Handeln und attraktiv werben

Großes Kompliment an Hannes Jaenicke für die ernüchternde Darstellung der vielfältigen Missstände, der Hintergründe und den vielen Tipps zur Umgehung der „Volksverarschung“. Danke natürlich auch an die vielen Kommentatoren und Rat gebenden Schreiber, die das Buch durch persönliche Erfahrungen und Berichte ergänzen. Die Frage, die mich umtreibt lautet: Wie schaffen wir es gemeinsam eine „breite Öffentlichkeit“ dazu zu bewegen, eine gravierende Änderung ihrer Lebensweise und ihres Konsumverhaltens vorzunehmen. Allein die Warnung vor den Auswirkungen z.B. des massenhaften Plastikmülls inklusive der Tatsache, dass sich dieser im (Billig-)Fisch auf dem Teller wiederfindet, bewegt kaum eine breite Bevölkerung das Ess- und Konsumverhalten zu ändern. Mit der Plastikflasche Fidji-Insel-Wasser in der Hand fühlt sich „Mann oder Frau“ echt sexy und erhebt sich auf eine Ebene mit den Reichen und Schönen aus Hollywood, meine namenslose Glasflasche mit dem hochqualitativen Leitungswasser aus Taunus hat dagegen kaum eine Chance. Was ich damit sagen möchte, ist, dass es uns endlich gelingen muss mit Hilfe der menschlichen Hirnforschung (nichts anderes nutzen z.B. Nestlé oder Apple) gezielt für Werbung für die Nutzung von Leitungs- als Trinkwasser zu machen, um bei diesem plastischen Beispiel zu bleiben. Erst wenn es uns gelingt, die Eier vom Bauern aus der Nähe so begeht wie einen schlechten Starbucks Kaffee im wachsbeschichteten Pappbecher mit Plastikkappe für 5,oo Euro zu etablieren, wird sich eine massive Veränderung einstellen. Sollte sich eine Initiative hierzu etablieren, bin ich sehr gerne dabei, diese mit Rat und Tat und gerne auch mit kompetenten Personen aus meinem Netzwerk zu unterstützen. Schritt für Schritt – lokal und global!

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