle aber daran das dies unabhängig erforscht wird. Wie lange dieses verseuchte Kühlwasser strahlt ist ja bekannt.

    Auch wenn ich keinen Fisch esse ist es ein Hobby von mir in Geschäften das Kleingedruckte zu lesen. Dabei sind mir in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Geschäften bei Fischprodukten, wie Fischstäbchen und dieser Fisch zum überbacken wie auch anderen, diese Fanggebiete aufgefallen.

    Ich denke es gibt noch viele weitere Gründe grundsätzlich auf Fisch zu verzichten. Omega 6 Fettsäuren sind kein Argument. Dafür gibt es das heimische Leinöl!

    Viele Grüße

    Jan

  5. Hallo, nach wenigen Wochen Auszeit und inneren Rückzug, habe ich diverse vegetarische Kochbücher gefunden und ausprobiert.Nun zwei neue, interessante Buchtipps von mir für Interessierte:Die Essenvernichter(wie Taste the Waste) von Stefan Kreutzberger/Valentin Thurn:Warum die Hälfte aller Lebensmittel im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist.
    Wirklich sehr aufschlussreich und mit ganz vielen brauchbaren Links und Addressen.
    Kaufen fpür die Müllhalde von Jürgen Reu´/Cosima Dannoritzer:Das Prinzip der geplanten Obsolenz,eine Berliner Filmemacherin recherchierte 3 Jahre, Film,DVD, in 21 Ländern, 150 Festivals gezeigt, heimste zu Recht 13 Dokumentarfilmpreise ein.arte-Produktion,in zahlreichen Blogs und foren im Internet.:www.boutique.artetv/pret-a-jeter,nicht von der französischsprachigen Website abschrecken lassen,DVD hat eine deutsche Tonspur.
    Das buch wurde aktualisiert mit vielen Nachweisen und Quellenangaben,orange press Freiburg 2013.Die Filmemacherin arbeitet beretis am nächsten Filmprojekt:Über den illegalen Handel mit Elektroschrott.Viel spaß beim lesen und noch einen Restsommer.Gruß PK-
    Ziehe mir nach Maischberger(da standen mir allerding die Haare zu Berge,Hannes hat sich souverän und glaubwürdig gehalten) nun Riverboat hinein.

  6. Guten Tag,

    ich möchte als Mama meine Bedenken zu Thema äussern. Set dem ich die Verantwortung für einen kleinen Menschen trage, haben sich meine Vorstellungen vom Leben völlig verändert.
    Ich selbst hatte, das Glück in meiner Kindheit zu erfahren was Selbstversorgung ist und wie sie schmeckt. Nun stelle ich schmerzlich fest, das mein Kind diese Erfahrungen nicht machen wird. Aber, was mich richtig wütend macht ist, das man ansonderlich ist, wenn man auf seine Ernährung achtet. Das schlimmste an der Kita ist, das Essen. Von Anfang an habe ich mich darüber bescherd. Bitte, nur Wasser und kein Fleisch/ Süssigkeiten für mein Kind. Und da sind sie wieder, diese Blicke. Meine Kind wird bemitleidet, da es ja keine süssen Sachen essen darf. Und ich werde mit dem „schlechte Mamiblick“ scharf angesehen.
    Und überall wo man mit dem Kind hin kommt wartet schon etwas Süsses für das niedliche Kind. Ich sage nein kein Süsses und schon heißt es das arme Kind…etc.
    Wann ist es normal geworden so unmengen an Zucker in unsere Kinder reinzuschieben?
    Es ist nachgewiesen, das Zucker abhängig macht und Gift für den Menschen ist. Und trotz diesen Wissens stopfen wir es in unsere Kinder rein. Wieso ist es so schwer in einer Kita vegetarisches Essen anzubieten? Man unterstützt lieber eine ungesunde Ernährung und schafft somit Kosten für die Krankenkassen. Kinder werden mit 4 schon beim Zahnarzt die Karies durchzogenen Zähne gezogen, Diabetes wird zur Volkskrankheit…. Was ist da passiert? Vom Selbstversorger zum blinden Daueresser.

  7. Ich möchte hier gerne auf einen sehr fundierten, umfassenden Vortrag zum Thema Fleisch, aber auch über Milch, Eier und Fisch hinweisen. Dieser enthält zwei Kurzfilme. Das Einzige, was ich bemängeln würde, ist das, was über Eier gesagt wird. Ansonsten kann ich diesen Film nur empfehlen. Es geht darin auch um gesundheitliche Aspekte.

    Vortrag auf Youtube

    Viele Grüße
    Anna

  8. Hallo,
    wieder steckt die Geflügelfirma „Wiesenhof“ in der Falle. Eine neue Tierschutzorganisation namens „SOKO Tierschutz“, hat filmen können, wie die Puter „ausgestallt“ werden, d.h., die Tiere werden vom Stall in den LKW verladen, was in diesem Falle heißt, GETRETEN!
    Nach dem Skandal – Filmbeitrag von „Report Mainz“ (ARD) vor 2 Jahren, wo die Puter auf grausame Weise in die LKW´s getreten wurden, wollte man mal schauen, ob der Chef von Wiesenhof ( Peter Wesjohann) seine Versprechen, diese Vorgehensweise sofort zu ahnden und zu ändern, eingehalten hat. Was soll ich sagen? NEIN, hat er nicht! „SOKO Tierschutz“ machten Aufnahmen, es waren die selben Zustände wie vor 2 Jahren!
    Deshalb kann ich WERDER BREMEN nicht verstehen, wie kann man diesen Sponsor haben? Es gab von den Fans und auch von uns Tierschützern bittere Proteste und Demos, aber das Geld war wieder der Sieger ( dafür WERDER um so weniger Sieger auf dem Platz, wenn das man nicht am Sponsor liegt…). Ich bin WERDER-Fan, aber wenn der Sponsor derart umstritten ist, dann sollte man auf seinen Ruf achten und nicht auf die Millionen schielen.
    Und wieder hat Wiesenhof Verbesserungen versprochen, aber glauben tut das jetzt wohl keiner mehr.
    Kennt jemand diese neue Tierschutzorganisation (SOKO Tierschutz) näher?
    Biggi

    • Hallo Biggi,

      dIe Tiere werden nicht gequält durch die Firma Wiesenhof meiner Meinung nach, sondern von Verbrauchern, die kein Wertbewustsein für ihre Lebensmittel haben. Das ist doch nur Spitze des Eisberges Namens industrielle Massentierhaltung, die zufälliger Weise mal ans Licht kommt.

      Würde es vernunftbegabte Menschen geben wäre diese Firma längst Insolvent.

      Viele Grüße
      Jan

    • Hi Biggi,

      Wiesenhof steht bei uns schon lange nicht mehr auf der Einkaufsliste. Wir kaufen unser Geflügel längst schon von einem Hof aus der unmittelbaren Umgebung. Somit wissen wir also was auf unserem Teller landet… Pute allerdings ist längst schon nicht mehr dabei.

      Was Werder Bremen da macht ist auch mir unverständlich, wobei ich sagen muss das mich Fussball im allgemeinen nicht interessiert…

      Gruß
      Peter S.

      • Hallo!
        Wiesenhof habe ich auch gestrichen.
        Und als ich vor einigen Wochen im TV gesehen habe, wie Chicken Nuggets hergestellt werden, musste ich fast k……..
        Nun habe ich also auch diese vom Speiseplan gestrichen, egal welche Marke.
        Es kommt bei mir nur noch frisches Huhn auf den Tisch.
        Direkt beim Züchter kaufen wäre mir ja noch viel lieber, ist aber für mich hier nicht machbar.
        Deshalb schaue ich auf Qualität so gut es geht.
        Viele Grüße aus der Kurpfalz.

    • Du fragst, wer SOKO Tierschutz ist. Ich kann Dich nur dringend davor warnen. Ich habe gedacht dass wären Ehrenmänner mit viel Mut und habe auch gespendet. Aber vor wenigen Wochen bin ich in Augsburg dort vorbeigefahren, weil ich mehr wissen wollte. Das ganze ist ein Fake. Das Büro ist nur eine Scheinadresse. Bei den Filmen bin ich mittlerweile sicher, dass das aus Filemen von PETA zusammengeschnitten worden ist und mit neuen Kommentaren von Friedrich Mülln oder auch Müller ergänzt. Ich versuche jetzt meine Spenden zurückzubekommen, aber da rührt sich nichts. Ich bin stinksauer, dass ich so einem Spendenabzocker auf den Leim gegangen bin. Mich wundert nur, dass von den Journalisten, die alle den Film so einfach übernommen haben, niemand auch nur ansatzweise hinter die Kulissen geschuat hat. Echt tragisch, wie gutgläubige Menschen sich so einfach ausnutzen lassen. Ich werde zukünftig viel genauer hinschauen, wem ich mein Geld anvertraue.

    • SOKO Tierschutz scheinbar alles nur Spendenpropaganda. wer-weiss-was.de

    • Die SOKO Tierschutz ist ein ganz kritisch anzuschauender Verein. In verschiedenen Foren wird auf die Nähe zur NPD hingewiesen. An anderen Stellen wird über die Spendenabzockerei berichtet. Fest steht, dass die SOKO Tierschutz von Friedrich Mülln und Stefan Bröckling betrieben wird und diese beiden schlimmen Finger gehörten vorher zur PETA Organisation, bevor sie dort rausgeflogen sind.

      TAZ.de

  9. Hallo zusammen,

    will mal schneller sein wie Herr Jaenicke (ätsch 😉 ) !

    Bitte weiter sagen und mitmachen.

    Foodwatch.de
    Investmentbanken spekulieren an den Börsen weltweit mit Agrar-Rohstoffen. Das kann die Preise für Nahrungsmittel drastisch in die Höhe treiben – und damit Menschen in armen Ländern in den Hunger. Wir sagen: Schluss mit der unmoralischen Zockerei! Die Banken müssen jetzt handeln und auf die Rohstoffgeschäfte vorsorglich verzichten – denn die Anhaltspunkte, dass diese Finanzgeschäfte zu Hungerkrisen beitragen, sind erdrückend. Die Deutsche Bank, als eine der größten Investmentbanken der Welt, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und aus der Agrar-Spekulation aussteigen. Schreiben Sie jetzt direkt an die Vorstandsvorsitzenden, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, und fordern Sie die Deutsche Bank zum Ausstieg auf!

    foodwatch hat diese E-Mail-Aktion am 15. August 2012 gestartet.

    Eine Protest-Mail an Josef Ackermann, den Vorgänger von Jürgen Fitschen und Anshu Jain, hatten bis Juni 2012 zudem fast 64.000 Menschen unterzeichnet.

  10. Hallo an alle die gern mal ein Stück Fleisch von ungequälnten Rindern essen.

    Ich habe auf einem Videokanal im I-Net einen kleinen Film über „tierschonendes Schlachten“ gesehen, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

    Hier der Link:
    Film über Tierschonende Schlachtung

    Gruß, Peter S.

    • Tierschonende Schlachtung? Genauso blöd wie humane Vergewaltigung!

  11. Sehr geehrter Herr Jaenicke,
    sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
    mit Freude lese ich gerade das Buch „Die große Volksverarsche“. Vielen Dank für die vielen praktischen und übersichtlichen Tipps!
    Bislang fiel mir nur eine Sache auf: Leitungswasser wird von Ihnen als durchweg bessere Variante beschrieben, um seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Dem muss ich widersprechen, denn beim Leitungswasser gibt es in Deutschland extrem große Qualitätsunterschiede. Es gibt Städte und Gemeinden, die über gute Trinkwasserquellen verfügen (vor allem in den Mittelgebirgen und Gebirgsregionen) und andere, deren Trinkwasserquellen eher von schlechterer Qualität sind. Letzteren werden in den verantwortlichen Wasserwerken mehrere Chemikalien – Chlor zur Desinfektion, Kaliumpermanganat zum Ausfällen von Mangan, um nur wenige hier zu nennen – beigemengt, um auf die erforderlichen, strengen Grenzwerte zu kommen, bevor das Wasser über das kilometerlange Leitungssystem zum Konsument gepumpt wird. Weil der Wasserverbrauch in Deutschland dank wassersparender WC-Spülungen und wassersparender Haushaltsgeräte kontinuierlich zurückgeht, ist der Durchfluss des Trinkwassers durch das Leitungssystem deutlich geringer geworden. Dies birgt mehrere Risiken, unter anderem das Risiko, dass Schwermetalle aus den Rohrleitungen ins Trinkwasser geraten. Ein konsequenter Rückbau ( Verkleinerung des Rohrdurchschnitts) würde Abhilfe schaffen, wird aber aus Kostengründen (Gewinnminimierungsgründen) nicht durchgeführt. Quellwasser in Glasflaschen ist daher in solchen Regionen, in denen dem Trinkwasser viele Chemikalien zugesetzt werden müssen, auf jeden Fall vorzuziehen.
    Um Leitungswasser qualitativ zu verbessern, gibt es zahlreiche Anbieter von Umkehrosmoseanlagen (spezielle Filteranlagen) für den Hausgebrauch mit stark schwankender Qualität. Um eine zuverlässige und wirksame Umkehrosmoseanlage im eigenen Haus zu betreiben, muss man tief in die Tasche greifen und laufende Kosten für Wartung und Pflege sowie regelmäßige Filterwechsel einplanen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thora D.

  12. Programmcouch! 😉 Zu der Reportage „Das Steinzeitrezept“ noch eine Anmerkung von mir. Dort wird gesagt wir können Fleisch essen. Sicher, das ich würde auch nie abstreiten. Und wie er selbst sagt in der Doku, man kann das auslegen wie man will. Wer aber mehr wie 300 Gramm pro Woche verzehrt gehört bereits zur Risikogruppe für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Wer jeden Tag Fleisch verzehrt verkürzt sein Leben um mindestens 20 Jahre. Ich denke dass unsere Vorfahren auch nur bequem waren. Es war immer leichter zu Jagen als Beeren bspw. zu suchen, und Ackerbau, da muss man ja Monate warten eh man einen Erfolg sieht. Wer meint das er von der Natur aus dafür ausgelegt ist Fleisch zu essen, sollte mal probieren ohne Waffen ein Tier zu Jagen, ohne Werkzeug das Tier zu töten und nur mit Händen und Gebiss es zu zerlegen wie auch ohne Feuer und Gewürze dies zu essen. Schon mal ein Raubtier mit Waffen, Grill und Messer gesehen? Ich nicht. Ansonsten ist die Doku genial.

    Gammel ade ist eine gute Motivation industriell Verarbeitete Lebensmittel zu meiden und selbst zu Kochen.

    Mo, 2. Sep · 22:15-23:00 · RBB
    Das Steinzeitrezept

        

    Kurzbeschreibung
    Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen

    Beschreibung
    Eine neue Sicht auf den Körper elektrisiert Wissenschaftler weltweit: die Evolutionsmedizin. Krankheiten versucht sie aus unserer Entwicklungsgeschichte zu verstehen. Was kann man tun, um heute gesund zu bleiben? Die Dokumentation liefert einen verblüffend neuen Blick auf Zivilisationskrankheiten und mögliche Therapien.

    Fr, 16. Aug · 12:45-13:30 · PHOENIX

    Gammel ade

           

    Kurzbeschreibung
    Lebensmittel ohne Verfallsdatum?

    Beschreibung
    Die massenhafte Konservierung von Nahrungsmitteln hat die Lebensmittelbranche einst revolutioniert. Was mit einfachem Pökeln und Erhitzen begann, hat sich immer mehr zu einer Hightechindustrie gewandelt.

    Die Nachfrage nach neuen Konservierungstechniken steigt, denn nur haltbare Lebensmittel können sicher und vor allem im großen Stil verfügbar sein – meinen die Hersteller. In Entwicklungsländern verdirbt beinahe die Hälfte der Nahrung auf dem Weg zum Verbraucher.

    In Europa hingegen wird Obst und Gemüse, das im Laden einwandfrei aussah, über Nacht gammelig.Die europäischen Verbraucher können sich den Grundsatz leisten: Im Zweifel lieber weg damit. In den ärmeren Gegenden der Welt geht das nicht. Nanomaterialien, Bestrahlung von Lebensmitteln, lückenlose Kühlketten und vor allem neue Konservierungs- und Zusatzstoffe spielen eine immer größere Rolle. Lebensmittelforscher stehen vor großen Herausforderungen. Sie versuchen Haltbarkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Nahrungsmitteln zu vereinbaren. Dafür entwickeln sie unter anderem nicht-chemische und angeblich gesündere Konservierungsstoffe und -methoden. Aber auch Hilfsmittel, mit denen der Verbraucher eindeutig erkennen kann, ob die Kühlkette für ein Produkt unterbrochen war oder ob es sogar nach dem Verfallsdatum noch genießbar ist, sind im Kommen.

    Die Dokumentation „Gammel ade“ fragt nach: Weiß man schon genug darüber, welche Auswirkungen die Bestrahlung von Lebensmitteln sowie Zusatz- und Farbstoffe im Essen wirklich haben? Und: Welche Konservierungsmethoden funktionieren im Alltag der Verbraucher, welche nicht?

  13. Ich möchte folgenden Beitrag zum Fair-Trade-Handel bekannt geben. Das ist erschreckend und traurig. Ich schließe mich damit der Meinung an, dass generell nur eine Umstelleung der Lebensweise, sprich der Verzicht, Abhilfe schafft. Siegel, ganz gleich welcher Art, nützen leider sehr wenig. Bedauerlich aber wahr. Siehe Beitrag hier: arte: Der faire Handel auf dem Prüfstand

    • Hallo Herr Wilbrecht,

      ihr Beitrag ergänzt meinen sehr gut. Danke. Da viele Menschen auf dem Land noch kein Breitbandinternet haben ist diese Zielgruppe durch meinen Beitrag versorgt.

      Nein, bitte keine voreiligen Schlüsse. Fair Trade ist immer noch besser als andere Produkte daher immer noch zu empfehlen. Nur sollte man sich beim Fair Trade Siegel nicht allein vom Siegel blenden lassen. Ich habe die Reportage gestern nur nebenbei gesehen, da ich nebenbei arbeiten musste. Unilever meide ich eh seit Jahren. Ich habe sie aber für morgen schon programmiert und werde sie aufnehmen und daraus eine DVD machen, womit ich im Bekanntenkreis mir Reflektionen holen möchte und noch mal genau schauen welche Siegel dort kritisiert wurden. Bei mir betrifft das nur Kaffee. Dann werde ich sehr wahrscheinlich wenn ich mal Zeit habe im Internet recherchieren und meinen Kaffee auf den Prüfstand stellen und evtl. wechseln.

      Ich hoffe doch sehr, dass durch diese Reportage die Betreiber des Siegels mit ihrer Kommerzialisierung ausgebremst werden. Wir sollten da am Ball bleiben und abwarten wie sich das entwickelt.

      Verzicht, das ist so böses Wort wo viele Menschen sich verschließen. Beim Konsum geht es doch auch oft darum seine Gewohnheiten zu bedienen, Gier zu befriedigen und in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz dazu zu gehören. Sicher sind dies alles sehr fragwürdige Gesellschaftsparadigmen.

      Ich plädiere eher für Umdenken, Gewohnheiten in Frage stellen. Damit muss man nicht verzichten, im Gegenteil, man kann damit seine Lebensqualität wesentlich verbessern. Beispiel Lebensmittel: Klasse statt Masse. Wer nicht selbst anbauen kann muss noch lange nicht sich grundlegend im Discounter oder Supermarkt versorgen. Regionale Biobauern liefern sogar nach Hause. Wir alle hier haben Internet, das kann das Suchen enorm erleichtern und Kontakte herstellen. Wenn wir dann noch unsere Gewohnheiten anpassen und weniger Lebensmittel entsorgen ist der Biobauer sogar noch billiger wie der Discounter und man kann das gesparte Geld bspw. in gute Kleidung investieren. Ich brauche jetzt mal eine neue Jeans. Das wird eine aus Hanf die ich mir anfertigen lasse. Das könnte man endlos fortsetzen.

      Viele Grüße

      Jan

      • Apropos Jeans:
        Im November, also in diesem Monat, wird es eine Öko-Jeans aus deutscher Produktion mit Öko-Baumwolle aus der Türkei bei real geben.
        Achtet mal auf manomama.de, die in Augsburg produziert.
        Reine Baumwolle, ohne Strechanteil oder Kunststofffasern, so daß man die Jeans problemlos recyceln kann.
        In ihrem Online-Shop, der in den nächsten Tagen noch ausgebaut wird, gibt es auch Gürtel etc.

    • Hallo zusammen,

      ich habe mir die Reportage angesehen mit voller Aufmerksamkeit. Fair Trade ist doch gar nicht so schlecht weg gekommen. Lediglich die Rainforest Alliance (http://de.wikipedia.org/wiki/Rainforest_Alliance) ist fragwürdig und sollte boykottiert werden. Bei Wikipedia sind die Firmen erwähnt.

      Die Holländerin mit der großen Bananenplantage, sicher widerspricht die Produktionsweise unseren Vorstellungen, auf der anderen Seite, wie soll der wachsende Bedarf sonst befriedigt werden? Die verlangten Standards wurden eingehalten.

      Das der Gründer von Fair Trade sich den Fragen entzogen hat würde ich nicht überbewerten. Über die Gründe kann man nur spekulieren, aber ich gehe davon aus, dass keine Organisation oder Firma einem Interview zustimmt, wo das Thema seitens der Anfragenden verheimlicht wird. Auch hatte ich den Eindruck das die Reporter etwas übermotiviert waren. Wer einen Fehler sucht, wird auch immer einen finden.

      Ich muss mein Konsumverhalten nicht verändern. Für alle anderen würde ich empfehlen Fair Trade Produkte nicht im Discounter und nicht im Supermarkt zu beziehen und den Fairtrade- Code auf der Verpackung auch mal auf der Internetseite zu hinterfragen wie auch, wenn die Informationen ungenügend sind, sich nicht davor scheuen dies zu bemängeln und bei Fair Trade Informationen anzufordern.

      Aber bloß nicht in Dualismus verfallen. Auch ich gehe jeden Monat ein Mal in den hiesigen Supermarkt, aber habe dort noch nie mehr wie 20 € ausgegeben. Ich kaufe dort nur einzelne Sachen zu. Auch ist ein Fair-Trade-Kaffee, bspw. aus dem Discounter, immer noch besser als ein normaler Kaffee. Ich kann hier viel schreiben, letztlich sollte das Konsumverhalten sich danach richten, was jeder vor Ort für Möglichkeiten hat. Es wäre ebenso ökologischer Wahnsinn, wegen einem Produkt im Bürgerkäfig (Spitzname für Pkw bei Radfahrer) unnütz extra zu fahren. Ich beziehe meinen Kaffee auch aus einem Geschäft das 70 km entfernt ist. Allerdings fahre ich dort hin mit dem Fahrrad in Verbindung mit der Bahn und erledige noch andere Wege. Extra wegen dem Kaffee würde ich das nicht machen. Für mich gilt Bedarf(brauch ich das wirklich?)-Regional-Bio-Fair Trade. Je mehr von den 4 Aspekten von einem Produkt erfüllt werden, umso mehr wird es favorisiert.

      Nur meine Meinung dazu, die wie immer keinen Anspruch erhebt. Andere Meinungen oder Ergänzungen willkommen.

      Viele Grüße

      Jan

      • Ich habe bei Aldi Nord einen Fair Trade Kaffee gesehen ohne Fair Trade Code (ganze Bohnen, Automatenkaffe für 9,99 € das kg) . Das Personal war mit meiner Nachfrage nach dem Code überfordert und eine Mail an Aldi blieb bisher unbeantwortet. Hab mal bei Fair Trade auf der Homepage die ganzen Kaffees durchsucht, auch bei Real bin ich fündig geworden, wo man keine Infos bekommt. Ich würde solche Produkte nicht kaufen!

  14. Ich habe eben eine Reportage gesehen und für euch hier eine Wiederholung gefunden. Keine heile Welt bei Fair Trade. Das habe ich auch nicht erwartet.

    An dieser Stelle noch ein Tipp von mir. Man kann auch sich bestimmte Erzeugnisse, ich mach das bspw. bei grünem Tee, Olivenöl, Kurkuma wie auch Quinoa usw., direkt vom Erzeuger schicken lassen. Damit kann man meiner Meinung nach mehr erreichen vor Ort. Ich kenne jeden Bauern persönlich und habe die Anbaubedingungen mit eigenen Augen gesehen. Man muss nicht immer in Mallorca Urlaub machen und kann berufliche Auslandsaufenthalte auch anders nutzen. Diese Reportage bestätigt mich. Die meisten Gewinne an den Produkten haben nicht die Erzeuger, mit Eigeninitiative kann man dies aber umgehen. Wir sind nicht abhängig von den Supermärkten vor Ort, wir machen uns abhängig aus Bequemlichkeit.

    Do, 8. August · 08:55-10:16 · arte
    Der faire Handel auf dem Prüfstand

    Beschreibung:

    Immer mehr Gütesiegel für fairen Handel drängen auf den Markt und werden vom Verbraucher positiv aufgenommen. 2012 wurden über fünf Milliarden Euro mit fairen Produkten umgesetzt. Aber ist wirklich immer fair drin, wo fair draufsteht? Der Filmemacher Donatien Lemaître besuchte Plantagen in Mexiko, in der Dominikanischen Republik und in Kenia. Die investigative Dokumentation deckt auf, wie internationale Konzerne versuchen, mit Hilfe des Fair-Trade-Konzepts ihr Image aufzubessern – zulasten der Kleinproduzenten und ihrer Angestellten.

    Das Geschäft mit Fair-Trade-Produkten boomt: 2012 betrug der Umsatz fünf Millionen Euro, Tendenz steigend. Die neue Konsumeinstellung ist gut für das Gewissen und für die Finanzen. Konsumieren ja, aber bitte fair!, so lautet das Motto des fairen Handels. Wenn der Verbraucher ein Produkt mit Fair-Trade-Siegel in seinen Einkaufswagen legt, dann trifft er damit eine Entscheidung, deren Konsequenzen am anderen Ende der Welt spürbar sind: In Afrika oder Lateinamerika werden Kleinbauern angemessen für die Produktion von Rohstoffen vergütet. Entgegen der Logik der globalisierten Wirtschaftsordnung werden sie so nicht von Importeuren und Großhändlern ausgebeutet. Eine schöne Theorie. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

    Seine Recherchen ergaben, dass das Konzept aufgrund seines Erfolgs auch von den PR-Experten internationaler Konzerne aufgegriffen wird, die damit zulasten der Kleinproduzenten ihren Namen „grünwaschen“ – und das ist sicher nicht im Sinne der Erfinder des Fair-Trade-Gütesiegels.

  15. Hallo Alle zusammen,

    ich möchte hier mal zwei sehr informative Bücher zum Thema Lebensmittel unters Volk bringen.
    1. >Symbiose der Macht – Das Kartell der medizinischen „Irrtümer“Garantiert gesundheitsgefährdend – Wie uns die Zucker-Mafia krank macht< von Hans-Ulrich, bekommt man in jeder guten Buchhandlung.
    Link zum Buch

    Beste Grüße
    Volker

    • Hallo Volker,

      wegen dem Buch über Zucker, ich kenne das zwar nicht, aber den Autor, und für den lege ich die Hand ins Feuer und unterstreiche deine Empfehlung. Kenne ihn aus Reportagen wie „Hopfen und Malz verloren“ wie auch „Da wird mir übel“ und alles was er da gesagt hat würde ich unterschreiben! Ich nutze Zucker, wenn, dann unraffinierten Rohrzucker, nur als Gewürz (weniger wie 100 g pro Jahr), betrifft mich nicht.

      Zu dem anderen Buch habe ich diesen Link gefunden:
      Link zum Buch

      Ist es das?

      Viele Grüße

      Jan

      • Hallo Jan,

        das ist der richtige Link zu dem Buch. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte den Link mit eingefügt er kam beim Übertragen dann abhanden. Soviel ich weiß, kann man das Buch (im Neuzustand) nur direkt beim Verlag beziehen. [Link von der Online-Redaktion gelöscht.]
        Beste Grüße

        Volker

        • Hallo Volker,

          die Seite ist recht dürftig. Kannst du uns über das Buch etwas schreiben, worum es da geht?

          Viele Grüße

          Jan

          • Hallo Jan,

            Du hast vollkommen Recht, die Seite ist mehr als dürftig. Ich hatte einen Link der zu einem TV-Gespräch mit Autor führte mit eingestellt, der wurde aber leider gelöscht. Schade. Deshalb versuche ich es anders. Gib doch mal den Buchtitel, ohne Zusätze, bei Google ein. Der zweite Eintrag enthält eine sehr gute, treffende und umfangreiche Inhaltsangabe, die ich so nicht hinbekommen würde. Das Video ist ebenfalls sehr sehenswert.

            Beste Grüße

            Volker

          • Hallo Volker,

            Danke. Ich werde mir das Buch vormerken für den Winter und will noch die Meinung einer Freundin abwarten, einer Ärztin, die aber kein Wissensspeicher ihrer Uni ist. 😉

            Zu dem Thema „Zucker“ noch ein Programmtipp von mir. Die Doku geht zwar sehr zurückhaltend mit Kritik um, aber zeigt sehr gut wo überall Zucker und unter welcher Bezeichnung in Lebensmitteln versteckt ist.

            Sendetermine:

            EinsPlus
            15.08.2013 08:00-08:45

            EinsPlus
            16.08.2013 04:15-05:00

            EinsPlus
            17.08.2013 01:20-02:05

            Die Story – Wie gefährlich ist Zucker wirklich?

            Beschreibung
            Wir Deutsche essen mehr als 34 Kilo Zucker pro Jahr. Aber welche Folgen hat das? Macht Zucker süchtig oder gar krank, wie es inzwischen viele Wissenschaftler annehmen? Die Dokumentation folgt dem Alltag einer norddeutschen Familie und beobachtet deren Ess- und Einkaufsgewohnheiten, um zu zeigen, dass Zucker überall zu finden ist – häufig vor allem versteckt. Mediziner, Ernährungs- und Suchtexperten liefern den neuesten Stand der Forschung. Und das Bundesernährungsministerium wird mit der Frage konfrontiert, warum in Deutschland vor den Folgen des übermäßigen Zuckerkonsums nicht gewarnt wird.

            Zusätzliche Information
            Film von Ute Jurkovics und Christine Buth

            Viele Grüße

            Jan

          • Hallo Jan,

            vielen Dank für die Programmempfehlung, ich habe gerade in der ARD-Mediathek mal kurz in die Sendung reingeschaut und habe festgestellt, die Reportage kenne ich bereits. Die wurde am 11.03.2013 im NDR unter dem Namen „Zeitbombe Zucker“ ausgestrahlt. Siehe hier:Mediathek NDR
            Das Buch befasst sich sehr, sehr viel umfangreicher und detaillierter mit dem Thema Zucker. Vor allem wo und unter welchem Namen er versteckt wird und welche Auswirkungen er auf den Organismus hat, darüberhinaus wie Lobbyverbände sich für den Zucker einsetzen.
            Um es kurz zu machen, sehr lesenswert.

            Mit besten Grüßen

            Volker

          • Hallo Volker,

            ich wollte keineswegs das Buch damit abwerten, mir geht es nur um das Thema „Zucker“, darüber zu informieren wie auch sensibilisieren. Da kann die Doku erst mal einstimmen und wer sich näher informieren will wird bei dem Buch denke ich alles finden. Ist ja nur eine Fassette, wenn auch eine sehr dominierende, im Rahmen von isolierten Kohlenhydraten, die kein Mensch braucht, aber Nahrungsmittel haltbar machen wie auch den Gewinn der Firmen vergrößert und kein Mensch zur Ernährung wirklich braucht und letztlich auch noch krank macht.

            Ich überlege gerade was ich dieses Jahr zu Halloween mache wenn es klingelt. Letztes Jahr hab ich mich unbeliebt gemacht mit Obst. Will dieses Jahr einen Kuchen machen mit Stevia, aber richtiger Stevia, die wächst im Garten seit Jahren. Will aber vorher experimentieren. Hat jemand Ideen oder Erfahrung (koche zwar gern, aber backen ist ein Defizit)?

            Viele Grüße
            Jan

          • Hallo Jan,

            ich denke hier liegt ein Missverständnis vor, so habe ich das überhaupt nicht gemeint und auch nicht verstanden, dass Du das Buch abwerten wolltest.

            Beste Grüße
            Volker

  16. Hallo Doris Weber,

    hierzu möchte ich Ihnen einen Link schicken. Dabei geht es um das zweite Bild.
    Link zu Veganer Ernährung für Tiere

    Ein Haustier ist ein Tier und eine Kuh ist ein Tier (z.B.). Eine Kuh lassen wir quälen und töten,
    um dann ihr Fleisch an unser Haustier zu verfüttern. Wenn wir was bei unserem Haustier Tierquälerei nennen, ist uns das egal, wenn es um eine Kuh geht.
    Die hat in ihrem Leben viel mehr Leid erlebt, als wir uns vorstellen können.

    Und Fleisch von toten Tieren ist auch nicht natürlich, es enthält Medikamente, Impfstoffe, Hormone, Stresshormone, Pflanzengifte, evt. Rückstände aus genmanipuliertem Saatgut, Farbstoffe, Geruchsstoffe und letztendlich auch Tierleid. Fertigfutter ist ebenso unnatürlich.

    Und ein Haustier ist domestiziert, es lebt auch nicht mehr natürlich und jagt meist auch nicht, (und wenn, dann keine Kühe) um zu überleben. Ausführliche Informationen gibt es hier

    Link zu veganer Ernährung für Haustiere

    Viele Grüße
    Anna

    • Sehr geehrte Frau Gill,

      Sie haben einige Denkfehler. Zum einen tun Sie so, als ob jegliche Tierhaltung zur Nahrungsgewinnung mit Qualen für das Tier verbunden ist. Dem ist aber nicht so. Leider sind es zwar zu wenige Landwirte, aber es gibt sie.

      Ebenso gehen Sie davon aus, dass wenn man einen Hund Fleisch gibt damit Tiere gequält werden in der Massentierhaltung. Wie kommen Sie darauf? Das sind frei erfunden Spekulationen fern jeder Realität. Ich zahle für 1 kg Rindfleisch für meinen Hund 2,50€. Versuchen Sie mal Fleisch aus Massentierhaltung für diesen Preis zu bekommen!

      Das sind Abfälle die im Schlachtbetrieb und beim Transport anfallen. Dafür werden nicht extra Tiere gehalten. Ich habe es selbst erlebt vor 2 Jahren, ein Kollege in der Spedition wo ich aushelfe, eine Kühlspedition, kam mit einem Sattelaufleger voller Rinderhälften. Der eigentliche Kunde hat die Ware nicht angenommen, weil die Temperatur nicht gestimmt hat. Dadurch geht die Ware in das Eigentum einer Transportversicherung über. Oftmals ist es am wirtschaftlichsten die Ware einfach zu vernichten. Dieses Mal habe ich den Aufleger übernommen und habe die Rinderhälften in die Firma gefahren wo ich mein Hundefutter herbekomme. Das war aber eine Ausnahme habe ich mir sagen lassen. Ich hatte ja schon erwähnt dass nicht mal 20% aller Tiere überhaupt verkauft werden. Ich sehe daran nichts Verwerfliches wenn mein Hund dazu beiträgt den Abfall der Tierleichenindustrie etwas kleiner zu halten.

      Weiterhin ist es in meiner Perspektive sehr fragwürdig, wenn man auf seine Ernährung Anspruch erhebt und andere versucht zu beeinflussen. Würden Sie sich wegen ein Paar Links davon überzeugen lassen wieder Tierleichenteile zu essen? Sicher nicht. Warum also sollten es andere tun darauf zu verzichten? Wenn jemand seine Ernährung ändert dann muss das von ihm selbst aus kommen. Äußere Einflüsse oder Argumente sind schlicht irrelevant und werden von Schutzbehauptungen wie auch Vorurteilen immer wiederlegt.

      Ich weiß dass Mehrheit der Veganer sich gern isoliert indem sie Anspruch erheben und missionieren. Dafür schäme ich mich. Aber am sträflichsten ist es, wenn man Kinder und Tiere zwingt sich so zu ernähren. Tiere können nicht widersprechen und Kinder die dazu gezwungen werden, werden spätestens in der Pubertät aus Protest heimlich dann Fleisch essen durch Umwelt. Man kann andere Menschen nicht ändern, nur sich selbst. Wenn Veganer damit überfordert sind Tiere artgerecht zu halten dann müssen sie darauf verzichten. Was ist das bitte für eine Logik, das eigene Tier zu quälen um die Qual eines anderen Tieres zu verhindern? Vor allem wenn die Qual des eigenes Tieres nichts bewirkt und keinerlei Einfluss auf die Massentierhaltung hat. Unverantwortlich nenne ich das.

      Viele Grüße

      Jan

    • Hallo Frau Gill
      ich kann Herrn Bujok nur in allen Punkten zustimmen. Sie wollen ja nicht einmal darüber nach denken sprich nur andere missionieren und es tut mir leid- dazu sind Sie hier auf der falschen Seite. Hier geht es um anderes um WICHTIGES und meine Zeit ist begrenzt daher schließe ich das Thema auch mit diesem letzten Kommentar ab. Jeder wie er möchte aber bitte freiwillig und niemand hat das Recht sich anderen sei es Mensch oder Tier aufzudrängen!! Wenn man allerdings einem wehrlosen Tier seine Lebensauffassung derart aufdrängt und aufzwingt wie Sie das tun haben Sie in meinen Augen absolut kein Recht über Tierquälerei an anderer Stelle zu sprechen- das ist in meinen Augen genauso schlimm wie alles was Sie an anderen anprangern. Ich möchte darüber auch nicht weiter mit Ihnen diskutieren.
      Diese Seite ist zu wertvoll und wichtig als das man sie als Missionarsplattform missbrauchen sollte.
      Doris Weber

      • Hallo Frau Weber,

        Das, was ich anfangs eigentlich vorhatte, war nicht viel.
        Ich wollte nur mit ein paar Zeilen Werbung für „provegan“ machen, für Leute, die es interessiert, mehr nicht. Ohne Anspruch. Wirklich Einfluss zu nehmen, versuche ich woanders. Ich weiss auch, dass sich nicht jeder damit identifizieren kann, aber das ist auch nicht möglich. Dennoch hat die Seite auf facebook über 10.000 Like-Klicks.

        Ich wollte Informationen teilen, die in puncto Ernährungsfragen sehr gut sind.
        Sehr umfassend wird auf die Auswirkung der Ernährung in Bezug auf Welthungersnot, Wasserverbrauch, Umweltzerstörung, Tiere und die eigene Gesundheit eingegangen.

        Ich missioniere nicht, um Anderen meinen Willen aufzudrücken, sondern aus tiefstem Mitgefühl für die, die Höllenqualen erleiden müssen. Ich versuche, auf die Opfer aufmerksam zu machen, die weggesperrt und vergessen wurden.

        Es geht mir um Offenheit, Interesse und um Bewusstsein, nicht um Zwang.
        Ich habe das Gefühl, dass Sie mich nicht verstehen und wenn mich jemand
        nicht versteht, dann deshalb, weil er/sie diese Filme/Bilder nicht gesehen hat.
        Wenn es Sie interessiert, hierzu ein paar Links.
        Ich weiss nicht, ob Sie den Film „Earthlings“ schon kennen, er dauert 95 Minuten.
        Es geht harmlos los und ist wirklich zutiefst schockierend. Ich sag nicht, jemand
        soll sich das ansehen, es sind nur Anregungen.
        Albert-Schweitzer-Stiftung

        Oder hier ein Kurzfilm, Dauer knapp 4 Minuten, z.B.
        Film „Ohio Dairy Farm Brutality“ – Altersbeschränkung

        Oder der Animal Kill Counter
        Action for Animals

        Es ist manchmal schwierig mit diesem Thema, bitte nicht persönlich nehmen,
        ist nicht böse gemeint.

        Anna Gill

        • Hallo Frau Gill,

          ich hatte es ihnen schon per Mail geschrieben. Die Like-Klicks sagen nichts aus, die kann man sich kaufen. Genau so einen Dr. – Titel (Betreiber der Seite), ich kenne 2 Firmen die einem gegen Geld die Dissertation abnehmen. Schade wenn Menschen sich von sowas beeindrucken lassen. Titel und ähnliches sind nur Schall und Rauch, ich bilde mir eine Meinung aus dem was ich wahrnehme. Und letztlich sind auch Doktoren nur Menschen die Fehler machen und genau so wie andere Menschen den Weg zur Wahrheit durch das Tal der Irrtümer begehen.

          Nicht Sie haben Anspruch erhoben, sie argumentieren mit Links die Anspruch erheben und distanzieren sich nicht dazu.

          Wenn wir Veganer akzeptiert werden wollen müssen wir auch Andersdenkende akzeptieren. Mit Anspruch erheben machen wir uns nur unglaubwürdig. Wer Anspruch erhebt legt immer etwas zu seinen Gunsten anders aus oder will etwas verkaufen. Für mich ist das immer ein guter Indikator für die Glaubwürdigkeit von Internetseiten wie auch Menschen.
          Viele Grüße

          Jan

          • Sie kennen die Bilder, die es gibt. Es ist nicht sinnvoll, in dieser Art zu diskutieren, während das passiert.
            Viele Grüße
            Anna

  17. Sehr unterstützenswert ist meiner Meinung nach das Projekt „die gute Schokolade“
    plant for the planet

    • Hallo Frau Müller,

      vielen Dank für den Link. Ich habe jetzt nicht alles da gelesen, nur überflogen. Es geht um CO2, es wird um Unterstützung gebeten und das aus Sicht der heutigen Kinder. Ich bin da sehr skeptisch. Ich würde Sie bitten wenn sie damit besser vertraut sind mich zu wiederlegen.

      Mich stört das mit den Bäumen pflanzen. Wozu Bäume pflanzen? Weil jemand auf den Co2 Zug aufgesprungen ist und eine Geschäftsidee hatte? Wäre es nicht sinnvoller die Bäume die wir haben auf dem Planeten zu erhalten? Ich schaffe das nicht, sicher, aber mit meinem Konsumverhalten kann ich meiner Meinung weit mehr erreichen als irgendwo mich „freizukaufen“.

      Ich habe grundsätzlich eine Allergie dagegen, wenn Menschen ihre Wohlstandsdefizite mit Geld versuchen auszugleichen durch Spenden und Siegel etc. blabla….

      Meine persönliche, wohlgemerkt rein subjektive Meinung: Wir Menschen in den Industriestaaten sind Erdöljunkies. Unsere Lebensmittel sind aus Erdöl (Dünger, Transport, Lagerung, Treibstoff für landwirtschaftliche Maschinen), unsere Medikamente, etwa 95 % unserer Kleidung und auch unserer alltäglichen Gebrauchsgegenstände sind ohne Erdöl, teilweise auch indirekt, undenkbar.

      Doch Erdöl ist endlich. Ich glaube es war die Firma Shell, die in den 80er ihre Erwartungen an die Lagerstätten nach unten korrigiert hat, die Firma hatte einen erheblichen Kursverfall an Aktienmärkten dadurch, was dazu geführt hat das keine Firma mehr ehrlich damit umgeht.

      Was ich so gehört habe, haben wir seit etwa 10 Jahren Peakoil, das heißt, dass bei der Förderung von einem Liter Erdöl mehr Energie benötigt wird als das der Liter Erdöl an Energie selbst hat.

      Wenn ich alle Infos so zusammen nehme gehen wir entschlossen auf das Ende des Erdölzeitalters zu. Ich gehe davon aus dass wir in den nächsten 20 bis 50 Jahren das Erdöl bei der jetzigen Lebensweise aufgebraucht haben, aber vorher wird es unbezahlbar. Vor diesem Szenario habe ich Angst. Das wird die größte Kriegsgefahr der Zukunft!

      Siegel etc. und anderer „Ablasshandel“ sind für mich indiskutabel. Es hilft nur eins, dass wir unsere Lebensweise in Frage stellen und anpassen. Es kann nicht sinnvoll sein irgendwo Geld zu spenden oder Produkte mit Siegeln zu kaufen, aber ja nicht die eigenen Gewohnheiten in Frage zu stellen.

      Allein die Lebensmittel die wir in den Industriestaaten ungenutzt entsorgen würden ausreichen um 3 Mal alle Hungernden dieses Planeten zu ernähren. Leider setzt da keiner an! Damit kann man kein Geld verdienen. Aber mit Nebelkerzen wie CO2.

      Viele Grüße

      Jan

  18. Hallo Herr Jaenicke,
    nachdem ich Ihr Buch innerhalb eines Tages gelesen hatte, weil es so interessant und gut geschrieben war, habe ich nun eine Frage an Sie:
    Sie haben in Ihrem Buch ja empfohlen Leistungswasser zu trinken. Wir sind nun vor ein paar Tagen auf den Aquion Aktiv Wasserionisierer der Firma Salux aufmerksam geworden und würden gerne wissen, was Sie davon halten. Selbst Spitzensportler und Ernährungsberater trinken dieses Wasser. Ist das nur Geldmacherei?
    Da Sie sich ja auch Gedanken gemacht haben über das Thema Wasser trinken würde uns ihre Meinung zu diesem Thema sehr interessieren.

    Viele Grüsse und schönen Abend!
    Marlen Här

  19. Mein „Lieblingsthema“ Monsanto ist wieder auf dem Tisch…
    Foodwatch: Forderung nach gentechnikfreien Hamburgern

    nicht neu, aber ich hoffe sehr, dass es nicht irgendwann in der Bio-Sojamilch landet.
    Ätsch – jahrelang verarscht!
    Weiß man´s?
    Ich trau denen nicht über´n Weg und alles zu – von wegen sich aus Europa zurückziehen. Um dann mit noch was ganz anderem/schlimmeren zurückzukommen???
    Stimmt einen ziemlich nachdenklich.
    Die geben doch nicht auf…
    Gruß Angie

    • Die Forderung nach gentechnikfreien Hamburgern sind ja prima, aber wer ernährt sich denn nur von Hamburgern !?
      Als Sklave eines Zeitarbeitsunternehmens werde ich hin und wieder auch in verschiedenen Lebensmittelbetrieben eingesetzt und muß sagen, daß sehr viel „Dreck“ zusammengemixt wird. Manches wird auf der Verpackung deklariert, manches steht am Ende nicht auf dem fertigen Produkt, so daß der Endverbraucher nicht weiß, daß irgendwelche chemischen Farbstoffe, die z.B. zugefügte Schokodrops umhüllen, enthalten sind.
      Und so bekommen auch Kinder diesen „Dreck“ zu essen, weil die Eltern es ihnen als gut suggerieren, da sie es vermutlich auch nicht besser wissen.

      • tja, ich hab dem Link diesen Titel nicht verpasst, aber ich find´s schlau von foodwatch, weil Mc D. sich mit anderen Firmen in den Schulen breitmacht. Wie ganz oben zu lesen, was Hannes Jaenicke schrieb (siehe „Bündnis für Verbraucherbildung“)
        Wenn man sie schon nicht davon abhalten kann, dann muss man halt durch die Hintertür kommen. Machen die ja auch: ich trau z.B. den ganzen „Misch“-Firmen nicht, z.B. Wagner Bio Pizza = trotzdem Nestle.

        Mir ging es eher um das Glyphosat von Monsanto, dass schon bei 70% der Menschen in Deutschland Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde. Bei konventioneller Ernährung. Egal ob Vegetarier oder Fleischesser. Das schockiert mich. Insofern haben Monsanto hier erreicht, was sie wollten – auch ohne genmanipuliertes Saat“-Gut“. Wer es lesen mag:
        1. Studie zu Glyphosat von BUND:
        cbgnetwork.org

        • Hallo,

          ich hatte in den letzten Tagen eine Reportage gesehen, weiß nicht mehr wie sie hieß, da ging es um Kaffee. Da wird auch ganz übel mit Pestiziden umgegangen. Das Problem dabei, die Reporter waren mit einem Fachmann in Brasilien und haben festgestellt, dass die Pestizide mehr als vom Hersteller empfohlen angewendet werden. Selbst nach der Ernte, beim trocknen der Bohnen wurde noch Mal gesprüht. Man hat die Bohnen dann in Deutschland auf Pestizide untersuchen lassen, kein Pestizid war über dem gesetzlichen Grenzwert. Der Laborant meinte aber das dies keine Entwarnung ist, da die Summe der Pestizide mit unbekannten Cocktaileffekt höchst bedenklich ist.

          Wer also noch Kaffee trinkt sollte auch da Bio bevorzugen.

          Wenn ich die Reportage entdecke in der Mediathek poste ich es nach.

          Viele Grüße

          Jan

          • Online-Redaktion

            Die habe ich auch gesehen. Letzte Woche spät Montagabend im WDR. Auf der WDR-Seite habe ich spontan aber auch nichts gefunden. Bin jetzt noch mal mehr für Fair-Trade und Bio …
            Viele Grüße

          • Ich habe 2 Sendetermine gefunden in den nächsten 4 Wochen.

            Name der Sendung: Bittere Ernte

            Samstag, 3. August · 11:00-11:30 · PHOENIX

            Sonntag, 4. August · 18:00-18:30 · PHOENIX

            ARD-Mediathek: Bittere Ernte?

            Beschreibung:
            Kaffee: einst Luxusprodukt, ist er heute in jedem Discounter günstig zu haben. Er ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. 150 Liter Kaffee trinkt jeder Bundesbürger jährlich. Da stellt sich die Frage: Warum ist Kaffee so preiswert geworden? Sind die Menschen auf den Kaffeeplantagen die Opfer des billigen Konsums? Werden bei der Kaffeeproduktion mehr Pflanzenschutzmittel verwendet, als dem Verbraucher lieb ist? Was bedeutet der Chemieeinsatz für die Arbeiter, den Konsumenten und die Umwelt?

            Antworten auf die Fragen sucht NDR-Autor Michael Höft in Röstereien, beim Kaffeehandel, in Lebensmittellabors und auf Plantagen.

            Die Recherchetour führt ihn bis nach Brasilien, ins größte Kaffeeanbaugebiet der Welt. Schon bald muss er feststellen: Die Kaffeeproduzenten sind äußerst kamerascheu. Und das hat einen Grund: Eine Million Tonnen Schädlingsbekämpfungsmittel wurden allein im vergangenen Jahr 2012 auf brasilianischen Feldern versprüht. Brasilien ist nicht nur der größte Kaffeeanbauer der Welt, sondern auch Weltmeister im Verbrauch von Pestiziden. Verseuchtes Wasser und vergiftete Böden sind nur eine Folge der exzessiven Landwirtschaft.

            Nach vielen vergeblichen Versuchen gelingt es dem Kamerateam mithilfe eines Insiders schließlich doch noch, auf Kaffeeanbauplantagen im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais zu drehen und mit Plantagenbesitzern zu sprechen. Was Autor Michael Höft auf den Feldern erlebt, übertrifft all seine Erwartungen. In den Giftdepots der Farmer finden sich Unmengen an verschiedenen Pflanzenschutzmitteln, auch hochtoxische Chemikalien, die in Europa längst verboten sind, wie das Pestizid Endosulfan. Dieses Nervengift steht im Verdacht, starke Fehlbildungen bei Babys im Mutterleib hervorzurufen, aber auch Krankheiten wie Krebs und Parkinson.

            Aber es geht auch anders. Am Ende der Reise besucht das Kamerateam eine Bioplantage. Hier werden keine Pflanzenschutzmittel verwendet und die Arbeiter erhalten fairen Lohn. Aber dafür kostet der Kaffee fast doppelt so viel. Ein Preis, den die meisten Verbraucher bisher nicht bezahlen wollen.

          • Ich habe ja eh das Fernsehprogramm nach „Pestizide“ abgesucht und bin auch noch auf 3 weitere Sendungen gestoßen. Ich mach dann hier den Programmcouch 😉 .

            Lediglich „Gefahr auf dem Acker“, die habe ich schon mal gesehen, da ist so meine Vermutung das es eher um Absatzängste der hiesigen Chemiemafia gehen könnte. Aber soll sich jeder selbst eine Meinung bilden.

            Sonntag, 4. August · 17:00-17:30 · Das Erste (ARD)
            W wie Wissen

            Beschreibung
            Stets prall gefüllte Fleischtheken und übers ganze Jahr quietschbunte Obstabteilungen. Es fehlt uns an nichts. Und doch drückt viele in diesem Paradies das schlechte Gewissen. Denn die Haltungsbedingungen unserer Nutztiere sind beklemmend, die Zustände auf vielen Plantagen der Welt menschenunwürdig. Intensiver Einsatz von Medikamenten und Pestiziden ist die Regel und gefährdet die Umwelt. Produziert wird zu viel und zu billig. Tonnen von Lebensmitteln wandern täglich in den Müll. Nein, anständig im moralischen Sinne essen die meisten von uns nicht. „W wie Wissen“ über die Suche nach Alternativen. Geplante Themen:

            – Der Preis der Bananen Sie sind billig, gesund und lecker: Bananen. Über eine Million Tonnen werden jährlich allein in Deutschland verspeist. Um diese Mengen billig produzieren zu können, werden auf den Plantagen viele Pestizide eingesetzt. Eine Gefahr nicht nur für die Arbeiter. Die teilweise krebserregenden Stoffe vergiften schleichend die Umwelt. Es gibt Konzerne und Institute, die die Produktionsbedingungen verbessern wollen, aber wir, die Kunden, spielen nicht mit.

            – Tierschutzlabel Gerade mal ein Prozent des in Deutschland konsumierten Fleisches trägt heute das Biosiegel. Es ist den Kunden schlicht zu teuer, auch wenn viele bereit wären, „etwas“ mehr für artgerechtere Tierhaltung zu zahlen. Die umfassenden und daher preistreibenden Auflagen des Biosiegels verhindern gewissermaßen, dass sich die Situation für die große Mehrheit der Nutztiere entscheidend verbessert. Das neue „Tierschutzlabel“ stellt die industrielle Tierproduktion zwar nicht grundsätzlich infrage. Es garantiert aber für circa 30 Prozent Preisaufschlag verbesserte Haltungsbedingungen. Wie wirkungsvoll sind die? – Bio für alle?! Lange galt: Biologisch-ökologischer Anbau für alle ist nicht möglich! Jetzt wird dieses Dogma von einem Bio-Landwirt auf den Kopf gestellt. Seine Version: Nur mit der Umstellung auf ökologische Prinzipien kann die wachsende Weltbevölkerung noch ernährt werden. Kann das sein? Müssen und wenn ja, können wir überhaupt komplett umsteuern?

            – Vom Wert der Lebensmittel Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, Brot trocken, Obst und Gemüse welk – über die Hälfte der Lebensmittel in Deutschland landet gleich in den Abfallcontainern der Supermärkte oder später in Mülleimern. Sind uns unsere Lebensmittel so wenig wert? In Deutschland formiert sich gerade eine Bewegung, die sich gegen diese Verschwendung stellt. Können die Essensretter ein gesellschaftliches Umdenken in Gang setzen?

            Montag, 5. August · 23:25-23:55 · 3sat
            Das stille Gift
              

            Genre
            Dokumentation (Wissenschaft, Technik und Umwelt – Umweltpolitik)

            Kurzbeschreibung
            Wenn Pestizide krank machen Film von Tobias Haucke und Andreas Wunn

            Beschreibung
            Wir kommen alle ständig in Berührung damit, auf unseren Feldern, in unseren Vorgärten und inzwischen auch in unserem Essen: 15.000 Tonnen des Pestizids Glyphosat werden jedes Jahr in Deutschland eingesetzt. Der Wirkstoff ist ein Standard-Unkrautvernichter, der in der Landwirtschaft genauso wie von Hobby-Gärtnern und auf Kinderspielplätzen eingesetzt wird. Dabei steht Glyphosat seit Jahrzehnten im Verdacht, giftig für den Menschen zu sein. Missbildungen bei Neugeborenen und Krebserkrankungen werden in wissenschaftlichen Studien in Zusammenhang mit dem Wirkstoff gebracht. Hinzu kommt: Das Mittel ist längst in unserer Nahrungskette angekommen und damit in unseren Körpern.

            Die Dokumentation „Das stille Gift“ geht dem Wirkstoff auf die Spur: In Argentinien werden jedes Jahr über 200 Millionen Liter Glyphosat eingesetzt, vor allem im Tabak- und Soja-Anbau. Ärzte und Wissenschaftler vor Ort sehen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Glyphosat und einer Vielzahl von Erkrankungen. In Deutschland sind 28 glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel auf dem Markt, und für die EU-weite Glyphosat-Zulassung sind deutsche Behörden zuständig. Verbraucherschützer und Insider werfen den Behörden vor, dass die Zulassungsverfahren intransparent seien und die Industrie Einfluss auf die Behörden nehme. Eine spannende Recherche über ein Pestizid, das von den Befürwortern als Wundermittel gefeiert und von seinen Gegnern als ökologische Zeitbombe verdammt wird.

            Montag, 5. August · 13:30-14:00 · PHOENIX
            Gefahr auf dem Acker
                 

            Kurzbeschreibung
            Das kriminelle Geschäft mit gefälschten Pestiziden

            Beschreibung
            Hunderte von Tonnen gefälschter Pflanzenschutzmittel landen auf den Ackerflächen der Europäischen Union. Die Reportage, ist den Ladungen aus Fernost auf der Spur und enttarnt die heimlichen Wege der gefährlichen Fracht. Die illegalen Substanzen aus den Fälscher-Fabriken in Fernost sind teilweise hochgiftig, krebserregend und können die Fruchtbarkeit des Menschen beinträchtigen. Oftmals wissen die Landwirte nicht, dass sie illegale Mittel auf ihre Felder sprühen, denn diese Pestizide werden geschickt auf den meist günstigeren Graumärkten platziert.Die BR-Reporterin Sabina Wolf begleitet die verdeckten Aktionen eines Privatermittlers und tritt auch selbst direkt mit den Fälschern in Kontakt. Es geht um ganz große Gewinne der Fälscher-Mafia. Sogar ukrainische Behörden verdienen am kriminellen Geschäft. Kriminelle Fälscher-Organisationen sind bestens vertraut mit Gesetzeslücken in der EU und damit in der Lage, ihre Ladungen der behördlichen Beschlagnahmung zu entziehen.

          • hallo Jan (Programm-Coach 😉
            vielen Dank für die Programm Tipps. Hab´s mir auf youtube angesehen mit „Bittere Ernte“. Antworte hier, weil das hat einen Antwort-Button…

            Irgendwie dreht es sich in allen Filmen, egal ob über Kaffee, Schokolade, Baumwolle oder Getreide/Soja/Maisanbau.. mehr oder weniger um das gleiche: entweder gleich Kinderarbeit oder schlecht bezahlte Erwachsenenarbeit, Menschen die Grundlage zu entziehen und in Abhängigkeit zu bringen, keine Chance da rauszukommen, Pestizidvergiftungen, Krankheiten, Missbildungen, Behinderungen, wahnsinnige Armut, Tod, nicht zu vergessen kaputter Boden, Monokulturen etc….. „das stille Gift“ hatte ich auch gesehen.
            Ich kann und will mir das aber nicht alles ansehen… da wird mir vom Zuschauen schon schlecht.

            Vor ein paar Jahren gab es einmal eine Art „Einkaufsratgeber“ für Obst und Gemüse, was man unbedingt bio kaufen sollte (Salat, Paprika, Kaki, Weintrauben, Bananen..) und was konventionell auch noch vertretbar und okay ist. Ich glaube, dass der inzwischen hinfällig ist.

            Dein Einwand zu „Bio für alle“.
            Der „Basic“ ist aber wirklich gut. und der „Hermannsdorfer“ auch. Das sind Vater (Herrmannsdorfer und Ex-Herta-Fleischwurst) und Sohn (Basic). Natürlich gibt es besseres und nicht so gutes bio.
            Die Grundidee von Bio war sicher eine andere, aber das (Bio), was es jetzt zu kaufen gibt, sollte Standard sein und das andere „Essen“, was sich auch noch Lebensmittel nennt, das kann man eigentlich nicht mehr wirklich essen (wollen). Oder?
            Man sollte schon noch erkennen können, dass es sich um ein Lebensmittel handelt und nicht, dass sie nur so aussehen, aber eig. in der Apotheke unter Gift verkauft werden müsste.

            Diese Woche auch als Titel vom „Spiegel“.
            Darin besonders schockierend: wenn man die Verflechtungen der Unternehmen liest, kann man sehen, dass sie den gesamten Babynahrungsmarkt bestimmen. „Hipp“ ist nicht dabei, aber da gibt´s ja auch manchmal etwas zu beanstanden. Also eigentlich bekommt man es von klein auf mit dem Löffel schon eingetrichtert.

            So ähnliche Filme wie den über Kaffee gibt es auch über Schokolade (Kakao)… „Schmutzige Schokolade“… Teil 1 und 2 … wobei Teil 2 eig. noch sehr viel besser ist und zeigt, was sich wirklich seit dem 1. Teil geändert hat und der Dokumentarfilmer konfrontiert auch die Schokoladenhersteller und Politiker der Elfenbeinküste damit, dass sie Kinderarbeit unterstützen.
            Man könnte wahrscheinlich immer so weiterschreiben….
            Schönes WE.
            Angie

          • P.S.

            Bezüglich Babynahrung stimmt das so nicht. Babynahrung muss Bio sein, da gibt es, ich weiß es nicht genau, ein Gesetz dafür. Das muss auch nicht extra gekennzeichnet sein. Hipp hat bspw. bei der EU-Erweiterung in Polen sämtliche Brachflächen aufgekauft, wo seit Jahren keine Landwirtschaft betrieben wurde (dadurch keine Pestizide im Boden).

            Trotzdem verstehe ich viele Eltern nicht. Sicher, es mag bequem sein diese Gläschen zu kaufen und nur warm zu machen, aber wenn man selbst kocht weiß man was in dem Essen enthalten ist. Auch unter dem Aspekt das viele Nahrungsmittel in der Babynahrung meiner Meinung nach übergart sind, wodurch viele wertvolle Bestandteile zerstört werden.

        • Hallo Angie….

          passt schon, bei dir ist auch kein Antwortbutton, da klickt man eben weiter oben in dem Thread. 😉

          Bei dem Wetter empfiehlt Programmcouch Wetter genießen, im Winter werden wir es vermissen. 😉

          Ja, das stimmt, den Film über Kakao kenne ich auch. Aber müssen wir uns wirklich darüber wundern, wenn wir bedenken wie viel Deutsche im Vergleich zu anderen Nationen für ihre Lebensmittel ausgeben? Kein anderes Land der Welt hat so eine hohe Discounterdichte wie Deutschland. Und das hat einen Grund, unser liebstes Kind, das Auto. Wobei das Auto von Smartphones Konkurrenz bekommen hat. Um das zu finanzieren verzichten die Deutschen selbst bei ihren Kindern auf vernünftige Ernährung, wobei mangelndes Interesse wie auch eine Flut an Desinformationen, durch Werbung bspw., eine große Rolle spielt.

          Aber ist doch so beim Mainstream, ein Liter Motorenöl darf 20€ kosten, das Salatöl für das eigene Kind, da reicht das billige aus dem Discounter.

          Das ist nun mal so bei einer Sucht. Jeder Süchtige negiert seine Sucht. So erschaffen wir uns unsere Scheinwelten selbst. Aber wir gehen ja alle 4 Jahre wählen, wobei wir dann die Verantwortung jeweils durch ein Kreuz an andere abgeben.

          Da fällt mir spontan das Lied von Reinhard Mey ein, „Das Narrenschiff“. 😉

          Viele Grüße

          Jan

    • Hi Angie,
      die Befürchtung hege ich schon lange.
      Aber es gibt auch gute Nachrichten, Monsanto hat seine Anträge in Europa zurück genommen, weil der Mist hier nicht loszuwerden ist. Aber wie Du schon andeutest: auf Umwegen haben wir’s dann trotzdem irgendwann im Salat oder sonstwo!
      Schönen Abend
      susanne

  20. Hallo Herr Jaenicke!

    Auf S. 152 ihres Buches schreiben Sie über den NOK-Präsidenten „Dirk Bach“.

    Sicher ist hier Dr. Thomas Bach gemeint, der (bereits verstorbene) Dirk Bach wäre freilich ein recht glaubwürdiger Botschafter der Nahrungsmittelindustrie gewesen.

    Gruß

    C. Pries

    • Online-Red.

      Lieber Christian Pries,
      dieser Fehler ist in der aktuell auf dem Markt erhältlichen Auflage bereits verbessert.
      Dennoch vielen Dank für den Hinweis.
      Viele Grüße,
      Online-Redaktion

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