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Nachdem ich auf youtube den Film „Plastic Planet“ gesehen hatte, hatte ich das dringende Bedürfnis etwas zu tun und zu verändern. Ich war sehr geschockt und um nicht zu verzweifeln, setzte ich folgende 10 Punkte auf, die inhaltlich sehr dem Buch von Hannes Jaenicke ähneln. Die Liste ist sicherlich noch erweiterbar…
10 Punkte, die Deutschland (und nicht nur unser Land) sehr verändern könnten, würden wir uns alle konsequent daran halten!

Welche Schadstoffe stecken in diesem alten Plastik?

… entsorgt!

1. Spare Heizenergie (lieber 19°C und dicker Pulli statt 24°C im Shirt) -> Heizungstausch möglich / erneuerbare Energien
2. Spare Strom –> kein Standby, Energieeffizienz A-Geräte, LED
3. Wechsle zu einem der 4 seriösen Ökostromanbieter:
Naturstrom AG (Tipp), EWS Schönau, Greenpeace energy, Lichtblick
4. Vermeide beim Einkauf Plastik (nicht nur altes/erhitztes Plastik setzt sehr giftige Stoffe. Vermeide PVC, PC Polycarbonat, PET!!!)
5. Verweigere Plastiktüten beim Einkauf –> (Stoff-)Taschen mitnehmen
6. Kaufe regional, BIO, verpackungsarm –> Wochenmarkt (offene Ware), Naturkostladen, Reformhaus, Hofverkauf beim Bauern
7. Kaufe keine in Plastik abgepackten Wurst- oder Fleischwaren (Massentierhaltung)–> Metzgerei vor Ort (Herkunft transparent?)
8. Kurzstrecken zu Fuß/mit dem Rad – ÖPNV vor Individualverkehr –> Ausbau der E-Mobilität (Ökostrom!); Urlaub per Bahn statt Flug
9. Stelle Fragen an die Hersteller bezüglich der Inhaltsstoffe (www.codecheck.info) oder fairer und umweltverträglicher Produktionsweise (siehe Einkaufs-Guides von BUND/Greenpeace)
10. Keine Gifte im Hausgarten –> pflanze einheimische Gehölze/ biologische Vielfalt/Insektenhotels (Ungezieferregulierung) /Bienenweide/Selbstversorgergarten/-balkon versus Betonwüste

links :::::
www.bund.net
www.greenpeace.de
www.codecheck.info
www.morethanhoney.senator.de
www.plastic-planet.de
www.keinheimfuerplastik.at

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  1. Wenn man so geschockt ist & die Erde wirklich retten möchte, dann sollte man es nicht halbherzig meinen ! „Metzgerei vor Ort“ … FLEISCHESLUST ist die größte Umweltkatastrophe und ethische Katastrophe.
    Das ganze Radeln & Bahnfahren nützt nicht viel, wenn man sich dann die HAXE vom „Metzger vor Ort“ gönnt. Wäre schön, auch mal an das Grauen im gekachelten Séparré zu denken, im Hinterhof, wo dann das Kälbchen (das schon am 1. Tag seines Lebens, seiner Mutter grausamst entrissen und ein brutales Leben in ein Kälberbox fristete) gemeuchelt wird. Und die Milch, die eigentlich dem Kälbchen gehört, wird auch noch umweltbewusst mit dem Radel geholt ?

  2. Hallo zusammen, nachdem ich das Buch gelesen hatte, ging ich mal ganz bewußt einkaufen. Es ist ein Wahnsinn, wie man doch dazu neigt, die einzelnen Ostsorten, die einzelnen Karotten und Kartoffeln TROTZDEM in je ein separates Plastikbeutelchen zu verpacken… Ich habe alles ohne Plastik im meinen Einkaufskorb gelegt, bei anderen Lebensmitteln auf das Grüner-Punkt Zeichen geschaut. Was ich aber nicht verstehen kann ist, warum Bio-Gurken aus Rumänien in eine extra Plastikhülle geschweißt werden müssen. Da habe ich die Bio-Gurke liegen lassen und ein Exemplar ohne zusätzliche Verpackung gekauft. Das Fleisch und die Wurst werde ich künftig eim Metzger kaufen, auch schon deshalb, weil unsere Tochter anfängt, am Tisch mit zu essen. Wenn ich irgendwann dem Kind Rede und Antwort stehen muss, möchte ich nicht mit fadenscheinigen Ausreden kommen müssen.
    Allerdings hat auch alles seinen Preis und ich gebe zu, dass ich auch gerne bei KiK, Takko und co. eingekauft habe, weil ich mir andere Klamotten nicht leisten kann. Ich habe zu meinem 40 Std. Job im Büro (kaufmännische Ausbildung) noch jahrelang nebenbei gearbeitet, um Wohnung, Auto und Essen finanziert zu bekommen. Der Zusatzverdienst war aber nicht für große Reisen, teures Ausgehen oder Markenklamotten, sondern tatsächlich, um würdig über die Runden zu kommen und auch mal (!!!) ein Kinoticket kaufen zu können. Nichts desto trotz ist weniger manchmal mehr. Im Moment steht sowieso der Nachwuchs an erster Stelle und da gilt es VORBILD sein. Egal in welchem Bereich und da hat es jeder selbst in der Hand. Wenn jeder etwas beiträgt, sich sein Verhalten bewußt macht und am Ball bleibt, wird es hoffentlich bald zur Gewohnheit und Routine, mit unserem Paleten und dem Leben gegenüber, nachhaltig und gut umzugehen. Es geht im Kleinen los, packen wir`s an!

  3. Mit diesem 10 Punkteplan kommt man schon sehr weit.

    Ich finde es dennoch erschreckend, wie blind ich/wir noch durch die Gegend laufen.
    Es gibt noch viel zu tun und zu handeln.
    Hoffen wir, dass dieses Buch von vielen gelesen wird.

  4. Gerade bei Energie sind es oft nur die Gewohnheiten die man in Frage stellen muss. Ich stelle meinen Kühlschrank nur sporadisch an, im Herbst und Winter nutze ich eine Kühlbox auf der Terrasse und nutze die Natur. Wenn man das Kaufverhalten noch anpasst muss man das nur über Feiertage machen. In der Küche, wie war das früher? Allesschneider habe ich vor Jahren verschenkt, habe 2 gesunde Hände und gute Messer.

    Ich habe eine Gasheizung und 55 m² Wohnung. Ich zahle für Heizung und Warmwasser monatlich 15€. Es geht. Aber das kann ich nicht pauschalisieren, mir reicht kaltes Wasser beim Duschen & Zähneputzen und 14-17°C im Winter. Danke Bundeswehr (Biwak). 😉

    Sich umzustellen ist oft nur sich auf Bewährtes von früher sich zurück zu besinnen wie auch die eigene Komfortzone zu verlassen. Wir alle leiden zum großen Teil gesundheitlich an Bewegungsmangel. Noch nie hatten wir so viel technische Unterstützung im Haushalt, aber auch im Beruf. Wenn ich dann sehe wie die Menschen in´s Fitnessstudio mit dem Pkw fahren um dort ihre Wohlstandsdefizite auszugleichen bin ich amüsiert. Ich denke man kann schon im Alltag seine Wohlstandsdefizite ausgleichen und viel Geld sparen, in dem man sein Gehirn nutzt und nicht alles nachmacht was andere machen. Treppe statt Fahrstuhl, Beine oder Fahrrad im Nahverkehr statt Pkw, Hände statt Elektrogeräte. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Wo kein Wille ist,ist eine Ausrede.

  5. Die Entsorgung schon angeschaffter und funktionstüchtiger Plastedinge halte ich für unsinnig. Benutzen bis sie defekt sind und dann bessere Sachen kaufen ist wohl der sinnvollere Weg. Übrigens kann auch duch Zweitnutzung ein zusätzlicher Sinn geschaffen werden. Also vor Neukäufen Freunde und Familie fragen, wer etwas übrig hat oder selber Sachen anbieten (z.B. auch in Umsonstläden).

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