Energie

Das Umweltministerium posaunt zwar, die Emissionen seien gegenüber 1990 um fast 27 Prozent gesunken, verschweigt dabei aber, dass genau zu diesem Zeitpunkt die gesamte, ziemlich dreckige DDR-Industrie den Bach runterging und dass die Wirtschaftskrise (= weniger Produktion) den CO2– Ausstoß kurzzeitig ein wenig gesenkt hat. Ohne diese beiden Faktoren läge Deutschland signifikant über dem Sollwert – nicht zuletzt wegen der boomenden Unterhaltungselektronik.

Dabei wäre es doch eigentlich ganz einfach: Wer Luft, Atmosphäre und Umwelt versaut, muss blechen, wer ebendiese schont, wird belohnt. Ja. Wären da nicht die Bequemlichkeit des Endverbrauchers, der Lobbyismus und die Profitgier der Industrie sowie die Gemengelage aus Unfähigkeit, Verlogenheit und Korrumpierbarkeit in der Politikerriege.

Was nach wie vor fehlt, ist ein stringentes, ehrliches Energiekonzept, das die drei zentralen Bereiche Mobilität, Strom und Wärme gleichermaßen berücksichtigt und von allen Beteiligten mitgetragen wird. Was stattdessen da ist, ist ein Tauziehen zwischen verschiedensten Interessengruppen. Verkompliziert wird das Ganze dadurch, dass ein und derselbe Mensch oft in dem einen Bereich zur umweltbewussten Fraktion, im anderen aber plötzlich zur »Nach mir die Sintflut«-Fraktion gehört. Da wäre zum Beispiel der Hausbesitzer, der sich löblicherweise entschieden hat, kein neues Auto mehr zu kaufen, um die Umwelt zu schonen und Energie zu sparen; doch als der Gesetzgeber von ihm verlangt, eine Außenwanddämmung vorzunehmen, nur weil er die Fassade komplett streichen möchte38, geht er auf die Barrikaden.

Oder jene Leute, die permanent über zu hohe Stromkosten meckern und dann bei OBI olle  Glühbirnen kaufen, das Fenster bei laufender Heizung gekippt lassen und sich einen stromfressenden Kühlschrank zulegen, weil er gerade so schön billig ist … Ian Byrden, namhafter Professor für erneuerbare Energien an der Universität von Edinburgh, geht deshalb auch davon aus, dass sich noch viel in den Köpfen der Menschen ändern muss.

Die Abgabe von Kommentaren auf dieser Website war in der Zeit von Mai bis Dezember 2013 möglich. Wir haben uns sehr über die vielen engagierten Beiträge gefreut. Aus zeitlichen Gründen können wir eine dauerhafte redaktionelle Betreuung nicht mehr aufrechterhalten, so dass wir die Blogfunktion ausgesetzt haben. Wir bitten um Verständnis.

  1. Hallo!

    Im Internet geht es gerade ab! Auf der Klotze nichts zu sehen. Sucht mal nach E-Cat von Andrea Rossi.

  2. Vor zehn Minuten lief der Dokufilm „Gasland“ (Fracking in den USA).
    JETZT ist mir richtig schlecht. Wer das anstrebt, unterstützt, vorantreibt o. ä. MUSS komplett
    irre sein. V ö l l i g wahnsinnig.
    Ich persönlich bin fassungslos.
    Am Freitag, den 12. Juli wird das um 8.55 Uhr wiederholt. Auch wenn es sehr früh am Tag ist:
    UNBEDINGT ANSEHEN!
    Aber als Warnung, danach ist der Tag gelaufen.
    Mit albtraumhaften Grüßen
    Susanne

  3. Care-Energy machts vor. so geht Energie. 1 kw/h Strom für 19,90 ct.
    ohne Jahresvorrauszahlung, monatl. kündbar.
    Ich bin seit Februar 2013 bei care-energy und voll zufrieden. Schaut mal auf die facebookseite.
    care-energy hat sich z.b. für die Flutopfer eingesetzt, hat Stromaggregate usw. zur Verfügung gestellt. die tun was.

    Ich habe schon des Öfteren bei Bekannten erwähnt, daß ich nur 20ct. pro kw/h bezahle und
    muß immer wieder erstaunt feststellen, dass die meisten davon überhaupt nicht wissen, wieviel sie für ihren Strom bezahlen

  4. Ich weiß nicht ob es hier so richtig hin passt, eigentlich zu Internet und Co. Eine Suche bei Google verbraucht ungefähr soviel Energie wie ein LKW, der sich 1 cm bewegt. Dies kann man eindämmen, indem man anstelle von Google Blackle verwendet, der einem die Gleichen Suchergebnisse präsentiert nur, die Oberfläche ist schwarz und verbraucht somit auf die Masse der Anfragen gerechnet immens weniger an Energie. (blackle.de)

    • … es gibt sogar eine „grüne“ Suchmaschine:
      Ecosia.org

      • Die Farbe „Grün“ verbraucht aber mehr Energie als „Schwarz“…

  5. Hallo alle zusammen.
    Ich finde dass jeder etwas zum Klimaschutz und Energieverbrauch dazu tun kann.
    Ganz viele Leute beschweren sich über die hohen Strompreise, aber ich kenne z.B. auch genauso viele Leute die man ständig daran erinnern muss das Licht auszumachen (gerade wenn sie aus dem Bad kommen) wenn ich dann frage ob noch jemand im Bad ist kommt die irritierte Frage:“nein – wieso? dann sag ich immer: „weils Licht noch brennt“!
    Dann kenne ich Leute die die ganze Zeit das leere Wohnzimmer mit Musik berieseln lassen oder der Computer der auf Hochtouren läuft obwohl sie stundenlang nicht zu Hause waren. So etwas irritiert mich dann schon und ich verstehe sowas nicht! ich denke dass die sich über die Nachzahlungen nicht beschweren dürften!
    Auch an meinem Arbeitsplatz wird Strom sparen nicht gerade groß geschrieben! da brennt z.B. immer noch die Heizung weil sie defekt ist und die verantwortlichen nicht auf die Reparaturmeldungen reagieren. Somit wird eine Menge an Energie gerade zum Fenster hinausgepustet. Im wahrsten Sinne des Wortes.
    Ich kenne auch sehr beratungsresitente Leute die bei einer Außentemperatur von 20 Grad das Thermostat auf eine Innentemperatur von 30 Grad eingestellt haben und das permanent. Dann komme ich mir vor als wäre ich in der Wüste und brate im eigenen Saft.
    Mein Bruder und ich haben immer mal heimlich versucht die Grad auf ein erträgliches Maß zu stellen und wenn wir dann wieder hinschauten war es wieder wie vorher!

    Wir können viel erreichen wenn wir alle bei uns anfangen, z.B. Geräte die man gerade nicht braucht, abschalten, Licht aus sobald man den Raum verlässt. Und vor Allem müssen wir nicht jedesneueste Betriebsystem (einer hinreichend bekannten Firma) kaufen und das alte, eigentlich noch gute, auf den Müllberg werfen.
    Unsere Ressourcen sind bald aufgebraucht, und jeder kann einen kleinen Beitrag dazu leisten.

  6. Hab noch was im Buch gefunden….. Die olle Glühbirne…. Für mich gibt es z.Z. keine Alternative.
    Keiner hat wohl bis heute mal gegengerechnet, was die Herstellung, die Chemie darin + die Entsorgung (‚Sondermüll) danach von Energiesparlampen wirklich kostet.
    Ebenso ist für mich die Solarindustrie ein mehr als schmutziges Geschäft. Wir haben einige Jahr Zaun an Zaun mit einer „Solarbude“ gewohnt (zum Glück konnte sie nicht bestehen). Bereits bei der Herstellung gehen Unmengen an Chemie in die Umwelt (die Abgaswolken haben ständig die Farbe gewechselt) Wie werden die Module/Platten in X Jahren entsorgt? Es ist ein Haufen Sondermüll.

    Wenn man Energie sparen will, sollte man damit anfangen, unnütze elektrische Dinge (elektrische Rollladen, elektrische Garagentore, Infrarotsauna und, und, und) abzuschaffen.
    Auch ein normaler Kühlschrank kann übrigens bestehen, wenn man ihn nicht auf zu kalt stellt.
    Dazu muss ich nicht einen viel zu teuren AAA-Kühlschrank kaufen.

    • Hallo, Yvonne.

      bzgl. „die olle Glühbirne“ kann ich mich dir nur anschließen, denn egal, in welchen Haushalt ich berufsbedingt komme: Das Licht brennt auf allen Etagen, obwohl sich keiner mehr in den Räumen aufhält. Motto: „Wir haben ja Energiesparlampen…! Dadurch zählen aber meine 2 Kinder schon zu den absoluten Exoten, da ich ihnen vorgelebt habe, dass man Licht, Fernseher und Radio ganz einfach ausschaltet, wenn man es über einen längeren Zeitraum nicht mehr in Anspruch nehmen möchte…

  7. Solange noch kein ganzheitliches Energiekonzept umgesetzt ist, fühlen wir uns im Berliner Raum beim Stromanbieter EMB (Energie Mark Brandenburg) ganz wohl. Der Strom kommt zu 100% aus Wasserkraft Energie Mark Brandenburg .
    Ist sicher noch nicht das Endziel, aber ein Schritt in die richtige Richtung, den wir jetzt tun können.

  8. Hallo,alle zusammmen,verweise auf das Buch:Kampf um Strom:Mythen,Macht und Monopol von der Wirtschaftswissenschaftlerin Prof.Dr.Claudia Kemfert,welche im ZDF bei Pelzig hält sich am 12.März 2013 sehr symphatisch,kompetent und überzeugend gehalten hat.Satire und Komik treffen es dabei auf den Punkt sowie den Nerv der Zeit.Gute und beispielhafte Unterhaltung,wo der Zuschauer DAZULERNEN kann(wenn er denn will) und gleichzeitig bestens aufgeklärt und informiert wird.Besser geht`s nicht!Voila!
    Möchte auch gern den Stromanbieter wechseln,befürchte jedoch die oben bereits und vom Hörensagen erlebten,realistischen Sch…Schilderungen und weiß nicht(ohne ausrede!), ob ich dies momentan nervlich aushalte.Gut Ding will Weil haben,obwohl es fast schon überfällig ist.Ich setze mir Prioritäten.

    • Sehr geehrte Frau Koschnik, die Erfahrungen mit Stromanbietern müssen ja nicht immer negativ sein. Wir sind vor drei Jahren vom örtlichen Versorger zur Naturstom AG gewechselt. Nach einer Anfrage beim bisherigen Stromversorger fanden die Mitarbeiter im Kundenzentrum die Frage nach Ökostrom noch ziemlich „abstrakt“. Daher haben wir uns nach alternativen Anbietern von Ökostrom umgesehen und haben uns letztlich für die Naturstrom AG entschieden. Hierzu haben wir lediglich das Online-Formular auf der Website der Naturstrom AG ausgefüllt. Alles weitere (inkl. Kündigung des Altvertrages) haben die völlig problemlos und ohne „Reibungsverluste“ für uns erledigt. Man darf aus unserer Erfahrung eben nur nicht parallel beim alten Versorger nochmals kündigen. Dann wird es oftmals problematisch. Wir sind mit der Naturstrom AG auch preislich sehr zufrieden. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage unter Link zu Naturstrom.de und in deren Portal unter Link zu Energiezukunft. Hier können Sie auch das sehr interessante Kundenmagazin herunterladen.
      Freundliche Grüße
      Thomas Faßbender

      • Guten morgen, lieber Thomas Faßbender und vielen Dank für die schönen Nachrichten sowie die Ermutigung. Mir schwirrt momentan der Kopf über all die Informationen.
        Ohne Zweifel, eher mit einer Entscheidungsfindung geplagt, werde ich nun den seit langem vor mich hergeschobenen, endgültigen Schritt einer diesbezüglichen Veränderung vornehmen und freue mich darüber.Manchmal bedarf es eben wirklich nur einen kleinen Stupser.
        In diesem Sinne einen herrlichen Sommertag,gutes Gelingen und vielen Dank.
        Herzlichst Petra Koschnik

        i

        • Liebe Frau Konschnik, es freut mich, dass Sie sich so schnell für den Wechsel entschieden haben und hoffe sehr, dass Sie künftig ebenso positiv über Ihre Erfahrungen mit dem Stromanbieter berichten können wie ich. Oft sind es die kleinen Schritte, die uns weiter bringen. Gegen „Kopfschwirren“ habe ich auch noch einen kleinen und sehr umweltfreundlichen Tipp: Fahrrad!
          Schönes Wochenende
          Thomas Faßbender

          • Hallo.lieber Thomas Faßbender, danke für den Tipp:Fahradfahren.
            Tue ich doch bereits ein Leben lang und Laufen mit den Füßen oder im Winter sowie zu speziellenAanläßen mal die BVG.Weiß nicht, ob Du die anderen Einträge von mir gelesen hast,da hatte ich dies bereits erwähnt.
            Egal, tut nicht zur Sache.Freue mich ob Deiner Anteilnahme.
            Bin ein sensibler Mensch,der oft in die Tiefe der Gefühle und des Unterbesussten geht.Da grummelt es schon mal hin und wieder im Darm oder der Kopf hat zu tun, wenn er so viel Futter bekommt.
            Meliseentee tut`s auch mit Lavendel.
            Oder mit den Worten von Roger Willemsen zu sprechen.Wut kocht hoch!
            Nein, im Ernst, habe in den letzten Tagen viele Berichte auf Arte usw. gesehen zu all diesen Themen, welche mich zum Nachdenken bringen.
            Aber Du hast vollkommen Recht, der frische Fahrtwind and der Luft macht den Kopf frei.
            In diesem Sinne vielen Dank und allweil gutes Gelingen.Grüße Petra Koschnik
            .

  9. Hallo,
    meine Erfahrung mit Stromanbietern scheinen typisch für das Verhalten einiger etablierter Firmen.
    Durch Umzug informierten wir rechtzeitig unseren bisherigen günstigen Versorger über die neue Adresse und teilten den Stromzähler mit Nummer mit.
    Zu unserer Überraschung teilte unser bisheriger Lieferant uns mit, dass Vattenfall, dem ortsansässigen Versorger diese Nummer nicht bekannt sei. Trotz unser Reklamation und Fotobeweis über die fragliche Nr. konnten wir keine Belieferung des billigen Stroms erreichen. Zeitgleich teilte uns Vattenfall mit, dass man sich freue uns als neuen Kunden begrüßen zu dürfen, natürlich zu teueren Konditionen. Vattenfall wies die gleiche Zählernummer aus, die man uns zuvor als FALSCH reklamiert hatte.
    DREI EINSCHREIBEN zur Richtigstellung der Sachlage an Vattenfall blieben OHNE REAKTION. 3 Monate dauerte es, bis schließlich unser bisheriger Anbieter die Beliefrung fortsetzen „durfte“. Vorausgegangen waren hartnäckige Schreiben von uns.
    Nun folgten Mahnungen von Vattenfall für Strom, den wir gar nicht von Vattenfall kaufen wollten und Drohungen mit Inkasso Unternehmen.
    Auf diese Art und Weise versucht anscheinend Vattenfall den Verlust von Kunden teilweise mit teuren Tarifen zu kompensieren und Geschäfte zu machen.
    Mal sehen wie weit das Inkasso Unternehmen geht. Bedrengende Anrufe hat es schon gegeben.
    Viele Grüße

  10. Das Bewahren von Pfründen ist und war stets eine Machtfrage, auch in der Energiewirtschaft. Dabei wurden mit dem EEG Erneuerbare Energien Gesetz neue Scheunentore zur finanziellen Umverteilung und zur zentralisierten Stromversorgung aufgestoßen. Nicht zur dezentralen Versorgung, sondern zur Einspeisung ins Verbundnetz werden Windkraftwerke und Solarkraftwerke gebaut.

    Diese sind allesamt nicht grundlastfähig und nur durch Subventionen, Steuervorteile und Einspeisevergütungen für Investoren überhaupt interessant – und dann meistens noch auf Kredit! Biogaskraftwerke zerstören das Preisgefüge landwirtschaftlicher Erzeugnisse und leisten dem Anbau von genmanipuliertem Mais Vorschub. Wird dieser teurer, geraten diese Biogaskraftwerke trotz aller Zuwendungen in die Unwirtschaftlichkeit.

    Es ist absurd, über Ökostrom überhaupt zu diskutieren. Ökostrom kostete 2012 im Mittel 18 Cent/kWh während konventionell erzeugter Strom weniger als 4 Cent kostet. Ökostrom wird weder am Bedarfsort noch zum Bedarfszeitpunkt erzeugt!

    Wir brauchen weder einen Netzausbau, noch brauchen wir Windkraftwerke, Solarkraftwerke und Biogaskraftwerke. Alles war schön und gut, bis diese begannen, nicht grundlastfähigen Strom zu erzeugen, der das Verbundnetz überlastet. Und an der Strombörse wird er unter den Erzeugerkosten gehandelt. Nicht eingespeister Ökostrom wird trotzdem vergütet. Verrückter geht es kaum! Damit nicht noch mehr Großverbraucher ins Ausland abwandern, erhalten diese Preisnachlässe auf Kosten der Kleinverbraucher.

    Die Achillesferse ist das unsoziale EEG Erneuerbare Energien Gesetz. Fällt es ersatzlos weg, ist sofort der ganze Windspuk, Solarspuk und Biogasspuk vorbei. Solange diese HEILIGE KUH gefüttert wird, leben wir mit einer zugespargelten Landschaft und mit korrupten Windkraft-Profiteuren mitten unter uns.

    Ein Betreiber von fünf Windgeneratoren der heute üblichen Drei-Megawatt-Klasse ist für die nächsten zwanzig Jahre Einkommensmillionär. Dazu braucht er „nur“ die Baugenehmigung. Banken finanzieren die gesamte Anlage. Der Kapitaldienst ist ja durch das EEG gesetzlich abgesichert.

    DESHALB IST ES SO, WIE ES IST.

    Hans Kolpak
    NAEB e.V.

  11. Wunderbar, hier kann ich mich auslassen. Ich bitte um eine neue Rubrik: BAU UND HANDWERK.

    Was ich hierzu unbedingt loswerden will:

    Immer mehr Fenster-Firmen lassen den Kunden selbst ausmessen. Da wird vorgegaugelt, daß es ganz einfach ist. Einfach von hier nach da und von oben nach unten messen – fertig. Die Fenster werden so auch gleich viel billiger. Das Ganze natürlich nur gegen Vorauskasse! Klar, denn der Kunde würde hinterher niemals zahlen, wenn er merkt, daß die Fenster und Türen hinten und vorne nicht passen.

    Ich kenne genug gelernte Glaser und Fensterbauer, selbst Meister könnte ich nicht nur einen benennen, die nicht in der Lage sind, richtig zu messen. Aber der Kunde kann es natürlich. Und wenn hinterher die Bude schimmelt, ist’s auch egal.

    Es ist einfach skrupellos. Fenster und Türen kauft man sich nicht so nebenher, da muß jahrelang gespart und jahrelang abgezahlt werden. Hauptsache, den Fenster-Firmen geht’s gut. Zurück bleibt womöglich eine ruinierte Existenz.

    Und gleich die nächste Verarsche im Fensterbereich: Heute ist der Scheibenzwischenraum (zwischen Flügel und Scheibe) immer öfter ausgespritzt, so daß man die Flügel nicht mehr verklotzen und damit so nachstellen kann wie bisher. Dazu vielleicht noch eine Dreifach-Verglasung, damit auch ein schönes Gewicht zusammenkommt – und fertig. Ergebnis: Irgendwann braucht man einen neuen Flügel, an dem natürlich auch gleich wieder die Fenster-Firma verdient.

  12. Also, wenn auch nur ansatzweise am Klimawandel etwas dran wäre, wenn der also wirklich so schlimm wäre, wie uns immer weisgemacht werden soll, dann wäre der Motorrennsport weltweit längst verboten, weil nämlich bekanntlich z.B. die Formel1-Autos mit Himbeersaft angetrieben werden. So sieht es also in Wahrheit aus: der Klimawandel ist zwar real, jedoch nur zu einem Tausendstel dessen, was die Politik uns einreden will. 999 Tausenstel bestehen also aus purer Ideologie.

    • Das die Menschen die Auswirkungen ihrer Handlungen sich Schönreden und Unangenehmes negieren, ist nur eine andere Ideologie.

      Ich habe schon bessere Schutzbehauptungen gelesen, aber höchst Interessant, was man so alles für Gedankenkonstrukte entwickeln kann um seine eigenen Gewohnheiten zu rechtfertigen.

  13. Unsere immer stärker steigender Mobilitätsanspruch / Wahn wird bei den ganzen Diskussionen gerne ausgeklammert, insbesondere das Fern/ Viel-Fliegen ist da das TABU-Thema, mit dem man sehr schnell auch gute „Öko“-Freunde verprellen kann. Der geschätzte Autor ist da ja auch fleissig – nur beruflich?- unterwegs, hoffe mal, dass er wenigstens den CO2-Ausgleich dafür leistet und den bei Freunden und in seinem Umfeld auch einfordert.
    Grenzüberschreitendes Fliegen belastet ja aber die nationalen CO2-Bilanzen nicht – wie schön für uns und Frau Merkel!!- .
    Früher fuhr man in den Urlaub mit dem Auto an die Nord-oder Ostsee, in die Berge oder nach Frankreich u.ä. heute wird um die Welt geflogen mit zigfachem Energieverbrauch und CO-2 Ausstoß- das verbessert die nationale CO-2 Bilanz, verschlechtert natürlich aber extrem die Globale.
    Natürlich ist das primär ein “ internationales“ Politikversagen, nur niemand ist zumindest für den Urlaub oder die Freizeit zu solchen Umweltbelastungen gezwungen, beruflich sicher ein schwierigeres Thema. Nur mit dem Urlaub in der „Heimat“ oder Europa kann man ja nicht richtig angeben, da muss es schon ein anderer Kontinent sein und die Kinder kommen ja gleich mit, damit sie das auch kennenlernen und nie anzweifeln.

  14. Was möglich wäre sieht man hier, wenn nicht gewisse Personenkreise es verhindern wollten, das derartige Technologien die Menschheit erreichen…bitte teilen und verbreiten !
    [Anmerkung der Redaktion: Link verändert und auf youtube geleitet; gleiches Video, gleiche Infos …]
    Beitrag zum Thema Kalte Fusion – und aktuelle Erfindungen dazu

  15. Ich habe mir heute beim Drogeriehändler „dm“ für 1,95€ (die bei Vertragsabschluss wieder verrechnet werden) einen Ökostromvertrag von „ESW Schönau“ gekauft und bin total baff, dass mich dieser knapp 3€/ Jahr weniger kosten wird, als mein bisheriger klassische Vattenfallstrom. Ich kann absolut jedem empfehlen, endlich zu wechseln! dm unterstützt das sogar mit einem 50€-Gutschein für dm, den man dann z.B. in vegane Lebensmittel von alnatura einlösen kann. Habe ich als Radfahrer dann eigentlich überhaupt noch einen nennenswerten CO2-Fußabdruck?! 😀

    • Da hättest du von Care-Energy noch billiger Ökostrom erhalten können. Care tut alles für eine dezentrale erneuerbare Energiewirtschaft und niedrige Gewinne (!), auch wenn das von Lobbyisten gesteuerte Medien schlecht geredet wird !!!

      • Günstiger Ökostrom aus 100 erneuerbaren Energien ist absolut möglich. Die ganze Mediale Hetze gegen Care Energy ist von den 4 Grossen Stromriesen inszeniert die sich natürlich nicht die Marktanteile wegnehmen lassen wollen. CE hat im januar 130 000 kunden gehabt, nun sind es bereits über 250 000!
        Wenn man Ökostrom bei einem der stromriesen oder auch einem anderen anbieter bezieht der auch konventionell erzeugten strom anbietet ändert sich nur der strommix für die anderen kunden, sonst passiert mal grad gar nix, ausser das ihr dem anbieter geld in den gierigen Rachen werft!

  16. Ich lebe in einem Braunkohle abbau Gebiet und bin jeden Tag aufs neue schockiert wie meine Heimat zerstört wird.Der letzte Urwald Europas wird der Hambacher Forst genannt.Leider ist dieser Wald der Geldgier zum Opfer gefallen.Seit über einem Jahr versuchen Aktivisten den Restbestand des Forst zu schützen und die umliegende Bevölkerung aufzuklären.Dieser Filz aus Energiekonzern und Politik ist unvorstellbar.Sogar die Medien halten sich sehr bedeckt und berichten sehr zu Gunsten des Konzerns.Der grösste Teil der Bevölkerung die vom Tagebau betroffen sind halten sich sehr zurück mit den Argumenten : man ändert sowieso nichts daran oder es wird gesagt: da hält man sich besser raus, ist eh zu spät. Nicht mit mir.Ich mische mich ein und würde mir wünschen die Menschen legen ihren Tunnelblick ab, sehen und hören mal genauer hin und lassen sich nicht weiter belügen.

  17. Ich sehe ein großes Problem bei Energie in dem Wirtschaftssystem. Infrastruktur, egal welcher Art, gehört nicht in private Hände. Private Unternehmen sind Profitorientiert, staatliche Unternehmen arbeiten Kostendeckend.

    Bei der Energie ist es wie mit allem in diesem Wirtschaftssystem, so lange mit etwas Geld zu verdienen ist wird die Kuh gemolken bis sie umfällt. Nur ist in diesem Fall die Kuh der Lebensraum unserer Nachkommen. Ich denke dabei an den Atommüll und Fracking bspw. Aber wie schrieb Carl Friedrich von Weizsäcker 1981 in seinem Buch „Der bedrohte Frieden“ schon treffend: „Das deutsche Volk ist absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt!“

  18. Es gibt Alternativen, die oft durch Lobyisten ausgebremst werden… Aktuell gibt es sogar eine Petition zur Erforschung anderer Möglichkeiten:
    Link zu Petition
    Vielleicht müssen wir nur die Denkrichtung ändern und Neues für möglich halten – auch wenn viele sich noch in Ignoranz üben 🙂

  19. Sehr geehrter Herr Jaenicke,
    ihre Leistung als Schauspieler und Ihr Engagement in vielen Bereich in aller Ehre. Aber ist Ihnen eigentlich bewusst, dass man für die Erzeugung einer Einheit Strom aus Sonne oder Wind wesentlich mehr Rohstoffe, mehr Energie und mehr Fläche benötigt als bei der konventionellen Erzeugung?! Es geht hier um die Energiedichte, und um hier eine gleichwertige Energedichte aus erneuerbaren zu erhalten, braucht man für die erneuerbaren das zehn- bis hundertfache an Materialien wie Eisen, Kupfer oder Bauxit.

    Wie wollen Sie unter diesen Voraussetzungen ene nachhaltige und Ressourcenschonende Energiezukunft in Angriff nehmen?

    MfG
    Arne Hecker

    • Liebe Arne Hecker,
      hast Du Dir wirklich überlegt, was Du da schreibst? Immerhin hast Du ein Fragezeichen gesetzt – vor das Ausrufezeichen. Das lässt hoffen, dass Dir die Argumente ernst sind. Sonst klingt Dein Kommentar sehr nach Agitation und Propaganda, wie sie die Großen betreiben. Dass sollten wir nicht nachmachen, sondern uns lieber an Hannes Jaenicke halten und durchdacht herangehen.
      Deine Fragen und (Totschlag-)Argumente – leider, leider sind es solche, auch wenn Du das nicht gewollt hast – kann ich leider in einem Kommentar nicht quantitativ beantworten mit exakten Zahlen des Energie-, Flächen- und Rohstoffverbrauchs bei der Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energiequellen.
      Hier sträubt sich schon das keybord! Darum geht es ja gar nicht – nicht nur!
      Jeder weiß, dass diese Umstellung im Sinne der Kunden, der Menschen, nur gelingen kann, wenn der Energiebedarf drastisch reduziert wird. Die deutschen Haushalte können im Durchschnitt 50% des Strombedarfs mit neuen, effektiveren Geräten wegsparen und müssen dabei ökonomisch kein Minus machen! Wir haben das selbst probiert! Versuch es auch! Ein bisschen Änderung im eigenen Nutzerverhalten gehört dazu.
      Zum Energieverbrauch:
      Windenergieanlagen (WKAs) z.B. haben die Energie, die sie für die Herstellung und Errichtung verbrauchen, nach ca. 8 Monaten Betrieb wieder eingespielt. Sie produzieren aber mehr als 20 Jahre ohne Generalreparatur. Bei Solarstrom beträgt die „energetische Amortisation“ ca. 3 Jahre. Kein Thema!
      Zum Flächenverbrauch:
      Der Flächenverbrauch bei Windstrom ist minimal, da die Bodenflächen zwischen den WKAs als Weideflächen oder sogar als Ackerflächen weiter genutzt werden können.
      Wenn man das wollte und gewisse Mehrkosten für eine höhere Aufständerung in Kauf nehmen würde, wäre das auch bei Solarstrom möglich.
      Davon abgesehen, kann der gesamte deutsche Stromverbrauch allein aus Solarstrom auf einer Fläche von 100km*100 km erzeugt werden! Du kannst Dir ja selber ausrechnen, wie wenig das ist im Verhältnis zur Bodenfläche von Deutschland!
      Diese Zahl zeigt aber auch, wie sinnlos der Vergleich ist. Der Hauptvorteil der regenerativen Energiequellen besteht ja darin, dass der Strom, der vor Ort gebraucht wird, auch vor Ort erzeugt werden kann und dass diese Stromerzeugung (fast) keine klimaschädlichen Treibhausgase in die Atmosphäre bläst!
      Hast Du gegengerechnet, was da alles weg fällt? Nicht nur die vielen Strommaste für den Stromtransport von den wenigen Kraftwerken zu den vielen lokalen Verteilernetzen, sondern auch die Tagebaue (diese Flächen können erst nach 200 Jahren wieder voll genutzt werden) und für die gewaltigen Kraftwerke selbst.
      Zum Rohstoffverbrauch:
      Bauxit für die Aluminiumerzeugung hat keine Bedeutung, da in allen Kraftwerken, gleich mit welchen Brennstoffen, ob solar oder in den WKAs, Aluminium nur in relativ geringem Anteil vorkommt.
      Die Hauptsache aber ist, dass Aluminium, genauso wie Stahl und Kupfer, beim Abriss der Anlagen recycelt werden können. Das ist zwar nicht 100%ig, aber immerhin.
      Schwerer wieder zu verwenden sind die Massen von Beton, die in den Kohlekraftwerken stecken.
      Das führt zurück zum Anfang: Die beste Energie ist die Energie, die nicht gebraucht wird. Das kann nur jeder selbst tun – und muss es auch ehe es zu spät ist! Es geht um das Überleben – spätestens für die nächsten Generationen. Vergiss es nicht: Du bist eine Frau!.

    • Das Zauberwort heisst: Dezentrale Stromerzeugung! wenn sich jeder ein paar Solarplatten aufs Dach oder an den Balkon montiert kriegen wir doch locker die bundesweit benötigte Fläche zusammen!!!

  20. Hannes Jaenicke

    Was nach wie vor fehlt, ist ein stringentes, ehrliches Energiekonzept, das die drei zentralen Bereiche Mobilität, Strom und Wärme gleichermaßen berücksichtigt und von allen Beteiligten mitgetragen wird. Was stattdessen da ist, ist ein Tauziehen zwischen verschiedensten Interessengruppen.

    • Wieso boykottiert man hierzulande Leute wie Prof Turtur, der schon Erfolge mit Raumenergie verzeichnen konnte. Das wäre doch ein echter Durchbruch, wenn man diese Energie endlich nutzen könnte.

      • Hallo Helmut,

        ich kenne jetzt zwar diesen Fall nicht, bin da auch eher skeptisch (Wartung bspw. ), aber das Problem sind die jetzigen Monopole der hiesigen Energiewirtschft aus meiner Perspektive. Die kämpfen alle um ihre Märkte (würde ich auch machen). Und sie sind übermächtig.

        Warum gibt es bspw. keine E-Pkw´s mit Solarzellen? Da könnte man wunderbar unabhängig von Steckdosen die Akkus zumindest teilweise aufladen.

        Warum stellt man unser Energienetz nicht an sich in Frage, was derzeit einen Wirkungsgrad von gerade mal 20 % hat (ja, 80% geht vom Kraftwerk bis zur Steckdose des Endverbrauchers verloren durch Widerstand und Umspannverluste)? Der billigste Strom wäre doch der, den man vor Ort erzeugt. Eine Bekannte in Bayern hat Solarzellen auf dem Dach und darf ihren eigenen Strom nicht nutzen. Was für Wahnsinn! Voltaire sagte schon warum das so ist: „Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.“

        Viele Grüße

        Jan

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