Lebensmittel

Dass unsere Lebensmittel oft eher Krank- oder Fettmacher, Chemiekeule oder Giftmüll heißen sollten, ist nichts Neues. Teilweise steht das sogar im Kleingedruckten auf den Verpackungen. Daraus werden allerdings nur studierte Chemiker schlau. Den längst überfälligen Versuch, die mysteriös verschlüsselten Inhaltsstoffe per simpler Ampel-Kennzeichnung für uns Verbraucher endlich verständlich zu machen, hat die EU mit tatkräftiger Unterstützung des deutschen Verbraucherschutzministeriums abblitzen lassen. Warum wohl? Weil die Lebensmittellobby, allen voran Konzerne wie Nestlé und Kraft Foods, nichts mehr fürchten als Transparenz und aufgeklärte Esser und Trinker …

Deshalb zahlen die Foodmultis populären Fußballnationalspielern und Sportstars gern üppige Werbehonorare, um ihren ungesunden Junk-, Süß-, Fertigfraß unters Volk zu bringen. Wenn so topfitte Idole Nutella, Milka und Bifi bewerben, dann muss das ja wohl gesund und leistungsfördernd sein … Wie sehr unser Verbraucherschutzministerium mit Marionetten der Lebensmittel- und Agrarlobbys besetzt ist, beweist der neueste Coup der Ministerin im März 2013: Dieser nennt sich vollmundig »Bündnis für Verbraucherbildung «, mit dem Ziel »Konsumkompetenzen von Schülern [zu] stärken«, v. a. im Bereich Ernährung. Die Sponsoren sind, jetzt kommt’s: McDonald’s, Edeka und Metro.Wie bitte?!? Mit dieser Kooperation ebnet das Ministerium dem größten Junkfood-Hersteller der Welt den Weg in deutsche Schulen und zu unseren Kindern. Na wunderbar! »Unverfrorener kann man den Bock nicht zum Gärtner machen«, sagt ein Foodwatch-Geschäftsführer. Und wer immer noch denken sollte »ach, so ungesund kann der Kram von Mäcky nicht sein«, der möge sich bitte einmal die US-Kino-Doku »Supersize Me« anschauen.

Ähnlich verlogen und korrupt wie das Verbraucherversch(m)utzministerium agiert Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB): Er startet eine Schulsport-Initiative, eigentlich eine gute, wichtige Sache. Aber wer ist der Sponsor? Richtig, der Weltmonopolist der Zuckerbrause, Coca-Cola! Aber Herr Bach hatte ja auch keine Probleme damit, die Olympiade 2008 entgegen jeglichen olympischen Grundsätzen im kommunistisch-diktatorischen China abzuhalten. Vermutlich schielt er auf den Posten von Jacques Rogge, dem derzeitigen Vorsitzenden des Internationalen Olympischen Komitees IOC, das genau wie die FIFA ihre Spiele an diejenigen Länder vergibt, die am meisten zahlen. Doch glücklicherweise berichten die Medien seit Jahren immer wieder ausführlich über Gammelfleisch, Schweinepest, Diabetes  anstieg, Etikettenschwindel, Massentierhaltung etc. Und auch Verbraucherschutzorganisationen wie foodwatch machen der Lebensmittelmafia das Lügen zunehmend schwerer.

Die Abgabe von Kommentaren auf dieser Website war in der Zeit von Mai bis Dezember 2013 möglich. Wir haben uns sehr über die vielen engagierten Beiträge gefreut. Aus zeitlichen Gründen können wir eine dauerhafte redaktionelle Betreuung nicht mehr aufrechterhalten, so dass wir die Blogfunktion ausgesetzt haben. Wir bitten um Verständnis.

  1. Ahoi an alle Leserinnen und Leser,
    wenn wir uns schon mit Lebensmitteln beschäftigen, darf ein Thema auf gar keinen Fall fehlen, nämlich die Vegane Ernährung.
    Es ist nachweißlich die gesündeste Form zu leben – und das nicht nur, wegen den vielen tollen pflanzlichen Inhaltsstoffen, sondern vor allem, weil die eigene Küche neu entdeckt wird, der Teller dadurch vor dem essen viel Bunter leuchtet und geschmacks intensiver riecht und der Teller nach dem essen komplett leer ist.
    Ich bin genauso wütend, wie alle anderen hier, über die schlimmen Bedingungen in sämtlichen Produktionen, vor allem, was Kinderarbeit betrifft, aber, und das möchte ich hier noch einmal in aller deutlichkeit klarstellen: Tiere sind ebenso fühlende Lebewesen, wie wir alle. In unserem Umdenken bekommen sie leider in der Regel einen viel zu kleinen stellenwert zugesprochen, wobei es doch um leidensfähige Wesen geht. Sie leben nicht, um eines schlimmen Tages einen qualvollen Tod sterben zu müssen, nur damit wir Handschuhe, oder Hähnchenschenkel aus ihnen machen können. Auch Milch und Leder, die oft als Nebenprodukte deklariert werden, sind immer mit Schmerzen verbunden und ihr Weg, bis inunseren Haushalt beruht auf Leichen und den Tod. Eine schwangere Frau gibt auch Milch, dennoch würde ich nie auf die Idee kommen, ihr Baby zu schlachten und zu essen, um mir mit ihrer Milch leckeres Müsli anzurühren.
    Vegan zu leben ist weder schwer, noch teurer als konventionelle Ernährung, man muss nur wissen wie und warum. Un einen Versuch sind wir den Tieren, unserer Gesundheit, der Erde und uns selber einfach schuldig.

    • Hallo Annika,

      vegane Ernährung ist nur anders, keineswegs besser. Besser sicherlich in Hinsicht auf Umweltbelastung. Bedenken Sie aber bitte das wir hier uns die Lebensmittel aussuchen können, wir kennen keinen Hunger und haben die Wahl. Das war nicht immer so, ist nicht überall so auf der Welt und wird es auch für uns nicht bleiben in absehbarer Zukunft.

      Auch finde ich es übertrieben auf Leder bspw. zu verzichten als Veganer. Die Alternative sind durchweg Erdölprodukte und als solches nur ein anderes Übel. Jetzt im Winter sind Lederschuhe für mich alternativlos ebenso wie als Ganzjahresradler ein Kernledersattel.

      Ich empfinde das als Luxusdiskussion. Kein Tierleichenteileesser wird sich bekehren lassen. Aber wenn man keinen Anspruch erhebt auf die eigene Ernährung und den Menschen klar macht das mehr wie 300 Gramm pro Woche gesundheitsschädlich ist, kann man vielleicht bei dem ein oder anderen einen gelegentlichen Verzicht erreichen.

      Darf ich fragen wie Sie das Problem von Vitamin B12 wie auch ihre Jodversorgung mit veganer Lebensweise gelöst haben?

      Viele Grüße

      Jan

      • Hallo Jan,
        also erst einmal, kann es gut möglich sein, dass die alternativprodukte zu tierlicher Kleidung, die Umwelt ebenso belasten, wie die Herstellung von Leder, ABER, kein Mensch hat das Recht Tieren schmerzen zuzufügen, nur um ihre Haut zu tragen!
        Die Produkte, die auf Kosten anderer hergestellt werden als Luxusartikel zu bezeichnen, finde ich pervers, denn dann ist es genau so Luxus, das wir Kleidung tragen, die mit Kinderhänden hergestellt werden, das ist abstoßend!
        Es mag sein, Tierleichenesser besser mit argumenten, wie: „Iss wegiger Fleisch für deine eigene Gesundheit“ ködern zu können, aber mir geht es einzig und alleine um die Tiere! Sie empfinden den Schmerz, der aus dem eitlen Denken von Verbrauchern wie dir entstehen.
        Zu behaupten es gäbe keinen guten alternativ Produkte zu Leder, zeigt nur, wie uninformiert du im grunde bist.
        Die Frage nach der Jodversorgung könnte ich dich ebenso fragen, denn dann wüstest du, dass ein genereller Mangel an Jod unter allen Menschen besteht, weswegen es auch dem Speisesalz zugesetzt wird. Die Frage nach der Versorgung mit Vitamin B12 ist ebenso ein alter Hut, wie auch überflüssig. Vitamin B12 steckt in Linsen, wie auch in Erbsen und Pilzen. Außerdem wird dein Vorrat an Vitamin B12 wahrscheinlich nicht höher sein, als der meine, denn zuviel, dieses angeblich so wichigen Vitamins kann zu erheblichen Problemen der Organe führen. Bevor Mangelerscheinungen auftretten -wenn überhaupt- dann erst nach frühestens 10 Jahren, denn so lange kann der Körper Vitamin B12 speichern. Aber keine Angst, in 10 Jahren bekomme ich es hin, eine Dose Erbsen zu essen.
        So, nun erklärst du mir, warum du Fleisch für ach so wichtig hälst? Kalcium? Eisen? Omega-3-Fette? Alles lachhafte Argumente, da man doch längst, in über 10.000 Test nachgewiesen hat, wie schädlich diese stoffe für den Menschlichen Körper sein können, werden sie aus tierlicher Nahrung aufgenommen. Ich sage nur: Krebs, Diabetes, Alzheimer … Die Liste liese sich ewig fortsetzen.
        Beste Grüße

  2. Hallo Herr Jaennicke,
    hallo auch alle anderen Besucher hier.

    Auf der Greenpeace-Seite ‚Greenaction‘ gibt es viele Aktionen zum mitmachen, nicht nur Spenden, auch die Unterstützung von Petitionen ist gefragt.

    Ich selbst habe eine Aktion dort, die noch etwas Unterstützung brauchen könnte: Lebendige Nahrung im Einklang mit Mutter Erde.
    Greenaction
    Jeder kann mitmachen, es kostet nichts, außer ein paar Gedanken während des Einkaufens. Teilen und Verbreiten der Aktion ist ausdrücklich erwünscht 🙂 Ich freue mich, noch ein paar konsumkritische Denker dort begrüßen zu dürfen.

    Herzlichst
    Kerstin Mayer

  3. hallo Redaktion,

    hier ist das Video von „Markt“ zum Thema Plastikteilchen in Lebensmitteln (Trinkwasser und Honig).

    NDR Beitrag

    Anscheinend allerdings keine Naturkosmetikprodukte. (??) Nur greenwash und keine echte.
    Vielleicht kann die Redaktion rausfinden, ob es bei Naturkosmetik auch so ist. Weil Plastik sollte da ja eigentlich keins drin sein.
    Auch wenn ich hier über Kosmetik schreibe – es geht um´s Trinkwasser. Vielleicht auch wegen des Einsatzes von Soda Streamer interessant?

    Viele Grüße
    Angie

  4. TV-Empfehlung:

    Mi, 13. Nov · 22:45-23:30 Uhr · ZDF
    Do, 14. Nov · 16:30-17:13 Uhr · ZDFinfo

    Titel: ZDF Zoom: Das tägliche Gift

    Genre
    Dokumentation (Wirtschaft – Umweltverschmutzung/-gefährdung)

    Kurzbeschreibung
    Risiko Pestizide Film von Renate Werner

    Beschreibung:
    Kein anderes Pflanzengift wird weltweit so häufig gegen Unkraut eingesetzt wie Glyphosat. Allein in Deutschland landen jährlich 5000 Tonnen des Spritzmittels auf den Feldern, etwa 30 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Deshalb warnen Toxikologen: „Pestizide werden die Gesundheitsskandale der Zukunft auslösen.“ Hersteller dagegen bezeichnen das Unkrautvernichtungsmittel als absolut unbedenklich. Tatsache ist, dass unsere Umwelt und unsere Nahrungsmittel in einem größeren Maße mit Pestiziden belastet sind als noch vor zehn Jahren. Nach einer Stichprobenuntersuchung hat bereits die Hälfte aller Europäer Pestizide im Urin. Bereits vor einem halben Jahr hatte sich „ZDFzoom“ mit diesem Thema beschäftigt. Damals berichtete ZDF-Südamerikakorrespondent Andreas Wunn zusammen mit Tobias Haucke über die Folgen des Glyphosatgebrauchs in Argentinien. Dort traf der Autor Tabak- und Sojabauern, die jahrelang das Pflanzengift eingesetzt hatten und in deren Familien dann vermehrt behinderte Kinder zur Welt kamen. Nach der Ausstrahlung der Dokumentation bekam „ZDFzoom“ viele Hinweise auf verstärkten Glyphosateinsatz in Deutschland und Europa. Jetzt zeigt „ZDFzoom“-Reporterin Renate Werner in einer neuen Dokumentation, dass seit Längerem bei der Entnahme von Wasserproben immer wieder Fälle bekannt werden, bei denen die gesetzlichen Grenzwerte für das Gift weit überschritten werden. Und dass die Kontrollen, die Verbraucher eigentlich schützen sollen, auf allen Ebenen Lücken aufweisen. Eine Tatsache, die besonders fragwürdig ist. Denn nach neuen Studien zu Pestiziden liegt der Verdacht nahe, dass die Unkrautvernichtungsmittel das Erbgut schädigen, Krebs und weitere Krankheiten auslösen können. So zählt die landwirtschaftliche Sozialkasse in Frankreich inzwischen Parkinson – verursacht durch Pestizide – zu den Berufskrankheiten von Landwirten und Winzern. Deutsche Behörden klassifizieren den Wirkstoff dagegen weiter als unbedenklich. „ZDFzoom“-Reporterin Renate Werner begibt sich auf Spurensuche. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der immer häufigeren Verwendung von Glyphosat und dem Anheben der gesetzlichen Grenzwerte in Lebensmitteln? Wenn Glyphosat tatsächlich unbedenklich ist, wieso wird dann in einigen EU-Staaten plötzlich der Einsatz streng reglementiert? Ist das alles nur Panikmache? Wie groß ist die Pestizid-Gefahr wirklich?

    • Hallo Jan,

      als Ergänzung zu Deinem Bericht habe ich heute Abend in 3sat einen Bericht (Netz Natur: Sind die Bienen noch zu retten?) aus der Schweiz gesehen. Darin geht es auch um die Frage, ob denn Pestizide für den drastischen Rückgang der Insektenvielfalt und Bienenvölker verantwortlich ist. Die Hersteller haben selbstverständlich negiert, klar! Wenn etwas schief geht, ist der Nutzer schuld, weil er sich nicht an die Empfehlungen hält.
      Aber alles hat zwei Seiten: wenn es keine Insekten zum Bestäuben mehr gibt, können ja Arbeit suchende Bürger zum Bestäuben der Blüten herangezogen werden, also eine prima Arbeitsbeschaffung. Nicht lachen, wird in China schon praktiziert! Nicht, weil dort das „Menschenmaterial“ (sorry) sehr umfangreich zur Verfügung steht, sondern weil in bestimmten Regionen durch Umweltverschmutzungen die Insekten schlicht nicht mehr vorhanden sind.

      Viele Grüße

      Peter Ott

  5. TV-Empfehlung:

    Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

    auf stern TV (RTL) geht es morgen um die »Nutztierhaltungsform«, die nicht nur aus unserer Sicht am meisten Leid und Tod bringt: die Hühnermast.

    Als Experte ist Mahi Klosterhalfen, unser geschäftsführender Vorstand, ins Studio eingeladen. Er wird dort auf einen Sprecher der Geflügelindustrie treffen.

    Mahi Klosterhalfen warnt vor zu hohen Erwartungen: »Mein Gegenspieler ist ein absoluter Medienprofi und für mich ist das der erste Live-Auftritt im Fernsehen. Ich rechne zudem damit, dass keinerlei schockierende Undercover-Videos, sondern nur Bilder aus einem Vorzeigestall der Geflügelindustrie gezeigt werden. Das ist keine leichte Ausgangssituation. Trotzdem werde ich mein Bestes geben, um den Tieren meine Stimme zu leihen.«

    Die Eckdaten
    Sendung & Sender: stern TV, RTL
    Datum: Mittwoch, 13.11.2013
    Zeit: 22:15 Uhr, live (der Hühnermast-Beitrag kommt evtl. etwas später)

    Wir freuen uns über alle ZuschauerInnen, die Mahi Klosterhalfen morgen die Daumen drücken!

    Herzliche Grüße
    Ihr Team der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

    PS: Von Versuchen, stern TV im Vorfeld der Sendung zu beeinflussen, bitten wir abzusehen.

    Quelle: Newsletter der Albert Schweitzer Stiftung

  6. Hannes Jaenicke

    Liebe Besucher meiner Website,
    ich bin nach wie vor beeindruckt von den regen Diskussionen hier.
    Ich konnte mich am Wochenende mal wieder tierisch aufregen über Nestlé.
    Wenn Ihr Lust und Zeit habt, unterstützt doch ebenfalls diese Petition:
    Hier geht’s zur Petition.
    Danke und viele Grüße,
    Euer Hannes Jaenicke

    • Hallo Herr Jaenicke,

      vielen Dank für den Hinweis, habe gleich die Petition abgeschickt. Es ist schlimm und unverantwortlich, wie eine Handvoll große „Welt“ Konzerne aus reiner Profitgier hemmungslos Menschen ausbeuten, auch und gerade Kinder! Aber wir unterstützen mit unserem Kaufverhalten diese Ausbeutung, weil ja Geiz nach wie vor Geil ist.

      Herr Jaenicke, bitte weiter so!! Endlich mal eine Plattform mit Sinn und Verstand. Schade nur, das sich hier wahrscheinlich nur Leute austauschen, die im Grunde alle gleich Ticken.

      Liebe Grüße

      Peter Ott

  7. Hallo,
    sehenswert auf youtube.de sind die Dokus: Bottled life und Kindersklaven schuften für Nestle.
    LG G.B.

  8. Hallo Claudia,

    ich finde es super, dass Du Dir Gedanken über dieses Thema machst. Leider bindet uns die Industrie da auch wieder nen Bären auf. Es gibt vielleicht Eier von Hühnern, die ein schönes Leben haben. Und ich denke auch, das sind die vom Bauern, aber eine Henne legt normalerweise ca 8 Eier im Jahr, um diese dann zu bebrüten, damit ihre Küken schlüpfen, nicht für den Menschen. Auch nicht die Hühner beim Bauern.

    Ein Ei ist eine große Eizelle, die größte, die es in der Natur gibt. Die Eier der Hühner sind nicht für den Menschen, das ist ein Irrtum. Das ist Tradition, aber Tradition ist nicht immer richtig. Menschen nehmen sich die Eier, was als völlig normal, natürlich und notwendig gilt, ist es aber nicht. Normalerweise entsteht ein Küken im Dotter, der seine Nahrung ist. Es ist erst gar nicht zu sehen, dann sieht man einen winzigen Punkt , der immer größer wird.

    Es gibt tolle Bilder dazu:
    haha.nu/the-birth-of-a-chicken

    Eine Henne braucht auch keinen Hahn, um Nachwuchs zu bekommen.
    Also nimmt man eigentlich (oft, ohne es zu wissen) einer Henne ihren Nachwuchs weg.
    Eine Henne ist immer bemüht, ein komplettes Gelege zu bilden, um mit dem Brüten beginnen zu können. Wenn wir Menschen uns ein Ei nehmen, wird eine Henne immer wieder eines nachlegen und so läuft der Kreislauf.
    Hühner legen die Eier nicht für uns, sondern es sollten daraus eigentlich ihre Küken werden.

    Nicht falsch verstehen, ich freue mich sehr, dass Du Interesse daran hast.
    Ich will Dich nicht verurteilen oder bevormunden. Ich finde es super, wenn jemand von sich aus was darüber wissen will und ich rede sehr gerne darüber, weil ich möchte, wenn Leute darüber Bescheid wissen.

    Die Eier, die man vom Bauern holt, sind auch nicht die Eier, die im Kuchen, in Gebäck, Eiernudeln oder sonstigen Teigwaren etc sind und man ist sich dessen oft nicht bewusst, mir ging´s auch lange so. Diese Eier kommen von 50 Millionen gequälten Hühnern, egal ob aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung, diese Hühner sind ausgelaugt, weil sie bis zu 300 Eier im Jahr legen müssen. Danach enden sie als Suppenhuhn.

    Und Eier, aus denen einmal Legehennen werden sollen, werden aussortiert und die männlichen Küken werden lebendig zerschreddert oder vergast.

    Ich danke Dir für Deine Frage, ich gebe gerne Infos weiter.
    Es ist nämlich auch so, dass Eier wegen ihres Cholesterins gesundheitsschädlich sind.
    Ich finde es toll, wenn jemand nicht so gleichgültig durch den Supermarkt läuft.

    Liebe Grüße
    Anna Gill

  9. Ich habe Ihr Buch mit Interesse gelesen, mit vielem gehe ich konform.
    Über Vitamin D ist eine große Disskussion im Gange. Mich hat das Engagement des Arztes Dr. Raimund von Helden und sein Buch “ Gesund in 7 Tagen“ überzeugt, Vitamin D zu substituiren!
    Da ich nun im “ Lebensmittel“ Bereich meinen Kommentar abgebe, mochte ich auf das funktionelle Ernährungskonzept von „Cellagon“ hinweisen. Es gibt nicht nur schwarze Schafe!Die Hans Günter Berner GmbH in Altenholz hat sich es schon seit fast 30 Jahren auf die Fahne geschrieben, den Menschen mit optimal ausgesuchten Lebensmitteln zu unterstützen. Eine ganz tolle Firma mit viel Herzblut! Mittlerweile gibt es auch vegane Naturkosmetik von Cellagon!!
    Eine echte Funktionskosmetik, die die Haut mit Antioxidantien pflegt und schützt und wieder auf Vordermann bringt!

  10. Hallo,

    mich hat folgendes Zitat von Karl Ludwig Schweisfurth sehr beeindruckt:

    » Wenn ein System zu groß geworden ist, vom ‚rechten Weg‘ abgekommen, wenn soziale, ökologische und ethische Grundwerte unter dem Druck der ‚Billigheimer‘ verloren gegangen sind, werden Menschen kommen, die wieder neu anfangen: klein, bescheiden, aber mit guter bäuerlich-handwerklicher Lebens-Mittel-Qualität. «
    Karl Ludwig Schweisfurth

    Mich hat der Mann, der mal Inhaber des Lebensmittelkonzern Herta war, überzeugt.
    Auf der Webseite Die Symbiotische Landwirtschaft auf tierisch-gut-leben, wird dargestellt das es auch ohne Tierquälerei geht. Wer weg von der Massentierhaltung will, ohne auf Fleisch zu verzichten, sollte sich hier mal durchlesen…

    Gruß
    Peter S.

    • …leider ist die Endung des Links nicht übernommen worden. [Anm. der Red.: Danke für den Hinweis, wir haben den Link korrigiert]

      Oder einfach mal nach Karl Ludwig Schweisfurth im Netz suchen. Es lohnt sich!

      Gruß Peter S.

  11. Man wird ja immer wacher…. Ich bin mir selber unbegreiflich mit wieviel „egal“ ich scheinbar durch den Supermarkt gelaufen sein muss.

    Ich möchte nie missionieren oder bevormunden, aber wenn jemand vor mir an der Kasse steht mit Eiern „aus Bodenhaltung“ (Käfighaltung habe zum Glück länger nicht gesehen?!). Und dann fällt mir letztens bei Rewe auf, als ich eben wieder zum 6er-Pack aus Freilandhaltung greifen wollte: genau der selbe Hof (hört sich ja so schön romantisch, landwirtschaftlich an…) eben auch Eier aus Bodenhaltung anbietet. D.h. ich kaufe relativ ruhigen Gewissens aus Freilandhaltung, unterstütze dann aber direkt oder indirekt trotzdem die Bodenhaltung??? D.h. gibt es da tatsächlich einen Bereich für Boden- einen für Freilandhaltung? Weiß jemand mehr darüber?

    Ich habe die Eier wieder zurückgelegt und werde nun doch ein Stückchen zum Bauernhof fahren um da meine Eier zu kaufen.

    Danke, dass es solche Seiten wie diese gibt…! 🙂

    • Sehr geehrter Herr Jaenicke,
      vielen Dank für Ihr Engagement! Die Lebenmittelindustrie verarscht uns wo es nur geht, aber wie schon oft gesagt: Wir können selbst entscheiden! Wir versuchen uns seit Jahren an einfachen Alternativen, ohne Ausstieg und ohne eigenen Bauernhof:
      Drei Anmerkungen:
      1. Hühner selber halten ist relativ einfach, mit Zwerghühnern geht das auch auf dem Balkon, und für den Eigenbedarf genügen 3-4 Hühner. Klar, wir nehmen den Hühnern die Eier weg, aber so kann man dafür sorgen, dass es den Tieren gut geht, dass sie zum Beispiel kein gentechnisch verändertes Futter bekommen und genügend Platz und Beschäftigung. Daneben kann man was zur Erhaltung alter Nutztuerrassen tun:
      Rote Liste

      Gute Infos zur Haltung:
      Hühner-Info

      2. Brotbacken ist ebenso einfach. Wichtig – wenig Hefe (1/2 Päckchen für 1500g Mehl).
      Ohne Vorteig alles zusammen vermengen und lange gehen lassen! (Bei Dinkelmehl über Nacht). Beim Backen 10 Minuten 230°C, dann 200°C. ergibt vier mittlere Laibe.
      Und – falls es einem unter die Finger kommt: Ruchmehl, ein hochwertiges Mehl aus Gelbweizen, wird in der Schweiz fürs Brot verwendet, macht eine schöne Kruste ganz ohne Chemie.
      3: Gewürz- und Gemüsesalze sind mit einem Trockenautomaten einfach herzustellen. Fazit dazu: Die ganze Wohnung duftet während der Herstellung, die Salzmenge kann drastisch reduziert werden und Geschmacksverstärker sind so was von überflüssig. Solche Salze schmecken übrigens auch im Brot sehr gut und verringern die Gesamtsalzmenge.
      Herzliche Grüße
      Sibylle

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