Klimaschutz statt Umweltschutz?

Vielleicht nicht ganz zum Thema passend    Gruß  Ted Rahe

Klimaschutz statt Umweltschutz?
Wo Interessen im Spiel sind, hat die Wahrheit schlechte Karten
Dr. Quadbeck-Seeger, Chemiker, Manager (Nach P.M. – Welt des Wissens)
Während des Überganges vom alten zum neuen Jahrhundert bzw. Jahrtausend verschob sich die öffentliche Aufmerksamkeit vom Umwelt- auf den Klimaschutz. Meiner Ansicht nach war und ist das nicht nur für die Nachwelt, sondern auch für alle, die nicht daran verdienen, eine Katastrophe. Das für die Pflanzen direkt und für Mensch und Tier indirekt lebensnotwendige und bei fast allen Prozessen ent-stehende CO2,, Kohlendioxyd, wurde zum Schadstoff erklärt. Dieses Gas, zu we-niger als 0,04% in der Luft enthalten, soll dafür sorgen, daß weniger Sonnenener-gie in den Weltraum zurückgestrahlt, als aufgenommen wird. Das sei dem Treib-hauseffekt vergleichbar. Um das zu vermeiden, müsse CO2  besteuert, gespeichert und verhindert werden. Und die dadurch erzielten Einnahmen könnten endlich die Summen in die staatlichen Kassen spülen, die zur Schuldentilgung und dann na-türlich unausgesprochen, für eine weitere Erhöhung der Diäten benötigt werden. Als Nebenprodukt erhält man das von der Politik gewünschte Wirtschaftswachs-tum, oder kritisch gesehen, eine weitere Methode zur „Verteilung von unten nach oben“, der „die da unten“ sich als Folge ihrer Abhängigkeiten nicht entziehen kön-nen und als Folge ihrer weitgehend selbstverschuldeten Unwissenheit auch nicht wollen. Ferner kann man der Industrie je nach Branche den Ausstoß einer festge-legten Menge Klimagas, so ein neuer Begriff, genehmigen. Und wer dieses Quantum nicht ausschöpft, kann die nicht verbrauchte Menge in Form von Zertifi-katen verkaufen. Man nennt das Emissionshandel. An dem verdienen dann auch die Banken, und an der anfallenden Mehrwert- oder Umsatzsteuer dann auch wie-der die sich beteiligenden Staaten. So oder so ungefähr könnte das laufen. Was Wunder, daß der Chef der größten deutschen Bank seinen 60sten Geburtstag im deutschen Kanzleramt feiern durfte.
Und die Annahme einer analog zur Heaviside-Schicht, nur in einem höheren Fre-quenzbereich reagierenden Kohlendioxyd-Schicht in der Stratosphäre oder wo immer erscheint mir mehr als unrealistisch. Real ist jedenfalls, daß die öffentliche Fixierung der Aufmerksamkeit auf CO2  wie ein Freibrief für die Freisetzung echter Schadstoffe wirkt. Und das erklärt die breite Akzeptanz der Treibhaustheorie durch die Wirtschaft und die von ihr indirekt abhängigen Medien und als Folge davon der Mehrheit der des eigenständigen Denkens entwöhnten Bevölkerung. Und: Die Wirtschaft protestiert auch deshalb nicht, weil sie die entstehenden Kosten an den Endverbraucher durchreicht, nicht ohne vorher noch die übliche Verdienstspanne aufgeschlagen zu haben. (vielleicht in der Zeit gesättigter Märkte eine der wenigen Möglichkeiten der Gewinnsteigerung) Sicher, man übersieht die CO2- Produktion der über 7 Milliarden Menschen, die Religionen könnten Anstoß nehmen. Die der Rindviecher (hier nicht der zweibeinigen) wurde allerdings schon angesprochen und deren Besteuerung, wahrscheinlich von Vegetariern, gefordert.
Aber gehen wir zunächst von einem menschengemachten weltweiten Anstieg der Umgebungstemperatur aus, den ich im Prinzip nicht bezweifle. Es mag allerdings sein, daß dieser nicht ausreicht, um eine vielleicht durch eine abnehmende Son-neneinstrahlung bedingte Abkühlung auszugleichen. Und gehen wir davon aus, ein Anstieg sei durch einen durch Kohlendioxyd verursachten Treibhauseffekt ver-ursacht. Nehmen wir also an, ein Gasgemisch mit einem Anteil von weniger als 0,04% CO2, nämlich die Luft, verhalte sich der Wärmestrahlung gegenüber wie Glas. Und nehmen wir weiter an, die so umhüllte Erde sei mit einem Treibhaus vergleichbar. Dazu sind sicher einige Fragen angebracht.
Leben ohne CO2 – geht das?
Ohne CO2 wären wir, wenn wir wären, vielleicht Mikroben, Pilzsporen oder etwas ähnliches, jedenfalls keine Klimakritiker. Es gäbe keine Pflanzen und somit keine Nahrung für Mensch und Tier, es sei denn, wir und sie könnten von Mikroben le-ben. Was genau sein und was nicht sein könnte, darüber mögen Biologen nach-denken, wenn sie wollen und nicht von Wirtschaft und Politik alimentiert werden.
Am 3. Juli 2009 fand ich auf der zu meinen Favoriten gehörenden Webseite >www.medienanalyse-international.de< des Germanisten und Historikers Andreas Hauß folgende Anmerkung eines unbekannten Autors
„Als ich in den 60er Jahren die Landwirtschaftsschule besuchte, war CO2 farb-, ge-ruch- und geschmacklos und schwerer als Luft. Es fiel nach unten und wurde von den Pflanzen aufgenommen
In den 80er Jahren begann auf der politischen Bühne das Waldsterben. Damals stieg das CO2 in die Luft, verband sich da mit der Luftfeuchtigkeit zu H2CO3 und fiel als saurer Regen vom Himmel
Heute steigt das schwere CO2 nach oben, bleibt da, meidet die Feuchtigkeit und führt zum politischen Treibhauseffekt
Ich frage mich, wie weiß das CO2, was es gerade machen soll?“
Soweit der Eintrag. Ich erinnere mich noch an die Anfänge der „Ernennung“ des Kohlendioxyds zum Schadstoff. Unter Umweltschützern war es Konsens, daß es sich dabei um ein Ablenkungsmanöver der Industrie und der von ihr Abhängigen handle, damit nicht von den tausenden und täglich mehr werdenden anderen nicht in die Atemluft gehörenden Substanzen geredet wird. Ich glaube mich allerdings zu erinnern, daß für den sauren Regen damals im Wesentlichen Schwefel und Schwefelsäure verantwortlich gemacht wurde. Und vom Waldsterben nicht nur auf der politischen Bühne kann sich in bewirtschafteten Forsten jeder Spaziergänger selbst überzeugen. Nur weniger als die Hälfte der gefällten Bäume (jedenfalls in meinem Umfeld) weisen keinen der durch eine Schädigung hervorgerufenen brau-nen Kerne auf.
Thomas Wieczorek (für Titelgläubige korrekt: Dr. Thomas Wieczorek) schreibt in „Die verblödete Republik“ (Knaur, München 2009): daß ehrliche Wissenschaftler u.a. wegen der Instrumentalisierung ihrer Arbeit häufig ins EU-ferne Ausland flüchten. Er nennt als Beispiel den Potsdamer Klimaforscher Gerald Haug. Kaum daß der mit dem Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aus-gezeichnet war, wechselte er, „ungerührt von allem Elitegeschwafel“, zur Eidge-nössischen Technischen Hochschule nach Zürich. Man muß dazu wissen, daß in Potsdam die wohl fanatischsten Verfechter der Treibhaustheorie sitzen.
Ich will mich aber gar nicht so sehr in die Klimadiskussion einschalten, aber ei-gentlich müßte sich jeder vernünftig Denkende fragen, weshalb das entstehende Kohlendioxyd nicht von den Pflanzen aufgenommen wird, sondern einen Treib-hauseffekt verursacht, wenn es ihn denn verursacht. (Nach meiner unmaßgebli-chen Meinung müßte Kohlendioxyd eher die Höhenstrahlung an der Grenze von der Gamma- zur Röntgenstrahlung verringern, also uns schützen. Um diese These zu verifizieren müßte man allerdings wissen, ob die in der Literatur angegebenen Maße der CO2-Moleküle korrekt sind und ob einzelne Moleküle unter bestimmten Umständen als Antenne wirken können – Da hilft nur forschen und nicht diskutie-ren) Es gibt bezüglich CO2 mehrere plausibel erscheinende, allerdings wider-sprüchliche Antworten.
1. Es entsteht, bezogen auf die Gesamtatmosphäre, gar kein industriell verur-sachtes Kohlendioxyd in nennenswertem Umfang  (halte ich für unwahr-scheinlich)
2. Kohlendioxyd steigt, unbekannten physikalischen Gesetzen folgend, trotz sei-nes das der Luft übersteigenden spezifischen Gewichts und der größeren Dichte in die oberen Luftschichten auf. und steht deshalb den Pflanzen nicht vollständig zur Verfügung.
3. Der Boden ist inzwischen zu ausgelaugt, bzw. zu nährstoffarm für gesundes Pflanzenwachstum. Die Bäume, Gräser und Sträucher können das verstärkte Kohlendioxydangebot nicht verwerten (gilt auch für die beiden folgenden Punkte).
4. Die Böden enthalten als Folge eingetragener Schadstoffe nicht mehr genü-gend der Mikroorganismen, die die Nährstoffe für die Aufnahme durch Pflan-zen aufbereiten.
5. Die Pflanzen sind durch Umwelteinflüsse zu stark geschädigt
6. Die letzte mir bekanntgewordene aber meines Wissens nach unveröffentlichte These besagt, daß neben Kohlendioxyd gewöhnlich Kohlenmonoxyd entste-he. Dieses oxydiere an der Luft sofort zum Dioxyd. Das setzt aber voraus, daß die Umgebungsluft hinreichend Sauerstoff enthält. Ist das nicht der Fall, bleibt Kohlenmonoxyd (CO) erhalten. Und das ist, wie allgemein bekannt sein sollte, ein für Menschen tödliches und für Pflanzen schädliches Zellgift.
Obendrein scheinen unsere Regierung, Parlamentarier und selbst mit Naturschutz befaßte Behörden nicht sonderlich viel von einer Notwendigkeit der Verringerung des Kohlendioxydgehalts der Luft zu halten. Zwei Beispiele:
 Der CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen hängt im Wesentlichen nach wie vor vom Kraftstoffverbrauch ab. Dieser läßt sich, um einen Vorschlag der F.D.P. aus den sechziger oder siebziger Jahren aufzugreifen, durch Umlegen der Kfz.-Steuer auf die Treibstoffkosten am wirkungsvollsten und ohne Verzöge-rung verringern – auch wenn die F.D.P. damals eine Reduzierung der Ver-waltungskosten beabsichtigt hatte. Beim Kauf neuer Fahrzeuge würde als Folge „automatisch“ auf den Verbrauch geachtet, während die Besitzer alter Fahrzeuge sofort häufiger auf Bahnen und Busse, oder das Fahrrad umstei-gen könnten. (Arbeitnehmer für unvermeidliche Kfz.-Fahrten zur Arbeitsstelle und das Gewerbe steuerlich zu entlasten, dürfte einer intelligenten Verwaltung keine unüberwindlichen Probleme bereiten)
 In Mölln z.B. wurde 2009 der Laubbaumbestand derart gelichtet, daß man ei-ne Bestandspflege mit Sicherheit ausschließen kann. „Böse Zungen“ könnten behaupten, daß dieses nur geschehe, um den CO2- und Feinstaubgehalt der Möllner Luft soweit anzuheben, daß die von einigen Lokalpolitikern geforderte Umweltzone zur Reduzierung der Fahrzeugaufkommens in der Innenstadt nicht mehr zu umgehen ist.
Aber: Wenn CO2 tatsächlich eine Abstrahlung der Wärme (d.h. der IR- bzw. Infra-rotstrahlung) verhindert, verhindert sie auch die Einstrahlung des Wärmeanteils der von der Sonne ausgestrahlten elektromagnetischen Wellen, zu denen be-kanntlich auch das Licht gehört. Aber nicht sonderlich erfolgreich, wie jeder auch in nördlichen Breiten im Sommer feststellen kann.
Inzwischen erschienen im Internet unter dem Stichwort „Klimagate“ unübersehba-re (und etwa ein halbes Jahr später schon wieder vergessene) Hinweise  zu Mani-pulation von Klimadaten zugunsten eines Anstiegs der Durchschnittstemperatur
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Randbemerkung
Mitte der neunziger Jahre: Hamburg Messe. Veranstaltung „Schiff, Maschine, Meerestechnik“. Auf dem Stand des Japanischen Verbandes der Schiffsmaschinenexporteure o.ä. standen mehrere Schiffsdiesel. Neben einem dieser Ungetüme befand sich, befremdlich für das Thema der Ausstellung, ein Ständer mit einem Photo des Inne-ren eines Gewächshauses. Der Text dazu lieferte die Erklärung. Ein  Motor gleichen Typs war im Auftrag einer dänischen Großgärtnerei für den Betrieb mit Biogas umgerüstet  worden .Ein angeflanschter Generator erzeugt in der Gärtnerei benötigten elektrischen Strom. Das Kühlsystem liefert Wärme. Und das Abgas wird in die Ge-wächshäuser geleitet und führt dort zu einem beachtlichen Pflanzenwachstum. Der Effekt ist Gärtnern unter dem Begriff CO2-Dusche vertraut.
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Falls die Erde sich tatsächlich als Folge menschlicher Aktivitäten erwärmt, sieht  unser Einfluß möglicherweise ganz anders aus, als allgemein diskutiert. Wo bleibt eigentlich die industrielle, u.a. die in Kohle- und Kernkraftwerken anfallende Pro-zeßwärme? Darunter fällt auch die Wärmeabstrahlung der Kfz-Motore, -kühler und -auspuffrohre. (nur die der Wohnhäuser während der Heizperiode, wahrscheinlich die unbedeutendste, wird nicht übersehen). Wenn man davon ausgeht, daß ohne die erstgenannten zusätzlichen Quellen, keine Übervölkerung vorausgesetzt, ein halbwegs natürliches Gleichgewicht zwischen biologisch erzeugter sowie für das Leben notwendiger Wärmeerzeugung und der Abstrahlung in den umgebenden Weltraum bestand, steuert der „Kampf gegen CO2“ einer zunehmenden Erder-wärmung nur insoweit entgegen, als er indirekt zumindest überflüssige Wärmeab-strahlung in Industrie, Verkehr und Haushalten verhindert. Die Wärmedämmung von Gebäuden ist allerdings nicht so verkehrt. Bei steigenden Temperaturen hilft sie das Innere einigermaßen kühl zu halten, im Falle zunehmender Kälte spart sie Heizkosten. Nur, ob Steinwolle das beste Dämm-Material ist?
Vielleicht erinnern Sie sich noch an die die Verschmutzung der Polkappen, der Gletscher und der Schneeflächen des Hochgebirges beklagenden Presseberichte der Vergangenheit? Sie lösten jedenfalls erstes Nachdenken über die weltweit zu-nehmende Verschmutzung aus. Die durch sie bedingte verringerte Reflexion der Sonneneinstrahlung führt zu in erster Linie zum Verschwinden der Schnee- und Eisdecke, was den Vorgang dann wiederum massiv beschleunigt. (Bei Borgward,  einem etwas merkwürdig „abgewickelten“ Kfz.-Hersteller in Bremen, hatte man herausgefunden, daß versilberte Reflektoren der Autoscheinwerfer 40% mehr Licht auf die Straße brachten als die damals üblichen aus Aluminium. Mit anderen Worten: Die Stärke der Refexion ist von der Oberfläche der die Strahlung zurück-werfenden Fläche abhängig. Reinweißer Schnee wirft die Sonnenstrahlung stärker zurück als verschmutzter.
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Randbemerkung
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit empfehle ich, das hier übliche Denken im “Entweder-oder“ durch eine “So-wohl-als auch“ Schablone zu ersetzen. Trotz knapp 30-jähriger Zusammenarbeit mit Japanern fällt das selbst mir schwer. Zwischen den Zeilen lesend, dürfte der Leser inzwischen bemerkt haben, daß ich dem Treibhausmodell kritisch gegenüberstehe. Ich will aber nicht ausschließen, daß der eingangs erwähnte wirtschaftlich unabhängige Holger Strohm das Modell für realistisch hält. Er ist allerdings der Meinung, daß dieser Effekt nur 20% des men-schengemachten Anteils an der Erderwärmung ausmache. Damit kann ich leben.
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Es könnte auch andere Ursachen der Erderwärmung geben, z.B. eine Verände-rung der  Sonnenaktivität, die Verringerung der Geschwindigkeit der Erdumdre-hung (unwahrscheinlich) oder beides. Die Erdgeschichte schließt das nicht aus.
Das häufig von den Anhängern der Treibhaustheorie vorgebrachte Argument, daß die „fossile Industrie“ genügend Geldmittel zur Verfügung habe, um wasserdichte Studien, die die grundlegenden Erkenntnisse der Klimaforschung widerlegen, auch in Europa werbewirksam zu verbreiten, unterstellt deren Führungskräften einen nicht gerade überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten. Natürlich gibt auch die Mineralölindustrie die ihr entstehenden Kosten nebst anteiligem Gewinn weiter. Obendrein sind Unternehmen des vorgenannten Industriezweigs längst in die Solarzellenfertigung eingestiegen.
Und damit wären wir fast , aber noch nicht ganz beim nächsten Thema.
Nicht, das ich, wie schon gesagt, eine heraufziehende Klimakatastrophe abstreite. Nur, wir bereiten uns darauf vor, wie Absolventen einer Förderschule auf ein Ri-gorosum. (mündliche Doktorprüfung) Nämlich gar nicht. (bei längerem Nachden-ken erscheint dieser Vergleich  nicht einmal mehr absurd).. Und da wir nicht sicher sein können, ob wir einer Warmperiode oder einer neuen kleinen Eiszeit entgegen gehen, sollten wir und auf beide Möglichkeiten vorbereiten.
Man mag ja von den Bilderbergern halten, was man will. Nur, Dummköpfe sind es sicher nicht. Und die haben im Juni 2010 in Sitges an der spanischen Mittelmeer-küste nicht über die Folgen der Erderwärmung, sondern über die der weltweiten Abkühlung gesprochen.
Nun ist das Internet voll von Klagen über den angenommenen großen Einfluß der vorgenannten Gruppe auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Mich stört anderes. Nämlich die Frage, warum diejenigen, denen der Erhalt unserer Umwelt wichtig war, nichts derartiges auf die Beine gestellt haben. Wahrschein-lich, weil ihnen etwas anderes noch wichtiger war, die Religion zum Beispiel oder eine Lösung der sozialen Frage oder ein Verbot des Schwangerschaftsabbruchs oder die Selbstdarstellung. Und sie haben den Umweltschutz nur als Pferd ge-nommen, auf dessen Rücken sie ihre eigene Ideologie vorwärts transportieren wollten.
Zum Thema „steigender Meeresspiegel“ bleibt noch zu erwähnen, daß bereits Mitte der 1950er Jahre bekannt war, daß die ostfriesische Küste absinkt, während die nordfriesische aufsteigt. Umgekehrt ist auch möglich – Es  verringert den Wert meiner Aussage wohl kaum, wenn ich mich nach über einem halben Jahrhundert nicht mehr an genau daran erinnere. In Küstennähe wohnend, sollte man dem schon nachgehen. und gegebenenfalls über eine Erhöhung der Deiche nicht nur nachdenken.
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Randbemerkung
Um nicht falsch verstanden zu werden: Falls Sie im Internet Informationen zum Thema Klimakritik suchen, (dar-unter fällt meine Auffassung) stoßen Sie fast zwangsläufig auf Befürworter von Atomkraftwerken. Daß die Verfas-ser der entsprechenden Beiträge mehrheitlich dafür bezahlt werden, glaube ich kaum. Aber mit einiger Sicherheit waren sie nicht von Anfang an an den Diskussionen über die damals so genannte „friedliche Nutzung der Atom-energie“ beteiligt.
Etwa 1958 fanden in den Räumen der damaligen Technischen Hochschule, der heutigen Technischen Universität Braunschweig eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen zum vorgenannten Thema statt. Gegner und Befür-worter waren sich einig. Es dürfe weder ein Gramm radioaktiven Materials noch die geringste radioaktive Strah-lung den Kreislauf vom Uranbergbau bis zur damals schon angedachten Wiederaufbereitung verlassen. Man ging damals davon aus, daß der gesamte Prozess, wie in mit Giften und Mikroorganismen arbeitenden Laboratorien üblich, unter Unterdruck stattfinden könne. Man wußte damals noch nicht, daß sich kristalline Strukturen der Ma-terie unter dem Einfluß radioaktiver Strahlung verändern, instabil werden. Man glaubte, daß der in Glas einge-schmolzene strahlende Abfall in unterirdischen Salzstöcken für Jahrtausende sicher verwahrt sei. Und den schon damals bekannten „Pfusch am Bau“ glaubte man in den Griff zu bekommen.
Das einzige Gegenargument war die Antwort auf die Frage, ob man das Projekt abbrechen würde, wenn sich die an die Sicherheit gestellten Forderungen nicht erfüllen ließen, aber schon etliche Millionen in die Entwicklung ge-steckt worden seien. Die Befürworter waren von einem Abbruch überzeugt, die Gegner meinten, man würde wahrscheinlich die Gefahren „herunterreden“ und weiter machen. Anschließend ging man gemeinsam „ein Bier trinken“-
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 Ing. H. Baßfeld, E. Haye und Prof. G. Preuschen.
Einige Probleme werden in der Umweltdiskussion vollständig ausgespart. Minde-stens zwei davon wahrscheinlich, weil sie neben der Industrie auch unsere heili-gen Kühe, die Kraftfahrzeuge betreffen.
Eines der verdrängten Probleme besteht darin, daß die in der Luft enthaltenen Mi-kroorganismen, möglicherweise für uns lebensnotwendig, einmal durch einen Ver-brennungsmotor „gejagt“, den Auspuff als Leichen verlassen. Sie geraten als Fremdeiweiße in die Atemwege von Mensch und Tier und verursachen dort Aller-gien und vielleicht auch eine Schwächung des Immunsystems. (so der frühere Um-weltberater der niedersächsischen Landesregierung, Prof. Dr. Gerhard Preuschen und der frühere SPIEGEL-Redakteur Erich Haye [ s.Leitartikel der ANDERS LEBEN Nr. 38]). Gleiches gilt natür-lich auch für alle meist industriellen Verbrennungsvorgänge, bei denen durch ein Gebläse Luft zugeführt wird. Die steigende Anfälligkeit für Allergien besonders bei Kindern würde damit eine Erklärung finden.
Gleichgültig, ob man nun Kohlendioxyd und einen dadurch verursachten Treib-hauseffekt, industrielle Prozeßwärme oder vernünftigerweise beides u.a. als Ver-ursacher eines Temperaturanstiegs annimmt, sollte man noch einen weiteren Fra-genkomplex nicht aus der Diskussion ausblenden. Ich denke an den des Sauer-stoffverbrauchs von Verkehr und Industrie.
Der an Kohlenstoff und andere Stoffe fest gebundene Sauerstoff geht dem natürli-chen Kreislauf verloren. Das heißt logischerweise, daß der biologisch verwertbare Sauerstoffanteil der Luft sinkt. Das Ganze gilt zwar nicht als wissenschaftlich er-wiesen. Doch die unqualifizierten Reaktionen aus Kreisen der Industrie (und der von deren Aufträgen abhängigen Institutionen) auf die auch den Verbrauch durch Kraftwerke und Hersteller von Wirtschaftsgütern einbeziehende entsprechende These des Ingenieurs Hans Baßfeld läßt diese als realistisch erscheinen. Interes-sant ist, daß nicht nur, wie man erwarten kann, Industrieverbände und Gewerk-schaften protestierten, sondern selbst sogenannte Umweltschützer. Auf einen 1984 dennoch in den (damals noch nicht abgeglittenen) „Lebenschutzinformatio-nen“ veröffentlichten Bericht angesprochen, wagte H. Baßfeld die Vorhersage, daß die Menschen als Folge des abnehmenden Sauerstoffgehalts der Luft 10 Jahre später deutlich müder sein würden. Etwa ein Jahrzehnt später las und hörte man in fast allen Medien, was gegen das sich ausbreitende Müdigkeitssyndrom zu un-ternehmen sei. Man führte dieses auf alles mögliche, nur nicht auf einen allgemei-nen Sauerstoffmangel zurück. Und Hans Baßfeld starb nach einer harmlosen Operation.
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Randbemerkung
Ich fahre (zum Zeitpunkt der Niederschrift) seit mehr als zehn Jahren einen vom Konstruktionsbüro Elsbett auf Pflanzenölbetrieb umgerüsteten Toyota Pickup. Ohne Probleme. Funktioniert trotz anders lautender Informatio-nen aus dem Internet auch noch bei -15°C ohne Dieselzugabe. Und der TÜV hat verzweifelt versucht, nennens-werte Schadstoffmengen nachzuweisen. Ein Artikel in der Internetzeitung „morgenwelt“ belehrte mich, daß der großflächige Rapsanbau zur Ölgewinnung ökologisch nicht so harmlos sei. Beim Anbau von Raps werde Lach-gas frei, das als Treibhausgas 320 mal so wirksam sei wie Kohlendioxyd. Das Lachgas werde  von Bakterien er-zeugt, wenn der Sauerstoff im Boden knapp wird. Der Verfasser des Beitrags, Mitarbeiter eines Fraunhofer-Instituts, hat in Wirtschaftswissenschaften promoviert und daher mangels Hintergrundwissens die Brisanz dieser Aussage offensichtlich nicht erkannt.
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Jedenfalls, und das ist sicher, dürfte Hans Baßfeld nunmehr rehabilitiert sein. Es weiß nur niemand. Inzwischen wieder ein Jahrzehnt später, haben die Leute sich an den niedrigeren Sauerstoffpegel oder an die Müdigkeit gewöhnt.

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